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In the Cut

Psycho-Thriller über eine New Yorker Professorin, die eine Affäre mit einem Polizisten hat, der den Mord an ihrer Nachbarin untersucht.


In the Cut

Leihvideo

Erhältlich seit:
10.02.2005

Thriller

USA/Australien 2003
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 16

Meg Ryan
Mark Ruffalo
Jennifer Jason Leigh

Regie: Jane Campion
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Im undurchsichtigen Mark Ruffalo findet sexy Meg Ryan ihren Mr. Right und stürzt sich in eine heiße Affäre, Mord inbegriffen.

Noch fühlen sie sich sicher: Frannie und ihre Schwester (Foto: Senator) Großansicht

Noch fühlen sie sich sicher: Frannie und ihre Schwester (Foto: Senator)

Frannie (Meg Ryan) ist Single und hat nichts gegen Sex, aber Mr. Right in New York ist so etwas wie die Stecknadel im Heuhaufen. Zufällig beobachtet die von ihren Studenten umschwärmte Literaturdozentin in einer düsteren Bar einen Blow Job und bemerkt auf dem Handgelenk des Mannes ein Tattoo.

Das sieht sie einen Tag später bei Detective Malloy (Mark Ruffalo) wieder, der einen brutalen Mord aufklären soll. Opfer: das Mädchen aus der Bar.

Obgleich sie den coolen Typen eigentlich unsympathisch findet und weitere Frauenmorde die Nachbarschaft in Aufruhr versetzen, lässt sie sich auf eine heiße Affäre mit dem Cop ein.

Cop Malloy ist überall (Foto: Senator) Großansicht

Cop Malloy ist überall (Foto: Senator)

Reife Leistung

Ein erotischer Metropolen-Thriller, ein Trip in die Abgründe der Seele, die Herzen der Frauen und die dunklen Ecken Manhattans.

Das Finale: ein spannender Countdown mit überraschender Lösung. In Jane Campions ("Das Piano") Comeback gibt Meg Ryan die beste Darstellung ihrer Karriere. Atemberaubend.

In the Cut

Nach "Das Piano", "Portrait of a Lady" und "Holy Smoke" meldet sich Jane Campion nach vierjähriger Pause mit "In the Cut" zurück. Mit gewohntem Interesse an der weiblichen Psyche begibt sich die Australierin mit einem Thriller-Stoff auf ungewohntes Terrain - und mit ihr Hollywood-Sonnenschein Meg Ryan, der Campion einen beeindruckenden Image-Wechsel beschert: Sehr sexy, sehr nackt und sehr düster zeigt sich ihre Protagonistin in der überraschenden Rolle einer New Yorker Englischprofessorin, die in der Affäre mit einem Polizisten ihre sexuellen Abgründe erforscht. Und dies mit der besten Performance ihrer Karriere.

Campions Adaption von Susanna Moores erotischem Thriller, der mit explizit beschriebenen Liebesszenen für Aufsehen gesorgt hat, war ursprünglich als Starvehikel für Nicole Kidman gedacht. Diese zog sich jedoch aus der Besetzung zurück und behielt lediglich einen Producer-Credit zusammen mit Laurie Parker. Dem Film hat dies nicht geschadet: Geht doch Meg Ryan mit einer Unschuld und Neugier ans Werk, bei der man zwar bisweilen nicht umhin kann, an Kidmans Rolle in "Eyes Wide Shut" zu denken, der man aber ohne weiteres abnimmt, dass die Schauspielerin hier mutig und glaubwürdig ihre eigenen Grenzen austestet. Ihr wahrhaftiges Gesicht zeigt dabei auch die Stadt New York aus dem Blick von Campions brillantem Kameramann Dion Beebe ("Chicago"). Die Atmosphäre ist die eines drückendheißen Sommers in den Hinterhöfen von Manhattans East Village: stickig, schwül - und ungeschminkt wie Ryans Frannie Avery, aus deren stark fokussierter Perspektive hier erzählt wird.

Frannie unterrichtet englische Literatur an der New Yorker Universität und wird - womit Campion gleich in den ersten zehn Minuten das sexuelle Interesse als Richtung vorgibt - eines Tages in einer Bar Zeugin eines Blow Jobs. Das Tattoo, das Frannie auf dem Handgelenk des beobachteten Mannes bemerkt, entdeckt sie tags darauf an derselben Stelle bei einem unangenehm aufdringlichen Detective. Giovanni Malloy (Mark Ruffalo) ermittelt in einem Mordfall an einer jungen Frau in der Nachbarschaft - wie sich herausstellt an eben jenem Mädchen aus der Bar. Trotz bestehender Zweifel an der Aufrichtigkeit dieses Mannes aus einer anderen Welt lässt sich Frannie fasziniert und ängstlich zugleich von Malloy verführen. Schon kurz darauf findet sie sich in einer Affäre mit dem jüngeren Cop wieder, obwohl sich - während weitere grausame Morde geschehen - der Verdacht erhärtet, dass Malloy der Täter sein könnte. Aber auch Frannies Student Cornelius (Sharrieff Pugh), der der Professorin nachstellt, und ihr gestörter Exfreund James (Kevin Bacon) sowie Malloys schmieriger Partner Rodriguez (Nick Damici) machen sich verdächtig. Die Kreise ziehen sich enger.

Während die Regisseurin und ihre hervorragenden Darsteller auf psychologischer Ebene vollkommen überzeugen, gelingt es dem Skript nicht immer, diese in einen Zusammenhang mit dem vordergründigen klassischen Whodunnit-Stoff zu bringen, der Campion auch merklich kaum interessiert. Abgesehen von weiteren nackten, aber weniger expliziten Sexszenen verfolgt die Filmemacherin Frannies körperliches Erwachen insbesondere in den intimen Dialogen mit ihrer von Jennifer Jason Leigh verkörperten Halbschwester Pauline, deren Leidenschaften sie letztlich wie zu erwarten zum Opfer machen. Zwischen Leigh und Ryan stimmt die Chemie, wie vor allem auch zwischen der Hauptdarstellerin und Mark Ruffalo, der die unsympathische, sexistische Figur des Polizisten ohne Zweifel ausfüllt. Was so mit handwerklich hervorstechender Qualität und einem verstörenden Finale fasziniert, mag die Regisseurin als weibliche Variante eines klassischen Hitchcock-Themas sichtlich gereizt haben - zeigt jedoch gerade als solches im entscheidenden Moment deren Schwächen. Was am Ende bleibt, ist die missgestimmte Version von "Que Sera Sera", angelehnt an Hitchcocks "Der Mann der zuviel wusste" - und eine Hauptdarstellerin, der man von nun an weitaus mehr zutrauen muss, als einen gefaketen Orgasmus. cm.

Darsteller:  Meg Ryan   als Frannie Avery
  Mark Ruffalo   als Detective James A. Malloy
  Jennifer Jason Leigh   als Pauline
  Nick Damici   als Detective Richard Rodriguez
  Sharrieff Pugh   als Cornelius Webb
  Kevin Bacon   als John Graham
  Michael Nuccio   als Frannies junger Vater
  Alison Nega   als Verlobte von Frannies Vater
  Patrice O'Neal   als Hector
  Arthur Nascarella   als Captain Crosley
  James Firo   als Detective Halloran
  Nancy La Scala   als Baby Doll Dancer
 
Regie:  Jane Campion  
Buch:  Jane Campion  
  Susanna Moore  
Musik:  Hilmar Örn Hilmarsson  
Kamera:  Dion Beebe  
Produzent:  Laurie Parker  
  Nicole Kidman  
 

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