
Im L.A. der frühen 80er Jahren unternimmt der erfolgreiche Filmproduzent William einen eher erfolglosen Versuch, die zerrüttete Ehe mit seiner drogensüchtigen Frau oder wenigstens seine Affäre mit einer Nachrichtensprecherin zu retten. Dafür nimmt der Plan, einen Popstar unter Vertrag zu nehmen, zügig Gestalt an. Williams orientierungsloser Sohn zieht derweil mit den anderen Kids der Reichen und Schönen um die Häuser, hier eine Braut, dort einen Hügel Koks vernaschend. Kollateralschäden werden allenthalben billigend in Kauf genommen.
1994 ließ der US-Gesellschaftschronist Bret Easton Ellis seinem skandalträchtigen Bestseller "American Psycho" eine spezifisch kalifornisch eingefärbte Nachbetrachtung des 80er-Jahre-Wesens folgen, die nun weitere fünfzehn Jahre später angemessen kühl, ironisch und distanziert verfilmt wurde unter Beteiligung namhafter Hollywoodstars aller Generationen. Episodischer Reigen von Beischlaf-, Erniedrigungs- und Bedröhnungszeremonien, eine exzellente Sache für Freunde des anspruchsvollen Dramas und alle, die 1984 dabei waren (oder davon gehört haben).