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Inglourious Basterds

Quentin Tarantinos wahnwitziger Men-on-a-Mission-Weltkriegsfilm, in dem sich ein Trupp jüdischer US-Soldaten daran macht, in einem Pariser Kino die führenden Nazis zu töten.


Inglourious Basterds (Jahr100Film)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
15.03.2012

Action/ Kriegsfilm

USA/Deutschland 2009
Laufzeit: 154 Min.
FSK: ab 16

Brad Pitt
Mélanie Laurent
Christoph Waltz

Regie: Quentin Tarantino
Universal Pictures Germany

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Inglourious Basterds (Jahr100Film)

Lt. Aldo Raine befehligt einen Trupp jüdischer Soldaten, der hinter feindlichen Linien auf französischem Boden Angst und Schrecken unter deutschen Soldaten verbreitet. Unter britischem Kommando lassen sie sich für ein Himmelfahrtskommando einspannen, führende Nazis bei einer Filmpremiere in einem Pariser Kino zu töten. Die Betreiberin des Kinos, die junge Jüdin Shosanna Dreyfuss, hat eigene Pläne für den Abend: Vor Jahren ist sie verschont worden, als Oberst Hans Landa ihre Familie massakrierte. Jetzt will sie Rache.

Jahrelang spielte Quentin Tarantino mit dem Gedanken, einen Men-on-a-Mission-Weltkriegsfilm zu drehen. Sein "Inglourious Basterds" ist dabei nicht einfach nur ein Kriegsfilm mit zahllosen Referenzen an das Genrekino, die Nouvelle Vague, "Winnetou" und Edgar-Wallace-Krimis, sondern vor allem so etwas wie Tarantinos "Cinema Paradiso", eine Liebeserklärung an die Macht des Kinos, das Böse zu besiegen. Neben Star Brad Pitt brilliert vor allem der Österreicher Christoph Waltz mit seiner in Cannes prämierten Darstellung eines Nazi-Ermittlers.

Inglourious Basterds (Jahr100Film)

Man hat den Zweiten Weltkrieg im Kino noch nie so erlebt wie in Quentin Tarantinos wild fabulierender Mär über den Triumph des Kinos über das Böse.

"Es war einmal... in Frankreich unter Besatzung der Nazis", kündigt eine Schrifttafel das erste von vier Kapiteln von "Inglourious Basterds" an. Mehr muss man nicht wissen, um sich im nunmehr sechsten Spielfilm von Quentin Tarantino zurechtzufinden: Es ist eine Verbeugung vor den Arbeiten von Sergio Leone ebenso wie ein Verweis darauf, dass man sich fortan im Reich des Märchens bewegt eine Art "Anti-,Walküre'" (O-Ton Tarantino) im Gewand eines Spaghettiwestern, in dem sich zwar Hitler und Goebbels als grob karikierte Stichwortgeber tummeln, aber historische Genauigkeit nicht das primäre Anliegen des Filmemachers ist. Im Gegenteil: Hier wird wild und fiebrig fabuliert, dass es eine Art hat. Hier sind marodierende US-G.I.s am Werk, die hinter Feindeslinien Nazis skalpieren oder mit Hakenkreuzen auf der Stirn brandmarken. Jüdische Mädchen leiten inkognito Kinos in Paris, die Filme von G.W. Pabst im Programm haben, und sinnen auf Rache an ihren Peinigern. Und SS-Offiziere delektieren sich daran, dass man sie ehrfurchtsvoll als "Judenjäger" tituliert, und gefallen sich darin, in drei - und wenn nötig vier - Sprachen Angst und Schrecken zu verbreiten. Ihnen allen räumt Quentin Tarantino entsprechend viel Platz ein in bis zum Knackpunkt lang gezogenen Szenen, die sich nach bewegten Wortgefechten, wiederholten Liebeserklärungen ans europäische Kino und ein paar gewalttätigen Einsprengseln entladen in einem Showdown, der ebenso dreist und ungeheurlich wie mitreißend ist. Nie zuvor hat es jemand so wortwörtlich genommen mit seinem unerschütterlichen Glauben daran, dass das Kino das Böse auslöschen kann.

