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Irreversible

Handwerklich herausragendes und emotional dichtes, rückwärts erzähltes Drama über eine brutale Vergewaltigung und ihre blutige Vergeltung.


Irreversible

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Erhältlich seit:
13.05.2011

Originaltitel: Irréversible

Drama

Frankreich 2002
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 18 (keine Jugendfreigabe)

Monica Bellucci
Vincent Cassel
Albert Dupontel

Regie: Gaspar Noé
Alamode Film

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Handwerklich herausragendes und emotional dichtes, rückwärts erzähltes Drama über eine brutale Vergewaltigung und ihre blutige Vergeltung.

Fassungslos ist man teilweise auch als Zuschauser (Foto: Alamode Film) Großansicht

Fassungslos ist man teilweise auch als Zuschauser (Foto: Alamode Film)

Rückwärts wird der Verlauf eines Abends erzählt: Das Paar Alex und Marcus besuchen gemeinsam mit Pierre, Alex' Ex-Freund, eine Party. Nach einer Eifersuchtsszene verlässt Alex das ausgelassene Fest alleine.

Ein böser Fehler, denn sie wird kurz darauf in einem Fußgängertunnel brutal vergewaltigt. Marcus und Pierre folgen dem Täter in einen S/M-Gay-Club, wo sie einen Mann brachial hinrichten - und hier beginnt der Film.

Wie "Memento" erzählt "Irreversibel" eine Geschichte rückwärts und zeigt in zwölf ungeschnittenen Sequenzen eine brutale Vergewaltigung und ihre exzessive Vergeltung.

Alex auf dem Weg ins Unglück (Foto: Alamode Film) Großansicht

Alex auf dem Weg ins Unglück (Foto: Alamode Film)

Gute Nerven erforderlich

Lediglich die Übergänge zwischen den abgeschlossenen Sequenzen, in denen die anfangs rasende - "durchdrehende" - und schwindelerregende Handkamera kurz in dunkle Schatten oder in den Himmel taucht, gönnen dem Zuschauer Momente des Atemholens. Monica Bellucci und Vincent Cassel glänzen in den improvisierten Szenen, die ob ihrer unerbittlich realistischen und viel diskutierten Gewaltdarstellung das Publikum spalten wird.

Mit der zu beweisenden Behauptung "Zeit zerstört alles!" schickt Gaspar Noé sein Publikum auf eine deprimierend pessimistische Odyssee. Bei den Filmfestspielen von Cannes zum "Skandalfilm" ausgerufen, ist das eigentlich Skandalöse an Noés handwerklich brillanter und emotionaler Tour de Force die Tatsache, dass diese dem Zuschauer zeitweise die Kehle zuschnürt und ihn am Ende beunruhigt in die Wirklichkeit entlässt.

Irreversible

Bei den Filmfestspielen von Cannes ob seiner unerträglichen Gewaltdarstellung zum "Skandalfilm" ausgerufen, ist das eigentlich Skandalöse an Gaspar Noés handwerklich brillanter und emotionaler Tour de Force lediglich die Tatsache, dass diese dem Zuschauer zeitweise die Kehle zuschnürt und ihn am Ende beunruhigt in die Wirklichkeit entlässt. Wie "Memento" erzählt "Irréversible" seine Geschichte rückwärts und zeigt in zwölf jeweils in einer Einstellung gedrehten Sequenzen eine brutale Vergewaltigung und ihre exzessive Vergeltung. Wenig klarer könnte Noé, der für Drehbuch, Regie, Schnitt und Kamera verantwortlich zeichnet, in seinem mit Kubrick-Verweisen gespickten "Uhrwerk Orange" nicht die Frage formulieren, ob die Darstellung von Vergewaltigung und Mord überhaupt anders möglich sein darf.

