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In & Out

Gutmütige Screwball-Komödie im Stil Frank Capras, mit dem Homosexualität Hollywoodfähig wird.


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Erhältlich seit:
31.05.1999

Komödie

USA 1997
Laufzeit: 87 Min.
FSK: ab 6

Kevin Kline
Tom Selleck
Joan Cusack

Regie: Frank Oz
Universum Film

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In & Out

Als der berühmte Hollywood-Schauspieler Cameron Drake seinen ehemaligen Englischlehrer Howard Brackett bei der Oscar-Verleihung vor einem Millionenpublikum als homosexuell outet, bringt er das Leben des Pädagogen gehörig durcheinander. Künftig wird der von seinen Schülern gemieden, sein Chef will ihm den Job kündigen und seine Verlobte Emily mißtraut ihm. Als schließlich auch noch der publicitysüchtige Reporter Peter Malloy auftaucht und Bracketts Story vermarkten will, kann ihm nur noch Cameron selbst aus der Patsche helfen...

Mit seiner beschwingten screwball-comedy treibt Regisseur Frank Oz ("Housesitter") die krassen Gegensätze von typischen Homosexuellen-Klischees und kleinbürgerlicher Spießigkeit auf die Spitze. Neben Kevin Kline in der Rolle des ewigen Verlierers und Matt Dillon als dessen sadistischem Gegenspieler überzeugt besonders Tom "Magnum" Selleck ("Magnum") als rücksichtsloser, homosexueller TV-Reporter. Von Kameramann Rob Hahn ("Marvins Töchter") beeindruckend in sanften Pastelltönen fotografiert, kann diese intelligent-amüsante Gesellschafts-Farce zweifellos ein breites Publikum unterhalten.

In & Out

Die Verzögerungstaktik Paramounts hat sich gelohnt. Statt die gutmütige Homosexuellen-Farce mit Kevin Kline als unbedarftem Kleinstadtlehrer, der bei der Oscar-Verleihung vor weltweitem Publikum als schwul entlarvt wird, im Juni gegen extremes Konkurrenzgetümmel antreten zu lassen, konnte nun beim verspäteten Start mit 15.3 Mio. Dollar der zweitbeste September-Start aller Zeiten erzielt werden.

Drehbuchautor Paul Rudnick verfaßte diese turbulente Screwball-Komödie im traditionellen Stil Frank Capras um das einst undenkbare Tabu- und nun verstärkt in den Mainstream Eingang findende Thema der Homosexualität im sozialen Alltag. Rudnicks Skripte für "Addams Family in verrückter Tradition", die preisgekrönte Homosexuellen-Komödie "Jeffrey" und seine immens beliebte Kolumne im amerikanischen "Premiere"-Magazin unter dem Pseudonym Libby Gelman-Waxner deuten auf sein Gespür für schmunzelnd-selbstironischen Humor mit eigenwilliger Offbeat-Komponente hin. Das klassische Set-Up der kompetenten Frank-Oz-Inszenierung - eine verschlafene Kleinstadt findet sich aufgrund eines gänzlich unerwarteten Skandals in den nationalen Schlagzeilen wieder - wurde durch saftig-hemmungslose Situationskomik, quirlige Figuren und treffende Oneliner (Schwulenikone Barbra Streisand erweist sich als ergiebige Quelle) mit einem koketten Nineties-Twist versehen.

Howard Brackett (Kevin Kline) ist Englischlehrer an der Highschool von Greenleaf, Indiana. Er ist gepflegt, hat gute Manieren, liebt Poesie und wird demnächst nach dreijähriger Verlobung die einstmals übergewichtige Emily (Joan Cusack fügt ihrem Repertoire von liebenswerten Schreckschrauben ein weiteres Glanzlicht hinzu) heiraten. Doch dann wird sein Leben gründlich von einem ehemaligen Schüler, mittlerweile ein gefeierter Hollywoodstar (Matt Dillon herrlich komisch, besonders in einem Clip als homosexueller "Forrest Gump"-Verschnitt) durcheinandergebracht, als er bei dessen Oscar-Rede als schwul geoutet wird. Das gesamte Städtchen ist geschockt - inklusive des zunächst nichts von seiner sexuellen Ausrichtung ahnenden Howard. Beim anschließenden Medienzirkus tritt besonders der schwule Sensations-TV-Journalist Peter Malloy (fabelhaft: Tom Selleck, der sich pikanterweise in der Vergangenheit häufig Vorwürfe der Homosexualität verbat) hervor. Er spielt schließlich einen entscheidenden Part bei Howards Selbstfindung.

