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Brisanter authentischer Thriller um skandalöse Praktiken großer Industrie- und Medienkonzerne und dem Kampf zweier Männer für Integrität und Gerechtigkeit.


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Erhältlich seit:
06.11.2008

Originaltitel: The Insider

Drama

USA 1999
Laufzeit: 151 Min.
FSK: ab 6

Al Pacino
Russell Crowe
Christopher Plummer

Regie: Michael Mann
Highlight Communications (Deutschland)

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Dr. Jeffrey Wigand war bis vor kurzem als hochrangiger Angestellter bei einem Zigaretten-Konzern beschäftigt. Jetzt erklärt er sich bereit, in der Nachrichtensendung "60 Minutes" über die illegalen Geschäftspraktiken seines Ex-Arbeitgebers auszusagen. Doch als der allmächtige Boss der TV-Station CBS beschließt, das Interview aus "wirtschaftlichen" Gründen nicht auszustrahlen, bricht nicht nur für Wigand, sondern auch für "60 Minutes"-Moderator Lowell Bergman eine Welt zusammen.

In seinem aktuellen Werk beleuchtet Ausnahme-Regisseur Michael Mann ("Heat") die skrupellosen Machenschaften des Tabak-Industrie und wirft gleichzeitig einen Blick hinter die Kulissen des US-Fernsehens. Getragen vom grandiosen Spiel Russell Crowes ("Gladiator") und des Oscar-Preisträgers Al Pacino markiert dieser für sieben Oscars nominierte Thriller einen Meilenstein in der jüngeren Filmgeschichte.

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Seinem packenden Kriminaldrama "Heat" läßt Regisseur Michael Mann vier Jahre danach einen explosiv-intensiven Thriller über teerschwarze Machenschaften in der Zigarettenindustrie mit Blick hinter die Kulissen einer korrupten Medienmaschinerie nachfolgen. Erzählt wird die authentische Geschichte eines Insiders, der dem renommierten Nachrichtenfernsehmagazin "60 Minutes" unter Einsatz seines Lebens skandalöse Praktiken der Tabakkonzerne enthüllte, um anschließend im Zuge geschäftsinterner Bedenken des TV-Senders im Stich gelassen zu werden. Getragen wird das atmosphärische Moral-Epos von den überragenden Darstellerleistungen Russell Crowes und Al Pacinos.

Das von Mann mitverfasste, vielschichtige Drehbuch beruht auf dem Artikel "The Man Who Knew Too Much" von Marie Brenner im Magazin Vanity Fair aus dem Jahre 1996. Darin wurde die moralische, finanzielle und familiäre Totaldestruktion des ehemaligen Forschungsleiters des Brown & Williamson-Konzerns, Dr. Jeffrey Wigand, geschildert, nachdem er mit seinem Wissen über die gezielte chemische Erhöhung des Nikotingehalts und der damit verbundenen Suchtsteigerung an die Öffentlichkeit trat. Dies erwies sich als besonders brisant im Licht einer Schadensklage gegen Zigarettenhersteller, deren Geschäftsführer kurz zuvor einem Kongresskomittee gegenüber ausgesagt hatten, daß ihr Produkt nicht süchtig mache und sie somit keiner Haftung unterliegen würden. Der in die Enge getriebene Mittelklasse-Jedermann Wigand wird im Film hervorragend von einem mit Übergewicht und blondgrauen Haaren fast nicht wieder zu erkennenden Russell Crowe ("L.A. Confidental") mit der schwelenden Wut eines wilden Stieres gespielt. Der zunächst zurückhaltende, da seinem ehemaligen Arbeitgeber vertraglich zu Stillschweigen verpflichtete Informant wird vom hyperaktiven "60 Minutes"-Über-Produzenten Lowell Bergman (Pacino verströmt aus jeder Pore Aufrichtigkeit und noble Ehrenhaftigkeit) zu seiner Aussage bewegt. Die Folgen sind verheerend: Über Wigand bricht eine schmutzige Rufmordkampagne herein, er wird mit Morddrohungen überhäuft, aufgrund des wachsenden Drucks wird er von seiner Frau verlassen und ist schließlich selbst dem Selbstmord nahe, als der CBS-Sender sein Interview, für das sein Leben vor die Hunde gegangen ist, aus der Sendung schneidet, um einer Klage der Zigarettenkonzerne zu entgehen. Doch die New York Times bekommt aus zuverlässiger Quelle Wind von der himmelschreienden Geschichte und setzt mit ihrer Veröfftlichung etliche Hebel in Bewegung.

