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Inglourious Basterds

Quentin Tarantinos wahnwitziger Men-on-a-Mission-Weltkriegsfilm, in dem sich ein Trupp jüdischer US-Soldaten daran macht, in einem Pariser Kino die führenden Nazis zu töten.


Inglourious Basterds

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Erhältlich seit:
14.01.2010

Action/ Kriegsfilm

USA/Deutschland 2009
Laufzeit: 148 Min.
FSK: ab 16

Brad Pitt
Mélanie Laurent
Christoph Waltz

Regie: Quentin Tarantino
Universal Pictures Germany

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Inglourious Basterds

Lt. Aldo Raine befehligt einen Trupp jüdischer Soldaten, der hinter feindlichen Linien auf französischem Boden Angst und Schrecken unter deutschen Soldaten verbreitet. Unter britischem Kommando lassen sie sich für ein Himmelfahrtskommando einspannen, führende Nazis bei einer Filmpremiere in einem Pariser Kino zu töten. Die Betreiberin des Kinos, die junge Jüdin Shosanna Dreyfuss, hat eigene Pläne für den Abend: Vor Jahren ist sie verschont worden, als Oberst Hans Landa ihre Familie massakrierte. Jetzt will sie Rache.

Jahrelang spielte Quentin Tarantino mit dem Gedanken, einen Men-on-a-Mission-Weltkriegsfilm zu drehen. Sein "Inglourious Basterds" ist dabei nicht einfach nur ein Kriegsfilm mit zahllosen Referenzen an das Genrekino, die Nouvelle Vague, "Winnetou" und Edgar-Wallace-Krimis, sondern vor allem so etwas wie Tarantinos "Cinema Paradiso", eine Liebeserklärung an die Macht des Kinos, das Böse zu besiegen. Neben Star Brad Pitt brilliert vor allem der Österreicher Christoph Waltz mit seiner in Cannes prämierten Darstellung eines Nazi-Ermittlers.

Inglourious Basterds

Man hat den Zweiten Weltkrieg im Kino noch nie so erlebt wie in Quentin Tarantinos wild fabulierender Mär über den Triumph des Kinos über das Böse.

"Es war einmal... in Frankreich unter Besatzung der Nazis", kündigt eine Schrifttafel das erste von vier Kapiteln von "Inglourious Basterds" an. Mehr muss man nicht wissen, um sich im nunmehr sechsten Spielfilm von Quentin Tarantino zurechtzufinden: Es ist eine Verbeugung vor den Arbeiten von Sergio Leone ebenso wie ein Verweis darauf, dass man sich fortan im Reich des Märchens bewegt eine Art "Anti-,Walküre'" (O-Ton Tarantino) im Gewand eines Spaghettiwestern, in dem sich zwar Hitler und Goebbels als grob karikierte Stichwortgeber tummeln, aber historische Genauigkeit nicht das primäre Anliegen des Filmemachers ist. Im Gegenteil: Hier wird wild und fiebrig fabuliert, dass es eine Art hat. Hier sind marodierende US-G.I.s am Werk, die hinter Feindeslinien Nazis skalpieren oder mit Hakenkreuzen auf der Stirn brandmarken. Jüdische Mädchen leiten inkognito Kinos in Paris, die Filme von G.W. Pabst im Programm haben, und sinnen auf Rache an ihren Peinigern. Und SS-Offiziere delektieren sich daran, dass man sie ehrfurchtsvoll als "Judenjäger" tituliert, und gefallen sich darin, in drei - und wenn nötig vier - Sprachen Angst und Schrecken zu verbreiten. Ihnen allen räumt Quentin Tarantino entsprechend viel Platz ein in bis zum Knackpunkt lang gezogenen Szenen, die sich nach bewegten Wortgefechten, wiederholten Liebeserklärungen ans europäische Kino und ein paar gewalttätigen Einsprengseln entladen in einem Showdown, der ebenso dreist und ungeheurlich wie mitreißend ist. Nie zuvor hat es jemand so wortwörtlich genommen mit seinem unerschütterlichen Glauben daran, dass das Kino das Böse auslöschen kann.