Eine Frage, die das Publikum spalten wird, doch ebenso angebracht ist wie die instinktive und perfekt ausgeführte Rückwärtsstruktur, die folgerichtig mit dem Abspann beginnt. Bereits die Inszenierung der schwer lesbaren, teilweise verkehrt herum stehenden Buchstaben ist ein Kunstwerk, dem mit jedem der bravourös choreographierten, ungeschnittenen Segmente ein weiteres folgt. Der verwirrende Einstieg versetzt den Zuschauer in den chaotischen Zustand, in dem sich die Protagonisten am Ende einer einzigen höllischen Nacht befinden. Neben Albert Dupontel glänzen als Monica Bellucci und Vincent Cassel (auch im realen Leben ein Paar und hier die Antwort auf Kidman/Cruise aus Kubricks "Eyes Wide Shut"). Oberflächliche, doch um so wahrhaftigere Dialoge und Emotionen werden von der voyeuristischen Kamera festgehalten, die die improvisierten, authentischen Szenen verdichtet. Lediglich die Übergänge zwischen den abgeschlossenen Sequenzen, in denen die anfangs rasende - "durchdrehende" - und schwindelerregende Handkamera kurz in dunkle Schatten oder in den Himmel taucht, gönnen dem Zuschauer Momente des Atemholens.

Mit der zu beweisenden Behauptung "Zeit zerstört alles!" schickt Noé sein Publikum auf eine deprimierend pessimistische Odyssee. Ein Mann namens Marcus (Cassel) wird verletzt und benommen aus einem S/M-Gay-Club auf einer Bahre herausgetragen. Ein Zweiter, Pierre (Dupontel), wird in Handschellen von Polizisten abgeführt. Die darauf folgenden - also vorangegangenen - Szenen zeigen Marcus und Pierre wütend, offensichtlich auf Rache sinnend, in den Nachtclub hineinstürzen; sie zeigen ihre Suche nach Informationen, die sie schließlich dorthin führen; und nach und nach erhält auch der Zuschauer die nötigen Auskünfte, um Marcus' Zorn, sein Verhältnis zu Pierre und ihrer beider Beziehung zu der schönen Alex (Bellucci) einordnen zu können. Alles wird klar, wenn diese nach etwa der Hälfte des Films allein in einen Fußgängertunnel tritt und dem Mann begegnet, nach dem ihr Freund und ihr Ex später suchen werden. Der Horror erreicht seinen Höhe- und Ausgangspunkt in einer zehnminütigen, quälend realistischen und demütigenden Vergewaltigungsszene: Ohne einen eingreifenden, erlösenden Schnitt steht die Zeit für diesen Moment so still wie die unerbittliche Kamera. Die Bedeutung aller anschließenden, eigentlich harmlosen Bilder - die ausgelassene Party, die die drei Freunde besuchen, gemeinsame Gespräche auf dem Weg dorthin bis zu intimen Momenten zwischen Marcus und Alex zuvor - wird vollständig ad absurdum geführt. Das Furchtbarste und das Beste im Menschen, privates Glück und perfides Grauen fließen untrennbar ineinander. Und wenn die Kamera ganz am Schluss wie in den siebten Himmel aufsteigt und zärtlich auf einen Moment vollkommener Glückseligkeit blickt, hat auch dieser seine Unschuld verloren, die zurückliegende Zeit alles zerstört. Was damit am Ende von "Irréversible" und dem Zuschauer bleibt, ist das beunruhigende Gefühl, dass nichts im Leben - weder Liebe, Freundschaft, noch die Hoffnung auf die Zukunft - garantiert ist. cm.

Irreversible

Irreversibel. Weil die Zeit alles zerstört. Weil bestimmte Taten nicht gut zu machen sind. Weil der Mensch ein Tier ist. Weil der Wunsch nach Rache ein natürlicher Impuls ist. Weil die meisten Verbrechen nicht bestraft werden. Weil der Verlust eines geliebten Menschen einen trifft wie ein Blitz. Weil die Liebe der Ursprung des Lebens ist. Weil Vorahnungen den Lauf der Dinge nicht ändern. Weil die Zeit alles aufdeckt. Das Schlimmste und das Beste.

