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Inside Deep Throat

Von Brian Grazer produzierte Dokumenation über die politischen und menschlichen Folgen des 70er-Jare-Porno-Meilensteins "Deep Throat".


Inside Deep Throat

Leihvideo

Erhältlich seit:
12.01.2006

Dokumentarfilm

USA 2004
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 16

Peter Bart
Carl Bernstein
Tony Bill

Regie: Fenton Bailey, ...
Highlight Communications (Deutschland)

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Enthüllungsdoku über den erfolgreichsten Pornofilm aller Zeiten, produziert von Oscar-Preisträger Brian Grazer ("A Beautiful Mind").

Hysterie um "Deep Throat": Lichtspielhäuser wurden belagert (Foto: Constantin) Großansicht

Hysterie um "Deep Throat": Lichtspielhäuser wurden belagert (Foto: Constantin)

Deep Throat ist wieder in aller Munde! Nicht nur, weil sich jüngst der mysteriöse Informant der Watergate-Affäre zu erkennen gab. Auch jener Pornofilm von 1972, der dem Insider einst seinen Decknamen gab, sorgt erneut für Wirbel. Mit "Inside Deep Throat" rollen die preisgekrönten Dokufilmer Randy Barbato und Fenton Bailey die Ereignisse um den berühmt-berüchtigten Erotikstreifen neu auf.

Gedreht für ein Budget von 25.000 US-Dollar, das angeblich aus Mafiakreisen stammte, avancierte "Deep Throat" über Nacht zum Kultfilm und spielte sagenhafte 600 Mio. Dollar ein. Ein Massenerfolg, der hitzige Debatten über sexuelle Freiheit auslöste und die US-Justiz auf den Plan rief.

Linda Lovelace bringt Männerherzen zum kochen (Foto: Constantin) Großansicht

Linda Lovelace bringt Männerherzen zum kochen (Foto: Constantin)

Die nackte Wahrheit

Der Film landete auf dem Index, Kinobesitzer wurden verklagt und die Hauptdarsteller an den Pranger gestellt. 30 Jahre später verraten nun Beteiligte aus Filmcrew, Kinobranche und Staatsanwaltschaft die ganze Wahrheit über jenen sagenumwobenen Pornostreifen, der auszog, um zum Phänomen zu werden.

Inside Deep Throat

In sechs Tagen in einem Hotelzimmer für 25.000 Dollar mit Mafiageldern gedreht, avancierte die Pornokomödie "Deep Throat" 1972 zu einem weltweiten Hit, drang als erster Hardcore-Film in Kinos außerhalb der Bahnhofsmeilen vor, machte den Porno "chic" und spielte schätzungsweise weltweit 600 Mio. Dollar ein, von denen die Macher fast nichts sahen. Von diesem filmhistorischen Kapitel ausgehend, entwickeln die Dokumentarfilmer Fenton Bailey und Randy Barbato an Hand von Interviews, Dokumenten und Anekdoten ein äußerst komisches Panorama der kulturellen, ästhetischen, politischen, juristischen, massenmedialen, kriminellen und ideologischen Hintergründe der Zeit.

Das alles in einem 60-Minüter, dessen Regisseur Gerard Damiano zu Anfang sagt, der Film sei schlecht. Aber skurril. "Deep Throat" kreist um eine Frau, die ihre Klitoris im Halt hat und mit Blow Jobs orale Künste wie eine Schwertschluckerin demonstriert. Der klitorale Orgasmus an der falschen Stelle, das hat was von einem Woody-Allen-Witz und war zu der Zeit geradezu staatsgefährdend. Die entsprechende Szene wird kurz zitiert, dann taucht der Film selbst tief in die Zeitgeschichte. "Deep Throat" entstand zur Zeit von sexueller Revolution, sozialer Liberalisierung Vietnamkrieg, Feminismus der ersten Generation, 68-er Bewegung, Studentenrevolten und Gegenkultur: eine wilde Zeit, die die Macher mit Blitzmontagen erstaunlich treffend in den Griff bekommen.

Hauptdarstellerin Linda Lovelace (1949 - 2002), die in ihren Memoiren "Ich packe aus" und "Ich bin frei" berichtete, sie sei vom ersten Ehemann Chuck Traynor mit Prügel und Perversionen zu diesem und anderen Filmen ("Linda Lovelace bläst zum Wahlkampf") gezwungen worden, wurde zeitweilig weltberühmt und ließ sich feiern. Sie löste sich unter Einfluss der Feministin Gloria Steinem von der Pornoindustrie, ließ sich scheiden, heiratete wieder und kam verarmt und vereinsamt bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Der Mafiaclan der Perainos und Hauptdarsteller Harry Reems, einer der Großen des Genres, wurden wegen Verbreitung von Pornografie verurteilt. Promis und Intellektuelle wie Gore Vidal und Jack Nicholson stellten sich demonstrativ in die Besucherschlangen, verteidigten ihr Recht auf Porno. Einer, der den Film gerichtlich zur Strecke bringen wollte und ironischerweise durch den (kürzlich enttarnten) Watergate-Informanten "Deep Throat" zu Fall kam, war Präsident Richard M. Nixon. Das alles und noch viel mehr ist in dem grandiosen Dokumentarfilm zu besichtigen, der Sensation, Spekulation und Spaß gekonnt verschluckt. ger.

Darsteller:  Peter Bart   als Peter Bart
  Carl Bernstein   als Carl Berstein
  Tony Bill   als Tony Bill
  Ralph Blumenthal   als Ralph Blumenthal
  Barbara Boreman  
  Helen Gurley Brown   als Helen Gurley Brown
  Susan Brownmiller   als Susan Brownmiller
  Lenny Camp   als Lenny Camp
  Patsy Carroll  
  Dick Cavett   als Dick Cavett
  Wes Craven   als Wes Craven
  Gerard Damiano   als Gerard Damiano
  Alan M. Dershowitz   als Alan Dershowitz
  Larry Flynt   als Larry Flint
  Al Goldstein   als Al Goldstein
  John Gorman   als John Gorman
  Hugh M. Hefner   als Hugh Hefner
 
Regie:  Fenton Bailey  
  Randy Barbato  
Buch:  Fenton Bailey  
  Randy Barbato  
Musik:  David Steinberg  
Kamera:  David Kempner  
  Teodoro Maniaci  
Produzent:  Brian Grazer  
  Fenton Bailey  
  Randy Barbato  
 

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