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Italienisch für Anfänger

Wunderbarer, fröhlicher und nachdenklicher Dogma-Film um einen Italienischkurs als Kontaktbörse.


Italienisch für Anfänger

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Erhältlich seit:
01.10.2002

Originaltitel: Italiensk for begyndere

Komödie/ Drama

Dänemark 2000
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 6

Anders W. Berthelsen
Lars Kaalund
Peter Gantzler

Regie: Lone Scherfig
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Italienisch für Anfänger

In einer tristen Kopenhagener Vorstadt kreuzen sich zufällig die Wege von sechs Personen, die vom Schicksal nicht gerade begünstigt sind. Ein cholerischer Kellner, dessen verklemmter Chef, ein verwitweter Pastor, die vereinsamte Chefin des örtlichen Friseursalons, eine ungeschickte Verkäuferin sowie eine quirlige italienische Spülerin mühen sich mehr schlecht als recht mit dem Alltag ab. Zufälle, Missgeschicke und Todesfälle bringen die Protagonisten dazu, aus ihren verkrusteten Strukturen auszubrechen und das Leben zu genießen.

Die dänische Dogma-Komödie lockte hierzulande mehr als 700.000 Besucher in die Kinos. Kein Wunder, hat Regisseur Lone Scherfig doch auch und gerade wegen seines unbefangenen Umgangs mit den Dogma-Regeln eine herzerfrischende Geschichte über Loser gedreht, die ihr Dasein schließlich doch noch in den Griff kriegen. Liebevoll gezeichnete Charaktere, eine straffe Handlung sowie geistreiche, witzige Details geben dem Film das, was vielen hochbudgetierten Projekten fehlt: Herz und Charme, mitten aus dem Leben gegriffen.

Italienisch für Anfänger

Der fünfte dänische "Dogma"-Film, auf der Berlinale mit vier Preisen ausgezeichnet, hält sich glücklicherweise wie im Vorjahr "Mifune" nicht streng an die Keuschheitsregeln des Dogma '95, sondern geht so locker undogmatisch mit ihnen um, dass ein rundum wunderbar eleganter, fröhlicher und nachdenklicher Film entstanden ist. Regisseurin Lone Scherfing inszeniert ihre Story von Liebe unter Losern und dem Italienischkurs als Kontaktbörse stimmig, schlüssig und mit einem überwältigend schönen Schluss in Venedig, wo aus sechs einsamen Herzen drei glückliche Paare werden.

Dramaturgisch und visuell immer überzeugend, sollte es diesem "Dogma"-Schatz mehr als den Vorgängern gelingen, das Publikum zu finden, das bei aller Verschiedenheit, Filme wie "Brot und Tulpen" liebt. Denn Komik, Zärtlichkeit, Raffinesse im Aufbau und herrliche Charaktere gehen hier Hand in Hand. Zunächst laufen die Schicksale der sechs Eingeschlossenen einer grauen Vorstadt von Kopenhagen parallel. Ein vitaler Kellner, ein schüchterner Hotelangestellter und ein milder neuer Pfarrer, eine vereinsamte Friseuse, eine tollpatschige Verkäuferin in einer Bäckerei und eine lebenslustige italienische Küchenhilfe treffen sich zunächst zufällig, dann aus Interesse, Neugier und Liebe im Italienischkurs, dessen Lehrer einen Herzschlag kriegt, als eine Schülerin statt "Plaza" leider "Pizza" sagt. Der Kellner übernimmt, man kommt sich näher, und Venedig wird eine Belohnung fürs Leben.

Wie Kleinstadtleben und Kursalltag, Totenfeiern, Schreckenssekunde und das Kribbeln im Bauch bei einer Liebeserklärung, Tränen, Rumkugeln, Schimpfen mit Restaurantgästen, ein Juventus-Trikot, ein alter Pfarrer, der aus Wut den Organisten von der Empore wirft, und ein nie im Bild auftauchender Maserati-Sportwagen, den Reichtum an Details der bezaubernden Films ausmachen, ist so heiter wie melancholisch, lebensecht wie filmgerecht. Eine romantische Komödie ohne falschen Glanz, aber mit wahren Gefühlen, entlässt der Film den Zuschauer glücklicher, als der hineingegangen ist. ger.

Darsteller:  Anders W. Berthelsen   als Andreas
  Lars Kaalund   als Hal-Finn
  Peter Gantzler   als Jorgen Mortensen
  Ann Eleonora Jørgensen   als Karen
  Anette Støvelbæk   als Olympia
  Sara Indrio Jensen   als Giulia
  Elsebeth Steentoft   als Küsterin
  Rikke Wölck   als Krankenschwester
  Karen-Lise Mynster   als Kirsten
  Bent Mejding   als Pastor Wredmann
  Claus Gerving Andersen   als Klaus Graversen
  Jesper Christensen   als Olympias Vater
  Carlo Barsotti   als Marcello
  Lene Tiemroth   als Karens Mutter
  Alex Nyborg Madsen   als Kirchensänger 1
  Steen Svare   als Kirchensänger 2
  Susanne Oldenburg   als Dame beim Friseur
  Martin Brygmann   als Abendschullehrer Ulrik
 
Regie:  Lone Scherfig  
Buch:  Lone Scherfig  
Kamera:  Jørgen Johansson  
Produzent:  Ib Tardini  
 

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