Alex wird auf dem Heimweg von einer Party brutal vergewaltigt und misshandelt. Sie ist alleine nachhause gegangen ohne ihren Freund Marcus, von dem sie ein Kind erwartet und der nicht in der Lage ist, die zarten Gefühle, die zwischen ihnen bestehen, zuzulassen. Ohne Pierre auch, ihren Ex-Freund, der sie noch immer liebt. Was folgt, ist eine Jagd von Marcus und Pierre, getrieben von Verzweiflung und blinder Rache. Eine Irrfahrt durch die Nacht, die in einem Sado-Maso-Club der Schwulenszene mit einem Mord endet, der genauso sinnlos ist, wie die Tat an sich. Der Falsche wird gerächt, die Dunkelheit wird nicht vertrieben. Die Geschichte wird rückwärts erzählt, vom unfassbaren Dunkel ins alltägliche Licht, das uns nicht davor bewahrt, dass die Zeit alles zerstört.

Quelle: Alamode

Kurzfilm "Intoxication" Making-Of, Deleted Scenes, 2 Musik-Clips, Teaser, Trailer

Quelle: Alamode

Darsteller:  Monica Bellucci   als Alex
  Vincent Cassel   als Marcus
  Albert Dupontel   als Pierre
  Jo Prestia   als La Tenia
  Philippe Nahon   als Philippe
  Stéphane Drouot   als Stéphane
  Mourad Khima   als Mourad
 
Regie:  Gaspar Noé  
Buch:  Gaspar Noé  
Musik:  Thomas Bangalter  
  Ludwig van Beethoven  
Kamera:  Gaspar Noé  
  Benoît Debie  
Produzent:  Christophe Rossignon  
  Richard Grandpierre  
  Vincent Cassel  
  Brahim Chioua  
  Gaspar Noé  

Monica Bellucci erwartet Baby

Mamma mia, Monica!

Atemberaubende Schönheit: Monica Bellucci (Foto: Fox) Großansicht

Atemberaubende Schönheit: Monica Bellucci (Foto: Fox)

Die Spatzen in Paris pfiffen es bereits von den Dächern, doch nun erst wurde es offiziell bekannt gegeben: Monica Bellucci und Ehemann Vincent Cassel erwarten in diesem Herbst ihr erstes Baby. Das Paar, das gemeinsam für die französischen Kassenschlager "Pakt der Wölfe" und "Irreversible" vor der Kamera stand, ist seit vier Jahren miteinander verheiraten.

Überraschend ist Frau Belluccis Schwangerschaft für die Klatschpresse dennoch, denn seit Gaspar Noes Skandalfilm, sollen sie angeblich gravierende Eheprobleme gehabt und unmittelbar vor einer Scheidung gestanden haben. Erst zu Beginn dieses Jahres haben sie eine Eheberatung aufgesucht - offenbar mit Erfolg.

Baby-Pause oder Kostümtricks?

Die freudige Nachricht dürfte jedoch leider nicht überall auf Begeisterung stoßen. Schließlich ist Monica Belluccis Termin-Kalender bis zum Ende des Jahres mit Dreharbeiten zu gleich mehreren Filmen ausgebucht - unter anderem soll sich auch mit Nicolas Cage vor der Kamera stehen.

Ob und wann die Leinwand-Göttin, die ab Donnerstag auch hierzulande in "Die Passion Christi" zu sehen ist, eine Schwangerschafts-Pause einlegen wird, ist noch völlig offen.

 

Irreversible in der Fotoshow

 

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Monica Bellucci

Strahlend schöne Frau, laszive Verführerin, sinnliches Vollblutweib, erotischer Leckerbissen, sexy Ikone und Italiens größter filmischer...

 

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