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Iron Man 2

Fortsetzung der sensationell erfolgreichen Adaption der Marvel-Comics-Figur, in der Iron Man sich mit den Bösewichten Whiplash und Black Widow messen muss.


Iron Man 2

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Erhältlich seit:
09.09.2010

Action/ Science Fiction

USA 2010
Laufzeit: 125 Min.
FSK: ab 12

Robert Downey Jr.
Gwyneth Paltrow
Don Cheadle

Regie: Jon Favreau
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Iron Man 2

Die Welt weiß, dass Milliardär Tony Stark als Superheld Iron Man für Recht und Ordnung sorgt. Diese Entwicklung hat nicht nur Vorteile für Stark: Die Regierung und die Presse erhöhen den Druck auf ihn, er solle die Geheimnisse hinter der Iron-Man-Technologie öffentlich machen. Stark will jedoch vermeiden, dass die Informationen in die falschen Hände fallen, und bekommt es wenig später mit der undurchsichtigen Black Widow und Bösewicht Whiplash zu tun, gegen den er auf die Hilfe seiner Freunde Pepper Potts und James Rhodes vertrauen muss.

Mit "Iron Man" landete Jon Favreau 2008 nicht einen weltweiten Blockbuster-Erfolg, der Robert Downey Jr. zum Hollywood-Superstar machte und die Latte hochlegte, wie unterhaltsam und zugleich anspruchsvoll Comic-Verfilmungen tatsächlich sein können. Die Fortsetzung baut auf das Original auf, erhöht den Actionquotienten und vertieft die Mythologie hinter der Figur. Mit Mickey Rourke, Scarlett Johansson, Sam Rockwell und Don Cheadle wurden vier weitere Schauspielasse ins Team aufgenommen. Perfektes Entertainment.

Iron Man 2

Höheres Tempo, mehr Action, genauso viel Witz, etwas weniger Charme: "Iron Man 2" ist eine Fortsetzung, die wirklich alles bietet, was die Fans erwarten.

"Iron Man 2" ist nicht "Iron Man", das steht fest. Das Original kam einer Revolution gleich, läutete zu Beginn der Sommersaison 2008 eine neue Ära des Genres des Comic-Verfilmung ein und wäre auch immer noch ihr einsamer Höhepunkt, wenn ein paar Monate später nicht "The Dark Knight" die Latte noch einmal höher gelegt hätte. Der Film machte aus einer Marvel-Figur aus der zweiten Reihe des Comic-Imperiums eine weltweit gefeierte Figur der Popkultur, etablierte Jon Favreau als führenden Regisseur einer neuen Generation von Mainstream-Filmemachern und ließ den zuvor wegen Drogenexzessen und anderen Entgleisungen geächteten Robert Downey Jr. als Superstar wie Phönix aus der Asche auferstehen. Soviel kann die rasend schnell realisierte Fortsetzung nach einem Drehbuch von "Tropic Thunder"-Autor Justin Theroux unmöglich leisten - der betörende Rausch des Neuen ist unwiederbringlich passé. Aber "Iron Man 2" wird noch mehr Geld einspielen (585 Mio. Dollar waren es bei "Iron Man" weltweit), weil der Film so clever ist, auf all den Neuerungen des Originals aufzubauen, auf dessen Stärken zu vertrauen und die Karten genau richtig auszuspielen. Ein bisschen mag man die Eleganz und coole Entspanntheit des ersten Teils vermissen. Aber das liegt auch daran, dass man sich nicht mehr Mühe geben muss, ein ganzes Universum und sein Personal vorzustellen und gleich mit Vollgas mitten in die Handlung einsteigen kann. Hit the ground running, wie der Amerikaner sagt.

Tatsächlich setzt "Iron Man 2" nahezu zeitgleich mit dem Ende des ersten Films ein, als der Multimilliardär und geläuterte Waffenfabrikant Tony Stark vor laufenden Kameras offenbarte, er sei der Mann, der sich hinter der Maske von Iron Man verbirgt. Die Bilder der Pressekonferenz flimmern über einen Fernsehbildschirm in Moskau, wo sich Ivan Vanko an die Arbeit macht, den eisernen Mann für immer auf den Schrotthaufen der Geschichte zu befördern. Sechs Monate später beginnt die eigentliche Handlung, die ihrem Helden so viele Hindernisse in den Weg stellt, wie es die 124-minütige Laufzeit zulässt. Seinem lebensspendenden Elektrotransmitter geht der Saft aus, ein Ersatz ist trotz intensiver Forschungsarbeit nicht in Sicht. Das Erbe des Vaters Howard Stark wiegt schwer. Die Beziehung zur getreuen Assistentin Pepper Potts und seinem Kumpel James "Rhodey" Rhodes verschlechtert sich. Die amerikanische Regierung übt Druck auf ihn aus, die Iron-Man-Technologie dem Militär zu übergeben. Der überhebliche Westentaschen-Stark Justin Hammer drängt sich in Tonys Position. Und dann kommt Vanko in Gestalt seines Alterego Whiplash, um sich Stark beim Grand Prix von Monaco in einer der spektakulärsten Sequenzen des Films entgegenzustellen und mit einem furiosen Peitschenhieb die Einzelteile der Handlung richtig in Bewegung zu setzen.