Dabei gelingt es der beharrlich ihre Todesmelodie summenden Pulp Fiction, ständig die Erwartungen zu unterlaufen: Die eigentlichen Helden sind wütende Berserker ohne Gnade, der Bösewicht ein eleganter, faszinierender Schöngeist, die deutsche Diva arbeitet für den Widerstand, der sympathische deutsche Soldat ist ein narzisstischer Schlimmfinger. Und "Inglourious Basterds" tut so, als sei er ein Kriegsfilm, während er doch tatsächlich viel mehr Cinema Paradiso la Tarantino ist. Mit Hitler eben. Und hohem Blutzoll. Damit muss man erst einmal zurecht kommen, erwartet man sich doch den eigentlich angekündigten Men-on-a-Mission-Weltkriegsfilm im Stil von "Das dreckige Dutzend" der schließllich noch nicht einmal einmal ein Remake von Enzo G. Castellaris "Ein Haufen verwegener Hunde" aus dem Jahr 1978 ist, von dessen US-Verleihtitel sich der Titel ableitet. Diese "Inglourious Basterds" toben sich erst einmal nur ziemlich zu Beginn des Films aus, und ihr Anführer Brad Pitt kommt mit viel Glück auf vielleicht eine halbe Stunde Leinwandzeit, während Til Schweiger an seiner Seite sprach- und konturlos bleibt wie seine Gefährten, darunter Eli Roth als Baseballknüppel schwingender Bear Jew und Gedeon Burkhard in einem dennoch charismatischen Auftritt.

Viel mehr Augenmerk wird auf SS-Oberst Hans Landa gelegt, den Christoph Waltz so entwaffnend diabolisch mit teuflischem Genuss spielt, dass er schon jetzt einen Ehrenplatz in der Ahnengalerie denkwürdiger Kinoschurken sicher hat und das allein schon nach seinem ersten Auftritt in der ersten, sehr langen Szene des Films, geradewegs entlehnt bei Leone, in der er einem französischen Bauern mit leichter Hand entlockt, wo sich geflohene Juden versteckt halten. Auch die anderen deutschen Akteure glänzen, allen voran Daniel Brühl als cineastisch bewanderter Kriegsheld Zoller, August Diehl als blitzschlauer Gestapomann und Diane Krüger als Filmdiva Bridget von Hammersmark. Sie alle spielen tragende Rollen in dieser mit großer Geste servierten "Operation Kino" (Titel des dritten Kapitels), das sich immer wieder Auszeit von seinem Plot gönnt, um in zahllosen Referenzen an das italienische Genrekino, die Nouvelle Vague, den Film des Dritten Reichs, "Winnetou", Edgar-Wallace-Krimis ("Der rote Kreis) und nicht zuletzt Truffauts "Die letzte Metro" zu schwärmen. "Das könnte mein Meisterwerk sein", ist der letzte Dialogsatz des Films, gesprochen von Brad Pitt, der sein blutiges Werk betrachtet. Große Worte, aber ganz unrecht hat Quentin Tarantino damit nicht. ts.

Inglourious Basterds

Brillante Bösewichte, todesmutige Helden und eine unvergessliche Geschichte - Quentin Tarantinos atemberaubendes Meisterwerk schreibt ein neues Kapitel des Zweiten Weltkriegs und beweist, dass die Magie des Kinos unbesiegbar ist.

Irgendwo im von Nazis besetzten Frankreich: Shosanna Dreyfus (Mélanie Laurent) muss mit ansehen, wie ihre Familie vom "Judenjäger" Oberst Landa (Christoph Waltz) grausam hingerichtet wird. Durch Zufall kann sie entkommen und flieht nach Paris, wo sie sich als Kinobesitzerin eine neue Identität aufbaut.

Anderswo in Europa: Lt. Aldo Raine (Brad Pitt) und seine als "Bastarde" gefürchtete Spezialeinheit machen Jagd auf Nazi-Skalps. Zusammen mit der deutschen Schauspielerin und Geheimagentin Bridget von Hammersmark (Diane Kruger) schmieden sie ein Komplott: Bei einer Pariser Filmpremiere wollen sie Hitler und seine Helfer ausschalten. Doch Shosanna hat ihre eigenen Rachepläne ...