Kline bringt hier gekonnt ebenso seine sympathische Jeder-"Dave"-Qualität wie sein in "Ein Fisch namens Wanda" unter Beweis gestelltes Talent für Slapstick (ein Highlight ist sein ekstatisches Gehopse zu dem YMCA-Hit "Macho Man") zum Einsatz. In prägnant-amüsanten Nebenrollen sind Debbie Reynolds als Howards Hochzeiten-vernarrte Mama, Bob Newhart als verklemmt-spießiger Schuldirektor und Supermodel Shalom Harlow selbstparodistisch als Dillons Freundin zu sehen. Die respektlose Verulkung der tuntig-affektierten Manierismen des Protagonisten könnte manchen politisch korrekten Kinogängern säuerlich aufstoßen. Doch tatsächlich wird die heuchlerische Bigotterie der Gesellschaft bloßgestellt und ohne lauttönende Polemik die Wichtigkeit von aufrichtiger (Selbst-)Akzeptanz unterstrichen. ara.

Darsteller:  Kevin Kline   als Howard Brackett
  Tom Selleck   als Peter Malloy
  Joan Cusack   als Emily Montgomery
  Matt Dillon   als Cameron Drake
  Debbie Reynolds   als Berniece Brackett
  Wilford Brimley   als Frank Brackett
  Bob Newhart   als Tom Hallwell
  Deborah Rush   als Ava Blazer
  Lewis J. Stadlen   als Ed Kenrow
  Gregory Jbara   als Walter Brackett
  Shalom Harlow   als Sonya
  J. Smith-Cameron   als Trina Paxton
  Kate McGregor-Stewart   als Tante Becky
  Shawn Hatosy   als Jack
  Zak Orth   als Mike
  Lauren Ambrose   als Vicky
  Alexandra Holden   als Meredith
 
Regie:  Frank Oz  
Buch:  Paul Rudnick  
Musik:  Marc Shaiman  
Kamera:  Rob Hahn  
Produzent:  Scott Rudin  

Nicole gegen die Robo-Hausfrauen

Heiß begehrt: <br />"<a href="http://www.kino.de/kinofilm/birthday-girl/56234.html">Birthday Girl</a>" Nicole Kidman

Heiß begehrt: <br />"<a href="http://www.kino.de/kinofilm/birthday-girl/56234.html">Birthday Girl</a>" Nicole Kidman

Eine ganz fiese Idee: Die zickende Ehefrau einfach in einen Roboter verwandeln, der dem ungeduldigen Göttergatten Pantoffeln und Dosenbier bringt und brav das Feinripp-Shirt wäscht.

1975 drehte Regie-Ikone Bryan Forbes über diese Ausgeburt heimlicher Macho-Fantasien die Horrorkomödie "Die Frauen von Stepford" mit Katharine Ross ("Die Reifeprüfung") in der Hauptrolle.

Jetzt soll sich Nicole Kidman in einem Paramount-Remake mit den Robo-Ladies auseinandersetzen: Sie spielt eine Zugezogene im spießigen Pendlerstädtchen Stepford. Die Frauen dort kommen ihr von Anfang an verdächtig hausmütterchenhaft und devot vor.

Inszenieren wird das Remake der Muppets- und Yoda-Puppenspieler Frank Oz, der auch schon bei "The Score" und "In & Out" im Regiestuhl saß. Die Story wird in die Gegenwart verlegt und aufwändige Special Effects sollen die Verwandlung der menschlichen Gattinen in Cyborgs sichtbar machen.

Mal sehen, ob Paramount den Deal mit der australischen Feuerlocke perfekt machen kann - immerhin ist sie derzeit als Leading Lady bei einer ganzen Latte von Projekten im Gespräch: Als geschockte Witwe in Jonathan Glazers Mystery-Thriller "Birth", als Hexe Samantha in der Serien-Adaption "Bewitched" an der Seite von Mike Myers und als Hollywood-Prostituierte in "Pay the Girl". Gut möglich, dass sie sich aber zuallererst den Herzenswunsch erfüllt, mit Landsmann Russell Crowe einen Film in Aussie-Land zu drehen.

 

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Kevin Kline

Er pendelt erfolgreich zwischen Theater und Film, wechselt ernste mit komischen Rollen ab und hat seit 1983 ("Der große Frust") fünf Mal für...

 

Star

Tom Selleck

Amerikanischer Schauspieler, Serienstar, Produzent und Golden-Globe-Preisträger. Als spitzbübischer Privatdetektiv und Vietnamveteran Thomas...