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Insomnia - Schlaflos

Psychologischer Thriller über einen von Schlaflosigkeit geplagten Meistercop, der in Alaska einen Mordfall untersuchen soll.


Insomnia - Schlaflos

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Erhältlich seit:
20.03.2003

Originaltitel: Insomnia

Thriller

USA 2002
Laufzeit: 113 Min.
FSK: ab 16

Al Pacino
Robin Williams
Hilary Swank

Regie: Christopher Nolan
Warner Home Video Germany

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Christopher Nolans faszinierend-düsterer Psychotrip zeigt die Topstars Al Pacino und Robin Williams von der ungemütlichen Seite.

Schundautor Walter Finch erweist sich für Will Dormer als harter Brocken Großansicht

Schundautor Walter Finch erweist sich für Will Dormer als harter Brocken

Jeder kennt die Stunden, in denen man einfach keinen Schlaf finden kann. Bleibt er auf Dauer fern, so fehlt dem Körper die Regenerationsmöglichkeit und "Insomnia" wird zum ernsthaften Problem. In Christopher Nolans neuestem Film, der nun DVD-technisch aufgepeppt zu haben ist, bekommt LAPD-Detective Will Dormer (Al Pacino) die Folgen des Schlafentzugs zu spüren.

Die Mitternachtssonne in einer Kleinstadt Alaskas, in der er sich wegen einer Mordermittlung aufhält, lässt den Cop kein Auge zutun. Als auch noch sein Kollege zu Tode kommt und der Hauptverdächtige (Robin Williams) ihn erpresst, gerät Dormer in einen Teufelskreis aus Halluzination, Hilflosigkeit und Angst...

Wie in "One Hour Photo" ist Robin Williams als Psychopath clever gegen den Strich besetzt, Al Pacino strahlt eine ergreifende Hoffnungslosigkeit aus und Oscar-Preisträgerin Hilary Swank schafft einen wohltuenden Ausgleich zwischen den Filmgiganten. Fazit: "Memento"-Regisseur Nolan hat in seinem atmosphärisch herausragenden Werk viel gewagt und alles gewonnen.

Die in den DVD-Extras enthaltenen Produktionstagebücher geben denn auch einen interessanten Einblick in die Arbeitsweise des Filmemachers. Dazu gibt's auf dem Silberling noch die Bonus-Dokumentation "Eyes Wide Open" und zahlreiche weitere interessante Features, sodass Suspense-Fans und Anhänger handwerklich perfekter Unterhaltung voll auf ihre Kosten kommen.

Insomnia - Schlaflos

Vom Gedächtnisschwund zur Schlaflosigkeit: Regisseur Christopher Nolan haben es Konditionen angetan, die das geistige Urteilsvermögen der Protagonisten zerrütten. Befasste sich sein rückwärts erzählter Neo-Noir-Kulthit "Memento" noch mit mangelndem Erinnerungsvermögen, wird das Handeln der Hauptfigur in seinem neuen Psychothriller "Insomnia" von fehlendem Schlaf beeinflusst. Mit dem exzellenten Remake des gleichnamigen norwegischen Films von 1997 erweist sich der 31-Jährige als Regietalent mit Bestand, der seiner hochkarätigen Besetzung, bestehend aus den Oscar-Preisträgern Al Pacino, Robin Williams und Hilary Swank, fantastische Leistungen entlockt.

Seinen Debütfilm "Following" realisierte Nolan für 6000 Dollar, seine filmische Visitenkarte "Memento" (Oscar-Nominierungen für Drehbuch und Schnitt) kostete 4,5 Mio. Dollar. Für seine erste Hollywood-Produktion über Mord, Manipulation und Moral stand dem Briten jetzt ein Budget von 50 Mio. Dollar zur Verfügung. Dies ist nicht unerheblich dem Einfluss seines Mentors Steven Soderbergh ("Ocean's Eleven") zu verdanken, der bei "Insomnia" neben George Clooney als ausführender Produzent auftritt. Das Drehbuch wurde von dem Newcomer Hillary Seitz adaptiert und verlegt die Story über das Moraldilemma eines Meisterdetektivs von Skandinavien nach Alaska, wo die Sonne in den Sommermonaten ebenfalls nie untergeht. Gleich mit den ersten Einstellungen eines Flugzeugs, das über eine faszinierende blausilberne Eislandschaft gleitet, wird der Zuschauer von der erdrückenden Bildgewalt bei gleichzeitig melancholischer Klanguntermalung hypnotisch in den Bann gezogen. Detective Will Dormer (Pacino) und sein Partner Hap Eckhart (Martin Donovan) kommen von Los Angeles in das winzige Städtchen Nightmute, um den örtlichen Behörden bei der Aufklärung eines Mordes an einem 17-jährigen Mädchen behilflich zu sein. Am Abend ihrer Ankunft teilt Eckhart seinem Partner mit, dass er bei der derzeitigen Internal-Affairs-Untersuchung wegen ihrer Indizienmanipulation gegen ihn aussagen wird. Dormer findet keinen Schlaf, da ihn das Sonnenlicht, das deutlich als Metapher für sein Gewissen fungiert, nicht zur Ruhe kommen lässt. Kurze Zeit später stellen die beiden Cops dem Killer eine Falle in einer abgelegenen Hütte, doch im desorientierenden Nebel erschießt Dormer versehentlich seinen Partner. Dormer schaltet schnell und schiebt die Tat dem entkommenen Mörder (Williams) in die Schuhe. Dieser meldet sich alsbald telefonisch bei seinem Gegenspieler. Er hat den Vorgang beobachtet und will Dormer erpressen, seinen Mord dem Exfreund des toten Mädchens anzuhängen. Ein verstörendes Katz-und Mausspiel entfaltet sich, bei dem Dormers angeschlagene Integrität immer stärker auf den Prüfstand gerät.