Weil Favreau und seinem Team bewusst ist, dass der einzigartige Charme von "Iron Man" nicht reproduzierbar ist, erhöhen sie in der Fortsetzung das Tempo und verdichten die Handlungselemente, ohne den ganz typischen lakonischen Ton und handfesten Witz des Franchise zu vernachlässigen. Mit Vanko und Hammer sowie der atemberaubenden Schönheit Natalie Rushman aus der Rechtsabteilung von Stark Industries, die ihrerseits ein paar Überraschungen im Gepäck hat, werden neue Figuren nahtlos in das bestehende Personennetz integriert, in dessen Zentrum wieder Stark, Pepper und Rhodey stehen. Fans werden mit den ersten Auftritten von Black Widow und War Machine bedient, die in spürbar besser durchdachten und realisierten Actionsequenzen ihre ureigenen Qualitäten ausspielen dürfen. Die Neulinge Mickey Rourke, Scarlett Johansson, Don Cheadle (der den Part von Terrence Howard übernahm) und vor allem Sam Rockwell haben starke Auftritte, Gwyneth Paltrow ist zuverlässig wie gewohnt, Sam Jackson und Regisseur Favreau als Bodyguard Happy Hogan fallen mehr ins Gewicht, und John Slattery aus "Mad Men" hat einen imposanten Kurzauftritt, der das emotionale Herzstück des Films markiert. Doch die Show gehört wieder einem anderen. Robert Downey Jr. thront über all dem mit einer weiteren bewundernswerten Performance: Tony Stark wurde erfunden, damit Downey ihn spielt. Und Downey wurde geboren, um Stark zu spielen. Alldieweil findet "Iron Man 2" noch die Zeit, die übergeordnete Marvel-Mythologie um SHIELD und die Avengers weiterzuspinnen, als würde man im Kino auf größtmöglicher Leinwand Zeuge der aberwitzigsten Miniserie aller Zeiten. Und AC/DC spielt dazu, in einer Fortsetzung, die so strahlend glänzt wie der neue Glasboden in Tony Starks Labor. ts.

Darsteller:  Robert Downey Jr.   als Tony Stark/Iron Man
  Gwyneth Paltrow   als Pepper Potts
  Don Cheadle   als Col. James 'Rhodey' Rhodes
  Scarlett Johansson   als Natasha Romanoff/Black Widow
  Sam Rockwell   als Justin Hammer
  Mickey Rourke   als Ivan Vanko/Whiplash
  Samuel L. Jackson   als Nick Fury
  John Slattery   als Howard Stark
 
Regie:  Jon Favreau  
Buch:  Justin Theroux  
Musik:  John Debney  
Kamera:  Matthew J. Libatique  
Produzent:  Kevin Feige  

"Iron Man 3" setzt auf reale Bösewichte

"Das Ganze wird eher wie ein Tom Clancy-Thriller".

Mit wem bekommt es Iron Man im dritten Film zu tun? (Foto: Concorde) Großansicht

Mit wem bekommt es Iron Man im dritten Film zu tun? (Foto: Concorde)

Die Superhelden im "Iron Man"-Universum haben ausgedient - zumindest, was das neue Werk "Iron Man 3" angeht. Dies kündigte nun Regisseur Shane Black an, der jetzt auch der Drehbuchautor ist: "Das Ganze wird nicht wieder so eine Geschichte um kämpfende Männer in Blechanzügen", sagt Black. "Vielmehr geht es in Richtung eines Tom Clancy-Thrillers und Iron Man wird es mit ganz realen und weltbekannten Schurken zu tun bekommen."

Shane Black hat demnach offensichtlich nicht vor, dass Marvel-Universum für "Iron Man 3" weiter zu plündern, sondern er versucht der Reihe einen neuen, wirklichkeitsnäheren Ansatz zu verpassen. Damit dürfte auch frischer Wind in die Comic-Verfilmung kommen, denn der fehlte nach Meinung einiger Kritiker schon bei "Iron Man 2". Die Fortsetzung erzielte zwar ordentliche Einspielergebnisse, konnte aber nicht mehr ganz an den Charme des ersten Teils anknüpfen.

Ein Treffen alter Freunde

Mit Shane Black erwartet uns nun möglicherweise ein Mix aus Superheldenstory, "Jagd auf "Roter Oktober"" und "Lethal Weapon". Für Letzteres lieferte Black das Drehbuch, ebenso für "Last Boy Scout". Robert Downey Jr. ist darüber hinaus auch ein alter Bekannter des Regisseurs, denn der Star wirkte bereits 2005 in Shane Blacks hochgelobter Krimikomödie "Kiss Kiss Bang Bang" mit.

 

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