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Inland Empire

Kryptischer Dreistunden-Trip von David Lynch um eine in Schwierigkeiten steckende Schauspielerin.


Inland Empire

Leihvideo

Erhältlich seit:
27.09.2007

Thriller/ Drama

USA/Polen/Frankreich 2006
Laufzeit: 173 Min.
FSK: ab 12

Laura Dern
Jeremy Irons
Harry Dean Stanton

Regie: David Lynch
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Kryptischer Dreistundentrip von David Lynch um eine in Schwierigkeiten steckende Schauspielerin.

Ver-rückt: Justin Theroux und Laura Dern als Schauspieler Devon und Nikki (Foto: Concorde) Großansicht

Ver-rückt: Justin Theroux und Laura Dern als Schauspieler Devon und Nikki (Foto: Concorde)

Nikki Grace (Laura Dern), eine einst gefeierte Schauspielerin, wird für die Hauptrolle im neuen Film von Regisseur Kingsley Stewart (Jeremy Irons) engagiert. Kurz vor dem Dreh erfahren Nikki und ihr Co-Star Devon (Justin Theroux), dass der Film ein Remake ist.

Er wurde vor einigen Jahren schon einmal gedreht, aber nie fertiggestellt, weil die Hauptdarsteller vor dem Ende der Dreharbeiten ums Leben kamen. Bald schon beginnen für Nikki Fiktion und Realität miteinander zu verschmelzen.

Mit seinem kryptischsten, verwirrendsten Film seit seinem Debüt "Eraserhead" dürfte Kultregisseur David Lynch selbst eingefleischte Fans auf eine harte Probe stellen.

Albtraumrolle: Nikki verliert den Boden unter den Füßen (Foto: Concorde) Großansicht

Albtraumrolle: Nikki verliert den Boden unter den Füßen (Foto: Concorde)

Nur für eingefleischte Fans

Die nichtlineare Erzählweise und der ständige Perspektivwechsel des digital gedrehten Films verlangen dem Zuschauer im Verbund mit der fast dreistündigen Laufzeit alles ab.

Lynch-Muse Laura Dern ("Blue Velvet", "Wild at Heart") fasziniert mit facettenreicher Darstellung.

Inland Empire

David Lynchs dreistündiges Werk fasziniert als wundersame und erschreckende Reise durch das Unterbewusstsein, wo Realitäts- und Zeitebenen miteinander verschmelzen. Ein kryptisches, exzentrisches Kunstwerk.

Der 61-jährige Regisseur finanzierte den Film nicht nur aus eigener Tasche, sondern musste in den USA auch Verleih und Vertrieb selbst übernehmen - ein wahrlich trauriger Umstand. Umso erfreulicher ist das Ergebnis seiner Arbeit, das, erstmals auf DV gedreht, unmittelbar und befreit wirkt. Und zugleich so experimentell ist wie keiner seiner Filme mehr seit seinem Debüt "Eraserhead".

Wie eine Fortsetzung von "Mulholland Drive" abzüglich der Noir-Elemente beginnt die Quintessenz seines Schaffens bei dem verblassten Star Nikki Grace (Laura Dern), der eine wohl letzte Chance auf ein Comeback erhält. Für den Regisseur Kingsley Stewart (Jeremy Irons) soll sie die Hauptrolle in einem Film an Seite von Devon Berk (Justin Theroux) übernehmen. Aber die hexenhafte Nachbarin prophezeit ihr Unheil. Schon bei den Proben zu "On High in Blue Tomorrows" häufen sich die Merkwürdigkeiten, entpuppt sich das Projekt als Remake eines nie fertiggestellten deutschen Films aus den 30ern, dessen zwei Hauptdarsteller ermordet wurden.

Hollywood wird Lynchland mit geheimnisvollen Traumeinschüben, Märchen und Szenen von polnischen Prostituierten: Subplots, die ein Eigenleben entwickeln und wie Geister herumspuken. Die Handlung wird zum Labyrinth, das durch die alptraumhaften Abgründe der Seele führt, wenngleich nicht mehr so freudianisch und sadistisch wie einst, dafür irritierender und hypnotischer.

Das Ergebnis ist kein Film im herkömmlichen Sinne, mehr ein Mysterium, ein Kunstprojekt, das vorab im Internet gezeigtes Material (die "Rabbits"-Sitcom) beinhaltet. Lynch fordert mit seiner verpuzzelten, abstrakten Erzählweise die Interpretationsvielfalt nur so heraus, schlüssige Deutungen haben es schwer, sich zu behaupten. Und von Laura Dern, die fast in jeder Einstellung zu sehen ist, verlangt er alle Nuancen ihres Könnens. Er startete für seine Muse, die schon in "Blue Velvet" und "Wild at Heart" mitspielte, gar eine Oscar-Kampagne (samt Kuh), die leider nicht für eine Nominierung reichte. Zu wünschen wäre es ihr gewesen. tk.

Darsteller:  Laura Dern   als Nikki Grace/ Susan Blue
  Jeremy Irons   als Kingsley Stewart
  Harry Dean Stanton   als Freddie Howard
  Justin Theroux   als Devon Berk/ Billy Side
  Ian Abercrombie   als Henry
  Karolina Gruszka   als Mädchen
  Peter Lucas   als Piotrek Krol
  Krzysztof Majchrzak   als Phantom
  Julia Ormond   als Doris Side
 
Regie:  David Lynch  
Buch:  David Lynch  
Musik:  Angelo Badalamenti  
Kamera:  Odd-Geir Saether  
Produzent:  David Lynch  
  Mary Sweeney  

Drei Lynch-Filme erstmals auf Blu-ray

Fans des Regisseurs David Lynch können sich auf den 5. Mai freuen: Dann erscheinen "Lost Highway", "Mulholland Drive" und "Inland Empire" erstmals auf Blu-ray.

Anfang Mai erstmals auf Blu-ray: "Lost Highway" (Foto: Senator) Großansicht

Anfang Mai erstmals auf Blu-ray: "Lost Highway" (Foto: Senator)

Fans des Regisseurs David Lynch können sich auf den 5. Mai freuen: Dann veröffentlicht Concorde Home Entertainment "Lost Highway", "Mulholland Drive" und "Inland Empire" erstmals auf Blu-ray.

Während "Lost Highway" auch als Einzel-Titel auf dem HD-Format erhältlich sein wird, feiern "Mulholland Drive" und "Inland Empire" ihre Blu-ray-Premiere in der zeitgleich erscheinenden "David Lynch Box", die darüber hinaus auch "Lost Highway" enthält. Die Box mit den drei Lynch-Filmen erscheint auch auf DVD.

 

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