- Service:
- Newsletter
- RSS
- kino.de mobil
- Sitemap
- Kontakt
Leihvideo
Erhältlich seit:
10.02.2005
USA/Australien 2003
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 16
Meg Ryan
Mark Ruffalo
Jennifer Jason Leigh
Regie: Jane Campion
EuroVideo Bildprogramm

Nach "Das Piano", "Portrait of a Lady" und "Holy Smoke" meldet sich Jane Campion nach vierjähriger Pause mit "In the Cut" zurück. Mit gewohntem Interesse an der weiblichen Psyche begibt sich die Australierin mit einem Thriller-Stoff auf ungewohntes Terrain - und mit ihr Hollywood-Sonnenschein Meg Ryan, der Campion einen beeindruckenden Image-Wechsel beschert: Sehr sexy, sehr nackt und sehr düster zeigt sich ihre Protagonistin in der überraschenden Rolle einer New Yorker Englischprofessorin, die in der Affäre mit einem Polizisten ihre sexuellen Abgründe erforscht. Und dies mit der besten Performance ihrer Karriere.
Campions Adaption von Susanna Moores erotischem Thriller, der mit explizit beschriebenen Liebesszenen für Aufsehen gesorgt hat, war ursprünglich als Starvehikel für Nicole Kidman gedacht. Diese zog sich jedoch aus der Besetzung zurück und behielt lediglich einen Producer-Credit zusammen mit Laurie Parker. Dem Film hat dies nicht geschadet: Geht doch Meg Ryan mit einer Unschuld und Neugier ans Werk, bei der man zwar bisweilen nicht umhin kann, an Kidmans Rolle in "Eyes Wide Shut" zu denken, der man aber ohne weiteres abnimmt, dass die Schauspielerin hier mutig und glaubwürdig ihre eigenen Grenzen austestet. Ihr wahrhaftiges Gesicht zeigt dabei auch die Stadt New York aus dem Blick von Campions brillantem Kameramann Dion Beebe ("Chicago"). Die Atmosphäre ist die eines drückendheißen Sommers in den Hinterhöfen von Manhattans East Village: stickig, schwül - und ungeschminkt wie Ryans Frannie Avery, aus deren stark fokussierter Perspektive hier erzählt wird.
Frannie unterrichtet englische Literatur an der New Yorker Universität und wird - womit Campion gleich in den ersten zehn Minuten das sexuelle Interesse als Richtung vorgibt - eines Tages in einer Bar Zeugin eines Blow Jobs. Das Tattoo, das Frannie auf dem Handgelenk des beobachteten Mannes bemerkt, entdeckt sie tags darauf an derselben Stelle bei einem unangenehm aufdringlichen Detective. Giovanni Malloy (Mark Ruffalo) ermittelt in einem Mordfall an einer jungen Frau in der Nachbarschaft - wie sich herausstellt an eben jenem Mädchen aus der Bar. Trotz bestehender Zweifel an der Aufrichtigkeit dieses Mannes aus einer anderen Welt lässt sich Frannie fasziniert und ängstlich zugleich von Malloy verführen. Schon kurz darauf findet sie sich in einer Affäre mit dem jüngeren Cop wieder, obwohl sich - während weitere grausame Morde geschehen - der Verdacht erhärtet, dass Malloy der Täter sein könnte. Aber auch Frannies Student Cornelius (Sharrieff Pugh), der der Professorin nachstellt, und ihr gestörter Exfreund James (Kevin Bacon) sowie Malloys schmieriger Partner Rodriguez (Nick Damici) machen sich verdächtig. Die Kreise ziehen sich enger.
Während die Regisseurin und ihre hervorragenden Darsteller auf psychologischer Ebene vollkommen überzeugen, gelingt es dem Skript nicht immer, diese in einen Zusammenhang mit dem vordergründigen klassischen Whodunnit-Stoff zu bringen, der Campion auch merklich kaum interessiert. Abgesehen von weiteren nackten, aber weniger expliziten Sexszenen verfolgt die Filmemacherin Frannies körperliches Erwachen insbesondere in den intimen Dialogen mit ihrer von Jennifer Jason Leigh verkörperten Halbschwester Pauline, deren Leidenschaften sie letztlich wie zu erwarten zum Opfer machen. Zwischen Leigh und Ryan stimmt die Chemie, wie vor allem auch zwischen der Hauptdarstellerin und Mark Ruffalo, der die unsympathische, sexistische Figur des Polizisten ohne Zweifel ausfüllt. Was so mit handwerklich hervorstechender Qualität und einem verstörenden Finale fasziniert, mag die Regisseurin als weibliche Variante eines klassischen Hitchcock-Themas sichtlich gereizt haben - zeigt jedoch gerade als solches im entscheidenden Moment deren Schwächen. Was am Ende bleibt, ist die missgestimmte Version von "Que Sera Sera", angelehnt an Hitchcocks "Der Mann der zuviel wusste" - und eine Hauptdarstellerin, der man von nun an weitaus mehr zutrauen muss, als einen gefaketen Orgasmus. cm.
| Darsteller: | Meg Ryan | als Frannie Avery | |
|---|---|---|---|
| Mark Ruffalo | als Detective James A. Malloy | ||
| Jennifer Jason Leigh | als Pauline | ||
| Nick Damici | als Detective Richard Rodriguez | ||
| Sharrieff Pugh | als Cornelius Webb | ||
| Kevin Bacon | als John Graham | ||
| Michael Nuccio | als Frannies junger Vater | ||
| Alison Nega | als Verlobte von Frannies Vater | ||
| Patrice O'Neal | als Hector | ||
| Arthur Nascarella | als Captain Crosley | ||
| James Firo | als Detective Halloran | ||
| Nancy La Scala | als Baby Doll Dancer | ||
| Regie: | Jane Campion | ||
| Buch: | Jane Campion | ||
| Susanna Moore | |||
| Musik: | Hilmar Örn Hilmarsson | ||
| Kamera: | Dion Beebe | ||
| Produzent: | Laurie Parker | ||
| Nicole Kidman | |||
In the Cut in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DD 5.1, Englisch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Behind the Scenes
Star
Meg Ryan
Amerikanische Schauspielerin. Eine der Königinnen der amerikanischen romantischen Komödie ("Schlaflos in Seattle", "French Kiss"), bildete Meg Ryan als...
Star
Mark Ruffalo
Amerikanischer Schauspieler. Der Mann mit dem stechenden Blick, den leicht gekräuselten Haaren und den breiten Lippen jagte als Police...
Registrieren