Dabei gelingt es der beharrlich ihre Todesmelodie summenden Pulp Fiction, ständig die Erwartungen zu unterlaufen: Die eigentlichen Helden sind wütende Berserker ohne Gnade, der Bösewicht ein eleganter, faszinierender Schöngeist, die deutsche Diva arbeitet für den Widerstand, der sympathische deutsche Soldat ist ein narzisstischer Schlimmfinger. Und "Inglourious Basterds" tut so, als sei er ein Kriegsfilm, während er doch tatsächlich viel mehr Cinema Paradiso la Tarantino ist. Mit Hitler eben. Und hohem Blutzoll. Damit muss man erst einmal zurecht kommen, erwartet man sich doch den eigentlich angekündigten Men-on-a-Mission-Weltkriegsfilm im Stil von "Das dreckige Dutzend" der schließllich noch nicht einmal einmal ein Remake von Enzo G. Castellaris "Ein Haufen verwegener Hunde" aus dem Jahr 1978 ist, von dessen US-Verleihtitel sich der Titel ableitet. Diese "Inglourious Basterds" toben sich erst einmal nur ziemlich zu Beginn des Films aus, und ihr Anführer Brad Pitt kommt mit viel Glück auf vielleicht eine halbe Stunde Leinwandzeit, während Til Schweiger an seiner Seite sprach- und konturlos bleibt wie seine Gefährten, darunter Eli Roth als Baseballknüppel schwingender Bear Jew und Gedeon Burkhard in einem dennoch charismatischen Auftritt.

Viel mehr Augenmerk wird auf SS-Oberst Hans Landa gelegt, den Christoph Waltz so entwaffnend diabolisch mit teuflischem Genuss spielt, dass er schon jetzt einen Ehrenplatz in der Ahnengalerie denkwürdiger Kinoschurken sicher hat und das allein schon nach seinem ersten Auftritt in der ersten, sehr langen Szene des Films, geradewegs entlehnt bei Leone, in der er einem französischen Bauern mit leichter Hand entlockt, wo sich geflohene Juden versteckt halten. Auch die anderen deutschen Akteure glänzen, allen voran Daniel Brühl als cineastisch bewanderter Kriegsheld Zoller, August Diehl als blitzschlauer Gestapomann und Diane Krüger als Filmdiva Bridget von Hammersmark. Sie alle spielen tragende Rollen in dieser mit großer Geste servierten "Operation Kino" (Titel des dritten Kapitels), das sich immer wieder Auszeit von seinem Plot gönnt, um in zahllosen Referenzen an das italienische Genrekino, die Nouvelle Vague, den Film des Dritten Reichs, "Winnetou", Edgar-Wallace-Krimis ("Der rote Kreis) und nicht zuletzt Truffauts "Die letzte Metro" zu schwärmen. "Das könnte mein Meisterwerk sein", ist der letzte Dialogsatz des Films, gesprochen von Brad Pitt, der sein blutiges Werk betrachtet. Große Worte, aber ganz unrecht hat Quentin Tarantino damit nicht. ts.

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Im von Nazis besetzten Frankreich muss Shosanna Dreyfus mit ansehen, wie ihre Familie vom "Judenjäger" Oberst Landa hingerichtet wird. Währenddessen machen Lt. Aldo Raine und seine als "Bastarde" gefürchtete Spezialeinheit Jagd auf Nazi-Skalps. Zusammen mit der deutschen Geheimagentin Bridget von Hammersmark schmieden sie ein Komplott.

Quelle: Universal Pictures

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- Film - Die echten "Inglorious Bastards"
- Quentin Tarantinos Kamera-Engel
- u.v.m.