Nolan zeigt meisterlich die von der anhaltenden Schlaflosigkeit herbeigeführten eskalierenden Entgleisungen, die von kurzen Aussetzern zu regelrechten Halluzinationen reichen. Pacino vollbringt eine Glanzleistung bei der Darstellung des allmählichen Zerfalls seiner Figur - jeder Blick, jede Geste, jede Intonation sitzt einfach perfekt. Williams, der sich mit seinen aktuellen Rollen in "Death To Smoochie" und dem kommenden "One Hour Photo" sichtbar seines angeschmalzten Images entledigen möchte, überzeugt als der verweichlicht-unreife Krimiautor Walter Finch, der auf Ablehnung mit tödlichem Zorn reagiert. Hilary Swank hingegen muss sich mit einer Rolle am Randfeld zufriedengeben: Sie spielt die unerfahrene Neupolizistin Ellie Burr, die Dormer zunächst idealisiert, doch mit Fortschreiten der Handlung zunehmend skeptischer wird. Die Moralfabel über einen an sich guten Cop, der zu bösen Mitteln greift, wechselt bedächtig-beharrliche Strecken mit Charakterstudien mit aufpeitschenden Actionmomenten (die Unterwasserszene mit den Baumstämmen ist gigantisch in ihrer schieren Wucht) ab. Damit bleiben die Suspense-Zügel stets straff gespannt: Einschlafen wird bei dieser cineastischen Tour-de-Force sicherlich keiner. ara.

Insomnia - Schlaflos

Der erfahrene Detective Dormer und sein Partner Hap reisen in ein verschlafenes Städtchen in Alaska, einem Ort, wo die Sonne niemals untergeht. Die beiden sollen den Mord an einer 17-Jährigen untersuchen. Gleich am ersten Abend eröffnet Hap seinem Kollegen, dass er bei internen Untersuchungen gegen ihn aussagen wird. Als sie wenig später dem Killer eine Falle stellen, erschießt Dormer im dichten Nebel versehentlich seinen Partner. In die Enge getrieben, schiebt er die Schuld auf den Mörder. Der meldet sich bald darauf bei ihm und zwingt Dormer ein ausgeklügeltes Katz-und-Maus-Spiel auf. Die Situation spitzt sich zu als auch noch die intelligente Nachwuchspolizistin Ellie Burr sein Vorgehen in Frage stellt. Verbrechen schläft nicht. Und es ist nicht nur die Mitternachtssonne die Dormers Schlaflosigkeit provoziert - hier geht es um seinen eigenen Kopf ...
Regietalent Christopher Nolan inszenierte einen Psychothriller mit hochkarätiger Besetzung die Oscar-Preisträger Al Pacino, Robin Williams und Hilary Swank in Höchstform.

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Al Pacino   als Will Dormer
  Robin Williams   als Walter Finch
  Hilary Swank   als Ellie Burr
  Maura Tierney   als Rachel Clement
  Martin Donovan   als Hap Eckhart
  Nicky Katt   als Fred Duggar
  Paul Dooley   als Chief Charles Nyback
  Jonathan Jackson   als Randy Stetz
  Larry Holden   als Farrell
  Jay Brazeau   als Francis
  Lorne Cardinal   als Rich
  Katharine Isabelle   als Tanya Francke
  Crystal Lowe   als Kay Connell
  Tasha Simms   als Mrs. Connell
 
Regie:  Christopher Nolan  
Buch:  Hillary Seitz  
Musik:  David Julyan  
Kamera:  Wally Pfister  
Produzent:  Paul Junger Witt  
  Edward L. McDonnell  
  Broderick Johnson  
  Andrew A. Kosove  

Robin Williams in "The Big White"

Robin Williams hat nach seinen Ausflügen ins Thrillerfach anscheinend Gefallen an dunklen Charakteren gefunden. In der schwarzen Komödie "The Big White" klaut er jetzt sogar eine Leiche.

Stolz auf Imagewechsel:<br />Robin Williams

Stolz auf Imagewechsel:<br />Robin Williams

Robin Williams spielt einen Reisekaufmann, dessen Frau an dem Tourette Syndrom erkrankt ist. Er ist davon überzeugt, dass ein Umzug in den warmen Süden ihr Leben erleichtern könnte. Um das nötige Kleingeld aufzutreiben, plant er einen Versicherungsbetrug. Er stiehlt eine Leiche und behauptet, dass sein lange vermisster Bruder wieder aufgetaucht ist. Doch bevor die Lebensversicherung zahlt, tauchen zwei Auftragskiller auf, die den Leichnam verschwinden lassen sollen.

Vorbei sind also die Zeiten, in denen Williams als Peter Pan in "Hook" und als "Mrs. Doubtfire" Filme für die ganze Familie machte. Zwiespältige Rollen scheinen den 1997 zum "funniest man alive" gewählten Schauspieler magisch anzuziehen. So zeigte Williams in den beiden Thrillern "Insomnia" und "One Hour Photo" seine dunkle Seite.

Der ehemalige "Saturday Night Life"-Comedian gesteht: "Rollen, wie in 'One Hour Photo', will ich jetzt öfter spielen. Sie faszinieren mich. Es geht mir darum, das Image, das die Öffentlichkeit von mir hat, zu verändern." Das dürfte ihm als Leichendieb sicherlich nicht schwerfallen.

Mittlerweile steht auch schon fest, wer "The Big White" inszenieren wird: Mark Mylod, der mit seinem Debüt "Ali G in da House" Millionen in die Kinos lockte, wird im Regiestuhl Platz nehmen.

 

Insomnia - Schlaflos in der Fotoshow

 

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