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Jack Frost

Die Seele eines Familienvaters wandert auf einen Schneemann über. Humorvoller und sentimentaler Familienfilm.


Jack Frost

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Erhältlich seit:
29.11.1999

Fantasy/ Komödie

USA 1998
Laufzeit: 97 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Michael Keaton
Kelly Preston
Mark Addy

Regie: Troy Miller
Warner Home Video Germany

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Jack Frost

Jack Frost steht kurz davor, seinen Lebenstraum zu verwirklichen. Sein Durchbruch als Bandleader ist in greifbare Nähe gerückt. Doch der Preis für diesen Erfolg ist hoch - Frau Gabby und Sohn Charlie sehen den Mann bzw. Vater kaum. Gerade als Jack sich ernsthaft vornimmt, sich mehr um die Familie zu kümmern, macht ein Verkehrsunfall seinem Leben ein jähes Ende. Ein Jahr später darf Jack Frost wieder auf die Erde zurückkehren. Er bekommt eine zweite Chance: als Schneemann...

Schneeballschlachten, Schlittenfahrten, Eishockey-Spiele - vor allem Jungen-Träume werden in diesem romantischen Fantasy-Film wahr. Doch jeder Winter hat einmal ein Ende und so hat auch diese Geschichte, die an die Märchen von Hanns Christian Andersen erinnert, natürlich tragische Elemente. Ein solide aufspielender Michael Keaton ("Jackie Brown") in der Titelrolle, technisch exzellent gelöste Tricks und die souveräne Regieleistung des Debütanten Troy Miller machen "Jack Frost" gut für eine kurzweiligen, wenn auch nicht gerade berauschenden Videoabend, den vor allem Kinder geniessen dürften.

Jack Frost

Nicht mit dem gleichnamigen Horrorvideo von 1996 um einen mordlüstenen Schneemann zu verwechseln, handelt es sich bei Jack Millers Rock'n'Roll-Weihnachtsfilm um eine humorvolle und herzrührende Familienfantasy, mit der Warner auf den weihnachtlichen Spuren von "Santa Clause - Eine schöne Bescherung" wandern zu können hofft. In der Titelrolle findet sich der einstige Batman Michael Keaton wieder, der allerdings nur kurz in seiner menschlichen Form auftritt und nach dem abrupten Ableben seiner Figur als Sprecher in seiner neuen Inkarnation als lebender Schneemann zu hören ist.

Jack Frost und seine Bluesrockband stehen kurz vorm Durchbruch, wie ein Auftritt während der Titelsequenz quicklebendig belegt. Doch statt am Heilig Abend einen karrierefördernden Gig zu spielen, beschließt Jack umzukehren und das Fest mit seiner Frau Gabby (Kelly Preston) und seinem zwölfjährigen Sohn Charlie (Joseph Cross) zu verbringen. Aufgrund eines schrecklichen Schneesturms landet er jedoch statt in die Armen seiner Lieben direkt im Jenseits. Ein Jahr später wird seine Seele magischerweise in den Schneemann vor dem Haus seiner Familie übertragen. In seiner frostigen Form holt er endlich mit seinem Sohn all die Dinge nach, die er zuvor versäumt hatte. Da wird sich mit ein paar fiesen Knaben eine Schneeballschlacht im Turbotempo geliefert, eine schnittige Schlitten- und Snowboarding-Session eingelegt, ein zielsicherer Eishockey-Schlag eingeübt und nebenher, um die Laufzeit des Films auch für Erwachsene vergnüglich zu gestalten, harmlos anzüglich gewitzelt. Mit Beginn des Tauwetters ist auch der Druck auf die Tränendrüse vorprogrammiert.

Der ehemalige "Batman"-Darsteller kurbelt hier mühelos seinen sympathischen Charme an und lenkt damit vom etwas faden Aussehen des frostigen Freundes ab. Die Spezialeffekte wurden von Industrial Light & Magic realisiert, doch im Zeitalter von computergenierten Insekten, Spielzeugfiguren und animatronischen Schweinchen mutet der gutmütig-kugelrund anzusehende Schneemann ohne nennenswerte Gesichtsexpressionen stark antiquitiert an. Regienovize Troy Miller versteht es, eine recht angenehme Balance zwischen humorvollen und sentimentalen Momenten zu halten. Die Besetzung ist überraschend modern für einen Kinderfilm und umfaßt u. a. Mark Addy ("Ganz oder gar nicht") als Bandmitglied und Punkikone Henry Rollins als übergeschnappten Eishockey-Coach. Das US-Publikum bereitete dem liebenswerten Schneemann an der Kinokasse einen eher kühlen Empfang. Hollywoods Faszination mit aus dem Jenseits Zurückgekehrten ("Stadt der Engel", "Rendezvous mit Joe Black", "Hinter dem Horizont") findet somit einen vorerst verhaltenen Ausklang. ara.

Darsteller:  Michael Keaton   als Jack Frost
  Kelly Preston   als Gabby Frost
  Mark Addy   als Mac MacArthur
  Joseph Cross   als Charlie Frost
 
Regie:  Troy Miller  
Buch:  Mark Steven Johnson  
  Steve Bloom  
  Jonathan Roberts  
  Jeff Cesario  
Musik:  Trevor Rabin  
Kamera:  László Kovács  
Produzent:  Mark Canton  
  Irving Azoff  
 

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