Quelle: Universal Pictures

Darsteller:  Brad Pitt   als Aldo Raine
  Mélanie Laurent   als Shosanna Dreyfus
  Christoph Waltz   als Oberst Hans Landa
  Eli Roth   als Sgt. Donnie Donowitz
  Michael Fassbender   als Sgt. Hickox
  Diane Kruger   als Bridget von Hammersmark
  Daniel Brühl   als Frederick Zoller
  Til Schweiger   als Sgt. Hugo Stiglitz
  Gedeon Burkhard   als Wilhelm Wicki
  Jacky Ido   als Marcel
  B.J. Novak   als Smithson Utivitch
  Omar Doom   als Omar Ulmer
  August Diehl   als Hellstrom
  Sylvester Groth   als Joseph Goebbels
  Martin Wuttke   als Adolf Hitler
  Mike Myers   als General Ed Fenech
  Julie Dreyfus   als Francesca Mondino
  Samm Levine   als PFC Hirschberg
  Paul Rust   als Andy Kagan
  Michael Bacall   als PFC Michael Zimmerman
  Christian Berkel   als Eric
  Jana Pallaske   als Babette
 
Regie:  Quentin Tarantino  
Buch:  Quentin Tarantino  
Kamera:  Robert Richardson  
Produzent:  Lawrence Bender  

Tarantino trinkt aus Thurmans Schuh

Das Bouquet dürfte umwerfend gewesen sein - ganz zu schweigen vom Abgang. Quentin Tarantino ist in Sachen Alkohol kein Kind von Traurigkeit. Deshalb nahm er auch gerne Uma Thurmans Einladung an, edlen Wein aus ihrem Schuh zu trinken.

Bekam sein Fett ab und ließ sich aus einem Schuh ein gutes Tröpfchen schmecken: Quentin Tarantino (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Bekam sein Fett ab und ließ sich aus einem Schuh ein gutes Tröpfchen schmecken: Quentin Tarantino (Foto: Kurt Krieger)

Fruchtig, gehaltvoll, mit einem Schuss Pikanterie - so lässt sich wohl der Wein beschreiben, den Quentin Tarantino im Rahmen seines Veräppelungsabends des ehrwürdigen New Yorker Friar's Clubs konsumierte. Zumindest das Tröpfchen, das der Filmemacher aus Uma Thurmans Schuh schlürfte.

Clubmitglieder und Ehrengäste wie Thurman, Rob Schneider, Sarah Silverman und Samuel L. Jackson hatten sich im Hilton Hotel eingefunden, um wie jedes Jahr üblich einen Prominenten ordentlich durch den Kakao zu ziehen. Diesmal traf es Quentin Tarantino. Nachdem die Nationalhymne den munteren Reigen eröffnet hatte, stürmte Samuel L. Jackson die Bühne und wies die Anwesenden u.a. auf Tarantinos Bewunderung für Elvis Presley hin.

Höhepunkt der schamlosen Tarantino-Veräppelung war eindeutig Uma Thurmans spontane Einladung zum Trinken.

Tarantino amüsierte sich glänzend

Nachdem Uma Quentins Qualitäten als Filmemacher rühmte, zog sie sich ihre High Heels aus, goss Wein hinein und toastete Tarantino zu. Der "Inglourious Basterd" ließ sich nicht lange bitten und nahm zusammen mit seiner "Kill Bill Vol. 1 & 2"-Hauptdarstellerin einen großen Schluck aus den edlen Latschen.

Den dürfte er auch gebraucht haben, schließlich prasselte den ganzen Abend ein böser Seitenhieb nach dem anderen auf ihn ein. Sein guter Freund Jeff Ross hielt sich ebenfalls nicht mit treffenden Spitzen zurück. So witzelte er, dass Tarantinos Name auf Italienisch "Plagiat" bedeuten würde. Und auch Quentins Aussehen nahm der Meister der spitzen Zunge auf die Schippe, nicht ohne dabei sein Können zu würdigen: "Vielen Dank dafür, dass du uns Filmtrottel ein bisschen cooler erscheinen lässt. Du hast das Gesicht des Kinos verändert. Ich wünschte, das Kino könnte sich dafür revanchieren."

Das Publikum konnte sich kaum auf den Sitzen halten. Auch Tarantino hatte sichtlich seinen Spaß an den Schmähungen seiner Kollegen.

 

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