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Iris

Packendes Drama über die britische Literatin Iris Murdoch, deren Ehemann nach ihrer Alzheimer-Erkrankung verzweifelt um die Liebe seines Lebens kämpft.


Iris

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Erhältlich seit:
17.04.2003

Drama

USA/Großbritannien 2001
Laufzeit: 87 Min.
FSK: ab 6

Dame Judi Dench
Jim Broadbent
Kate Winslet

Regie: Richard Eyre
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Richard Eyres Alzheimer-Drama besticht dank tadelloser Schauspielleistungen von Judi Dench und Kate Winslet.

Kate Winslet als junge Iris Murdoch

Kate Winslet als junge Iris Murdoch

Nach John Bayleys Memoiren erzählt der britische Theaterregisseur John Eyre die Geschichte einer alles überwindenden Liebe. Trotz ihrer turbulenten, oft von heftigen Streitereien und Eifersüchteleien geprägten Beziehung bleiben die resolute, bisexuelle Schriftstellerin Iris Murdoch und der linkische, ihr treu ergebene Literaturkritiker John Bayley ein Paar.

Die Jahre voller Höhen und Tiefen haben den Schöngeist und die emanzipierte Autorin zusammengeschweißt. Bis schließlich ihre Beziehung der schwersten Belastungsprobe überhaupt ausgesetzt wird: Iris erkrankt an Alzheimer. Doch John ist trotz aller Entbehrungen und Schwierigkeiten nicht bereit, die Liebe seines Lebens kampflos aufzugeben...

In seinem bewegenden Porträt einer unerschütterlichen Beziehung lässt Richard Eyre Vergangenheit und Gegenwart nahtlos ineinander fließen. Ihm gelang ein wunderbarer Film, weniger bedrückendes Schicksalsdrama als eine dramaturgisch wie darstellerisch begeisternde Verbeugung vor der großen Liebe.

Neben Kate Winslet ("Titanic") und Oscar-Preisträgerin Judi Dench ("Elizabeth") als junge bzw. alte Iris begeistert Jim Broadbent ("Moulin Rouge"), der für seinen Part des schrulligen, alten John ganz zu Recht sowohl mit einem Oscar als auch einem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Hugh Bonneville, der bereits in "Notting Hill" zu bewundern war, wurde der Part des schüchternen Verehrers in jungen Jahren übertragen. Ein großes Werk großer Emotionen.

Iris

Mit einem höchst ungewöhnlichen Ansatz nähert sich der britische Theatergigant Richard Eyre dem Leben der gefeierten Literatin und Philosophin Iris Murdoch, die 1999 ihrer Alzheimer-Erkrankung erlag. Nach Motiven der beiden Memoiren ihres Ehemanns John Bayley verzichtet er gezielt auf das Abhaken biographischer Eckdaten, sondern beschreibt im Spannungsfeld zwischen Gegenwart und Rückblenden eine Liebes- und Krankengeschichte, die zu Herz geht, aber vor allem auch den Intellekt kitzelt. Nicht zuletzt dank der überragenden Leistungen der vier Hauptdarsteller unbedingt sehens- und diskutierenswert.

Wenn der spätere Literaturkritiker John Bayley gleich zu Beginn des Films ruft: "Iris, ich kann mit Dir nicht Schritt halten", als seine künftige Frau ihm wieder einmal auf dem Fahrrad davonprescht, ahnt man wohl, dass dieser Ausruf eine geeignete Überschrift für sein gesamtes Leben mit Iris Murdoch sein wird. Überrascht wird man davon, wie weit Richard Eyre und sein Autor Charles Wood genau diesen Punkt treiben werden. Iris Murdoch ist Dreh- und Angelpunkt im Leben von John Bayley, der sich ihr und ihrer Brillanz voll und ganz unterordnet: In ihren jungen Jahren muss er mit ansehen, wie sich seine Frau ihre Liebhaber beiderlei Geschlechts nach Belieben nimmt; erst im Alter scheinen sie ihren Frieden miteinander geschlossen zu haben, doch Iris enteilt ihm erneut, diesmal jedoch in eine Welt, in die er ihr nicht mehr folgen kann: Mit unerbittlicher Konsequenz radiert Alzheimer den intelligentesten und wachesten Geist Großbritanniens und mit ihm die Persönlichkeit Iris' Stück um Stück aus. Völlig unsentimental folgt "Iris" dem Verlauf der Krankheit und den einhergehenden Verfall: Iris kann sich bei einem Interview nicht mehr auf Fragen konzentrieren, beim Schreiben entfallen ihr die einfachsten Worte. Bald schon erkennt sie selbst gute Freunde nicht mehr und ist nicht mehr in der Lage, ihre Umwelt als solche zu begreifen. Großer Nachdruck liegt in diesen einfach konstruierten Szenen - und die Angst in Judi Denchs Augen, als Iris von dem schwarzen Loch erfährt, das sie unweigerlich verschlingen wird, überträgt sich auf den Zuschauer: Welch ein Horror, wenn ein Mensch, dessen gesamte Existenz explizit auf der Bedeutung von Sprache basiert, die eigene Fähigkeit zu Sprechen und Begreifen verliert. Aber "Iris" ist vor allem ein Film über John Bayley, den Mann, der immer die zweite Geige spielte. Mit ihm wandert der Zuschauer im nahtlosen Ansatz immer wieder zurück in die Vergangenheit, als eine junge, wilde Iris (jetzt gespielt von Kate Winslet) alle Konventionen - und immer wieder das Herz des Mannes, der sie weniger liebt als vielmehr vergöttert - bricht. Diese vitalen, leicht traumartigen Szenen setzen einen wichtigen Kontrapunkt zu den Szenen der ins Nichts abdriftenden Iris der Gegenwart. Und sie verdeutlichen die Dynamik der Beziehung zwischen ihr und John, die sich mit Einsetzen der Krankheit in einer grausamen Ironie komplett umzudrehen zu scheint. Nach 40 gemeinsamen Jahren ist es erstmals die dominante Frau, die nicht mehr ohne ihren schusseligen, gebückten Mann existieren kann. Je tiefer Iris in den Nebel eintaucht, desto deutlicher wird aber auch, dass John sich abermals als Verlierer sieht. Bislang war es ihm, wenn auch unter Mühen, immer gelungen ihr zu folgen, doch nun tritt sie durch eine Tür, in der sie ihn für immer allein lässt. Der Moment, in dem John Bayley im Bett in ihrem sensationell schmuddligen Haus beginnt, sie zu beschimpfen, endlich habe er sie für sich allein - nur jetzt wolle er sie nicht mehr (und sie auf seine verzweifelte Deklaration des Hasses reagiert, indem sie sich hilfsbedürftig an ihn schmiegt), ist eine der grausamsten Liebesszenen, die man sich vorstellen kann. Dass "Iris" angesichts solcher emotional nackter und packender Szenen nicht daran gelegen ist, eine konventionelle Filmbiografie sein zu wollen, hat Methode, wenn das eigentliche Ziel eine schmerzhafte, komplexe und zärtliche Liebesgeschichte ist, die auch den Kopf beschäftigen soll. Dem blendenden Ensemble - Dench, Broadbent, Winslet und Bonneville müssen in einem Atemzug genannt werden - obliegt es, für die emotionalen Nuancen zu sorgen. Eine Aufgabe, die sie mühelos meistern. ts.

