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Leihvideo
Erhältlich seit:
27.09.2007
USA/Polen/Frankreich 2006
Laufzeit: 173 Min.
FSK: ab 12
Laura Dern
Jeremy Irons
Harry Dean Stanton
Regie: David Lynch
EuroVideo Bildprogramm

David Lynchs dreistündiges Werk fasziniert als wundersame und erschreckende Reise durch das Unterbewusstsein, wo Realitäts- und Zeitebenen miteinander verschmelzen. Ein kryptisches, exzentrisches Kunstwerk.
Der 61-jährige Regisseur finanzierte den Film nicht nur aus eigener Tasche, sondern musste in den USA auch Verleih und Vertrieb selbst übernehmen - ein wahrlich trauriger Umstand. Umso erfreulicher ist das Ergebnis seiner Arbeit, das, erstmals auf DV gedreht, unmittelbar und befreit wirkt. Und zugleich so experimentell ist wie keiner seiner Filme mehr seit seinem Debüt "Eraserhead".
Wie eine Fortsetzung von "Mulholland Drive" abzüglich der Noir-Elemente beginnt die Quintessenz seines Schaffens bei dem verblassten Star Nikki Grace (Laura Dern), der eine wohl letzte Chance auf ein Comeback erhält. Für den Regisseur Kingsley Stewart (Jeremy Irons) soll sie die Hauptrolle in einem Film an Seite von Devon Berk (Justin Theroux) übernehmen. Aber die hexenhafte Nachbarin prophezeit ihr Unheil. Schon bei den Proben zu "On High in Blue Tomorrows" häufen sich die Merkwürdigkeiten, entpuppt sich das Projekt als Remake eines nie fertiggestellten deutschen Films aus den 30ern, dessen zwei Hauptdarsteller ermordet wurden.
Hollywood wird Lynchland mit geheimnisvollen Traumeinschüben, Märchen und Szenen von polnischen Prostituierten: Subplots, die ein Eigenleben entwickeln und wie Geister herumspuken. Die Handlung wird zum Labyrinth, das durch die alptraumhaften Abgründe der Seele führt, wenngleich nicht mehr so freudianisch und sadistisch wie einst, dafür irritierender und hypnotischer.
Das Ergebnis ist kein Film im herkömmlichen Sinne, mehr ein Mysterium, ein Kunstprojekt, das vorab im Internet gezeigtes Material (die "Rabbits"-Sitcom) beinhaltet. Lynch fordert mit seiner verpuzzelten, abstrakten Erzählweise die Interpretationsvielfalt nur so heraus, schlüssige Deutungen haben es schwer, sich zu behaupten. Und von Laura Dern, die fast in jeder Einstellung zu sehen ist, verlangt er alle Nuancen ihres Könnens. Er startete für seine Muse, die schon in "Blue Velvet" und "Wild at Heart" mitspielte, gar eine Oscar-Kampagne (samt Kuh), die leider nicht für eine Nominierung reichte. Zu wünschen wäre es ihr gewesen. tk.
| Darsteller: | Laura Dern | als Nikki Grace/ Susan Blue | |
|---|---|---|---|
| Jeremy Irons | als Kingsley Stewart | ||
| Harry Dean Stanton | als Freddie Howard | ||
| Justin Theroux | als Devon Berk/ Billy Side | ||
| Ian Abercrombie | als Henry | ||
| Karolina Gruszka | als Mädchen | ||
| Peter Lucas | als Piotrek Krol | ||
| Krzysztof Majchrzak | als Phantom | ||
| Julia Ormond | als Doris Side | ||
| Regie: | David Lynch | ||
| Buch: | David Lynch | ||
| Musik: | Angelo Badalamenti | ||
| Kamera: | Odd-Geir Saether | ||
| Produzent: | David Lynch | ||
| Mary Sweeney | |||
Inland Empire in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts, Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
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