Quelle: Universal Pictures

- Erweiterte und Alternative Szenen
- "Stolz der Nation" - Kompletter Film
- Trailer

Quelle: Universal Pictures

Darsteller:  Brad Pitt   als Aldo Raine
  Mélanie Laurent   als Shosanna Dreyfus
  Christoph Waltz   als Oberst Hans Landa
  Eli Roth   als Sgt. Donnie Donowitz
  Michael Fassbender   als Sgt. Hickox
  Diane Kruger   als Bridget von Hammersmark
  Daniel Brühl   als Frederick Zoller
  Til Schweiger   als Sgt. Hugo Stiglitz
  Gedeon Burkhard   als Wilhelm Wicki
  Jacky Ido   als Marcel
  B.J. Novak   als Smithson Utivitch
  Omar Doom   als Omar Ulmer
  August Diehl   als Hellstrom
  Sylvester Groth   als Joseph Goebbels
  Martin Wuttke   als Adolf Hitler
  Mike Myers   als General Ed Fenech
  Julie Dreyfus   als Francesca Mondino
  Samm Levine   als PFC Hirschberg
  Paul Rust   als Andy Kagan
  Michael Bacall   als PFC Michael Zimmerman
  Christian Berkel   als Eric
  Jana Pallaske   als Babette
 
Regie:  Quentin Tarantino  
Buch:  Quentin Tarantino  
Kamera:  Robert Richardson  
Produzent:  Lawrence Bender  

Christoph Waltz brilliert wieder für Tarantino

Nachdem vor gut zwei Monaten bereits bekannt wurde, dass Tarantinos nächster Film definitiv ein Western sein wird, gibt es nun einen Titel ("Django Unchained"), eine Story und Christoph Waltz als Kopfgeldjäger.

Christoph Waltz reitet mit Quentin Tarantino in den Wilden Westen (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Christoph Waltz reitet mit Quentin Tarantino in den Wilden Westen (Foto: Kurt Krieger)

Christoph Waltz kann sich nach wie vor an den Früchten der Zusammenarbeit mit Quentin Tarantino bei "Inglourious Basterds" erfreuen. Seine brillante Leistung bescherte ihm neben haufenweise Drehbüchern, die seitdem in steter Regelmäßigkeit auf seinen Tisch flattern, auch noch den Oscar als bester Nebendarsteller und Tarantino als bekennenden Waltz-Fan.

Kein Wunder also, dass der Regiemeister sofort alle Hebel in Bewegung setzte, Oscar-Abräumer Waltz auch für seinen neuen Film zu begeistern. Seit Anfang März wissen wir, dass es ein Western sein wird. Mittlerweile gibt es weitere Informationen zu dem Projekt: Der Titel des von Tarantino zuvor als "Southern" beschriebenen Western lautet demnach "Django Unchained", eine Anspielung auf den Spaghetti-Western-Klassiker "Django" von 1966.

Christoph Waltz gibt auch im zweiten Tarantino-Werk den smarten Jäger

Waltz spielt einen deutschen Kopfgeldjäger, der im Süden der USA einen Sklaven befreit und diesen ebenfalls zu einem Kopfgeldjäger ausbildet. Nachdem die beiden einige Gesuchte zur Strecke gebracht haben, macht sich der ehemalige Sklave mit der Hilfe von Oscarpreisträger Waltz daran, seine Frau aus den Fängen der Sklavenbesitzer auf einer Plantage zu befreien.

Wer die Rolle des ehemaligen Sklaven übernehmen soll, ist derzeit noch nicht bekannt. Auch über die weitere Besetzung gibt es noch keine handfesten Informationen. Allerdings sind neben dem Original-"Django" Franco Nero noch Treat Williams und Keith Carradine Gerüchten zufolge im Gespräch. Drehbeginn soll im Spätsommer oder Frühherbst dieses Jahres sein. Ob Waltz diesmal die Oscar-Academy-Mitglieder als bester Hauptdarsteller überzeugen kann?

 

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