Darsteller:  Dame Judi Dench   als Iris Murdoch
  Jim Broadbent   als John Bayley
  Kate Winslet   als Iris (jung)
  Hugh Bonneville   als John (jung)
  Penelope Wilton   als Janet Stone
  Samuel West   als Maurice (jung)
  Timothy West   als Maurice
  Eleanor Bron   als Schuldirektorin
  Angela Morant   als Gastgeberin
  Siobhan Hayes   als Kassiererin
  Juliet Aubrey   als Janet Stone (jung)
  Joan Bakewell   als BBC-Präsentatorin
  Nancy Carroll   als BBC-PA
  Kris Marshall   als Dr. Gudgeon
  Tom Mannion   als Neurologe
  Derek Hutchinson   als Postbote
  Saira Todd   als Phillida Stone
  Juliet Howland   als Emma Stone
  Charlotte Arkwright   als Phillida Stone (jung)
  Harriet Arkwright   als Emma Stone (jung)
  Matilda Allsopp   als kleine Stone
  Steve Edis   als Pianist
  Emma Handy   als Polizistin
  Stephen Marcus   als Taxifahrer
  Pauline McGlynn   als Maureen
  Gabrielle Reidy   als Tricia
 
Regie:  Richard Eyre  
Buch:  Richard Eyre  
  Charles Wood  
Musik:  James Horner  
Kamera:  Roger Pratt  
Produzent:  Robert Fox  
  Scott Rudin  

Wilkinson mit Carrey in die Ewigkeit

Tom Wilkinson muss sich zur Zeit vorkommen wie ein Glückskind. Am 12. Dezember hat der Brite seinen 54. Geburtstag gefeiert, Weihnachten steht vor der Tür und über mangelnde Rollenangebote kann er sich auch nicht beklagen. Das Beste daran: Die Angebote sind nicht nur zahlreich, sondern auch inhaltlich eine Wucht.

In prominenter Gesellschaft:<br />Tom Wilkinson

In prominenter Gesellschaft:<br />Tom Wilkinson

So wird Tom Wilkinson, der für seine Leistung in "In the Bedroom" für den Oscar nominiert wurde, in "Eternal Sunshine of the Spotless Mind" mitwirken. Dabei befindet er sich in exzellenter Gesellschaft. Denn auf der Besetzungsliste stehen nur Hollywood-Hochkaräter: Jim Carrey ("Der Mondmann"), Kate Winslet ("Iris"), Kirsten Dunst ("Spider-Man") und Mark Ruffalo ("Windtalkers"). Und auch auf dem Regiestuhl sitzt kein Unbekannter: Michel Gondry ("Human Nature - Die Krone der Schöpfung") wird das Starensemble vor der Kamera dirigieren.

Der Film handelt von einem Paar (Jim Carrey und Kate Winslet), das an dem toten Punkt in ihrer Beziehung angekommen zu sein scheint. In gegenseitigem Einvernehmen entschließen sich die Beiden sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Sie wollen die Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit aus dem Gedächtnis löschen lassen. Betreut werden sie von Dr. Mierzwiak, dargestellt von Tom Wilkinson.

Die Dreharbeiten sollen Mitte nächsten Jahres beginnen.

 

Iris in der Fotoshow

 

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