Mann erzählt eine klassische David-gegen-Goliath-Saga, die auf zwei Ebenen ausgeweitet wurde. Auf der einen Seite stehen seine beiden Helden Wigand und vor allem Bergman, Männer ihres Wortes, die für Integrität und Moralbewußtsein stehen. Ihre schier unbezwingbaren Opponenten auf der anderen Seite sind das profitgierige Big Business - die Tabakindustrie und das Mediengeschäft - die letztlich durch die couragierte Bereitschaft zur Selbstaufopferung in die Knie gezwungen werden können. Mann versteht es dabei, selbst aus den banalsten Details, wie dem Hin und Her von Faxbotschaften, ein Maximum an Spannung herauszuquetschen. Eine Reihe von exzellenten Nebendarstellern - allen voran Christopher Plummer als arrogant-opportunistischer Nachrichtenmoderator Mike Wallace - verleihen dem beklemmenden Orwellschen Thriller zusätzliche Tiefe. Mit dem Einsatz von bedeutungsschwerer Stille wird zudem mehrmals die trübsinnige Schicksalshaftigkeit einzelner Entscheidungen unterstrichen. Bei einer Länge von 157 Minuten verlangt das bestechend exquisit gefilmte Moraldrama einen langen Atem von seinem Publikum, doch wird auch mit einem cineastischen Produkt feinster Machart aufgewartet - wie nicht anders zu erwarten von dem Macher von "Der letzte Mohikaner" und "Heat", der einmal mehr beweist, daß Qualität und Intelligenz durchaus Platz haben in hochmodernem Entertainment. ara.

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Dr. Jeffrey Wigand (Russell Crowe) arbeitet als Wissenschaftler in der Forschungsabteilung für einen
amerikanischen Tabakkonzern. Nachdem er bei der Konzern-Leitung Bedenken bezüglich der Ver-
wendung von Abhängigkeit erzeugenden Zusatzstoffen bei der Zigaretten-Produktion äußert,
wird er entlassen. Nach seinem Rauswurf, spielt er mit dem Gedanken seine brisanten Informationen
weiter zugeben. Der TV Produzent Lowell Bergman (Al Pacino) von der CBS Show "60 Minutes" will
den Wissenschaftler in seine Sendung bringen. Doch damit ist Wigand im Fadenkreuz der Industrie,
die ihn finanziell und juristisch unter Druck setzt.

Quelle: Highlight

Darsteller:  Al Pacino   als Lowell Bergman
  Russell Crowe   als Dr. Jeffrey Wigand
  Christopher Plummer   als Mike Wallace
  Diane Venora   als Liane Wigand
  Philip Baker Hall   als Don Hewitt
  Lindsay Crouse   als Sharon Tiller
  Debi Mazar   als Debbie De Luca
  Stephen Tobolowsky   als Eric Kluster
  Colm Feore   als Richard Scruggs
  Bruce McGill   als Ron Motley
  Gina Gershon   als Helen Caperelli
  Michael Gambon   als Thomas Sandefur
  Rip Torn   als John Scanlon
  Lynne Thigpen   als Frau Williams
  Hallie Kate Eisenberg   als Barbara Wigand
  Michael Paul Chan   als Norman, der Kameramann
  Linda Hart   als Frau Wigand
  Robert Harper   als Mark Stern
  Nestor Serrano   als FBI Agent Robertson
  Pete Hamill   als N. Y. Times Reporter
  Wings Hauser   als Tobacco Lawyer
  Cliff Curtis   als Sheikh Fadlallah
  Renee Olstead   als Deborah Wigand
  Michael Moore  
 
Regie:  Michael Mann  
Buch:  Eric Roth  
  Michael Mann  
Musik:  Lisa Gerrard  
  Pieter Bourke  
Kamera:  Dante Spinotti  
Produzent:  Michael Mann  
  Pieter Jan Brugge  
 

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