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Insidious

Atmosphärischer Spukhaushorror vom "Saw"-Team.


Insidious

Leihvideo

Erhältlich seit:
24.11.2011

Horror

USA 2010
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 16

Patrick Wilson
Rose Byrne
Barbara Hershey

Regie: James Wan
Universal Pictures Germany

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Insidious

Gerade sind die Lamberts in ein altes Anwesen gezogen, da stellt Mutter Renai fest, dass in ihren vier Wänden nicht alles mit rechten Dingen zugehen kann. Dann fällt auch noch Sohn Dalton nach einem Sturz in ein Koma, das sich die Ärzte nicht erklären können. Als er aus der Klinik nach Hause verlegt wird, intensiviert sich der Schrecken. Renai überredet ihren Mann Josh zum Auszug. Doch auch im neuen Haus wird die Familie wieder heimgesucht. Das Paar sucht verzweifelt Hilfe bei Parapsychoprofis.

Klassisch erzählter, ernster Spukhaushorror vom "Saw"-Team, das statt auf Gewalt auf Atmosphäre setzt und dabei insbesondere von seinen starken Darstellern (Rose Byrne und Patrick Wilson als Paar und Lin Shaye als Medium) profitiert. James Wan und Co. steigern kontinuierlich das Gruselgefühl zum nackten Grauen und entführen schließlich in eine farbentsättigte Albtraumwelt. In den USA ein echter Überraschungshit im Kino.

Insidious

Atmosphärischer Spukhaushorror vom "Saw"-Team. Statt auf Gewalt setzt es auf eine starke Dosis dunkler Schreckensphantastik und bietet damit soliden Thrill mit ausgefallenem Drall.

"Saw" ist vollendet, die Folterinstrumente bleiben unter Verschluss, Zeit für dämonische Heimtücke. Schon 2007 scherte das Gespann der Sägen-Saga, James Wan und sein Schreiber Leigh Whannell aus, um zwischendurch mit "Dead Silence" ein klassisches Gothic-Schauerstück zu präsentieren. Und auch "Insidious" steht in Opposition zu den sieben Blutwerken der beiden aber auch postmodernen Mordsspäßen wie "Scream 4": Der Film ist ein ernstgemeinter Horrorschocker nach klassischer Schule ohne die gängigen Modernismen.

Gerade sind die Lamberts in ein altes Anwesen gezogen und leben noch aus dem Umzugskarton, da stellt die dreifache Mutter Renai (Rose Byrne) schon paranormale Aktivitäten fest: Türen schwingen auf, Gegenstände bewegen sich wie von Geisterhand. Ihrem Sohn Dalton (Ty Simpkins) wird seine Neugier zum Verhängnis - nach einem Leitersturz auf dem Dachboden fällt er in ein für die Ärzte unbegreifliches Koma, aus dem er nicht mehr erwacht. Drei Monate später, als er von der Klinik nach Hause verlegt wird, intensiviert sich der Schrecken: Nach unheimlichen Geräuschen aus dem Babyphone, Gestalten im Kinderzimmer und blutigen Handabdrücken überredet die deprimierte Renai ihren skeptischen Mann Josh (Patrick Wilson) zum Auszug. Allein, es hilft nichts. Denn nicht das Haus, sondern der komatöse Junge wird heimgesucht. Die Familie muss sich, im wörtlichen Sinne, ihren Dämonen stellen.

Und wen ruft man da? Die Ghostbusters. Spätestens hier ringt der Film damit, nicht zur Komödie zu geraten. Die drei Parapsychoprofis verorten durch ihr Medium (Genre-Veteranin Lin Shaye, "Nightmare -Mörderische Träume") den Astralkörper des Jungen in einer Zwischenwelt, wo er die Seelen Verstorbener anlockt, und eine mächtige parasitäre Entität. Der im Abspann als "lipstick-face demon" geoutete Dämon ist nicht zufällig dort, sondern aufgrund einer vererbten Gabe, über die Joshs Mutter Lorraine (Barbara Hershey, seit "Black Swan" wieder präsent) aufklärt. Dieses Wissen und Hypnose ermöglichen eine Rettungsmission in die düster designte Jenseitswelt, die das farbreduzierte Geisterdrama zwar nicht um allzu originelle, aber zumindest ordentliche Aspekte bereichert. Mögen hier auch alle Stärken und Schwächen des Haunted House Movies versammelt sein, es ist der auf sorgfältige Atmosphäre bedachte Stil, die stete Steigerung von schwelendem Unheil zu nacktem Grauen und ein konsequent finsteres Ende, das Genre-Fans mehr als zufrieden stellen sollte.

tk.

Darsteller:  Patrick Wilson   als Josh Lambert
  Rose Byrne   als Renai Lambert
  Barbara Hershey   als Lorraine Lambert
  Lin Shaye   als Elise Reiner
  Ty Simpkins   als Dalton Lambert
  Andrew Astor   als Foster Lambert
  Leigh Wannell   als Specs
  Angus Sampson   als Tucker
  Arielle Brachfeld   als Tess
  Derrick Oliver   als Ghoul
  Ruben Pla   als Dr. Sercarz
  Jeannette Sousa   als Dr. Trimble
  Chelsea Tavares   als Terri
 
Regie:  James Wan  
Buch:  Leigh Whannell  
Musik:  Joey Bishara  
Kamera:  David M. Brewer  
  John R. Leonetti  
Produzent:  Jason Blum  
  Oren Peli  
  Steven Schneider  
 

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