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Jackie Brown

Atmosphörisch-amüsanter Genremix nach Elmore Leonard und Hommage an Blaxploitation-Queen Pam Grier.


Jackie Brown

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Erhältlich seit:
08.12.2011

Thriller

USA 1997
Laufzeit: 148 Min.
FSK: ab 16

Pam Grier
Samuel L. Jackson
Robert Forster

Regie: Quentin Tarantino
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Jackie Brown

Um ihr Gehalt aufzubessern, schmuggelt die Stewardeß Jackie Brown regelmäßig Schwarzgeld für einen Waffenhändler von Mexiko nach Los Angeles. Eines Tages wird sie dabei von einem FBI-Agenten ertappt. Um der angedrohten Haftstrafe zu entgehen, willigt sie in einen Deal mit den Beamten ein und verspricht, ihren Auftraggeber bei der nächsten Geldübergabe der Polizei zu verraten. Doch ihre Kooperationsbereitschaft ist nur vorgetäuscht. In Wirklichkeit heckt Jackie einen Plan aus, um das Geld in die eigene Tasche wandern zu lassen...

Obwohl sich "Pulp Fiction"-Macher Quentin Tarantino in seiner neuesten crime story von knallharten Action- und Gewalt-Szenen verabschiedet hat, besticht seine Verfilmung von Elmore Leonards "Rum Punch" durch die für ihn typische Bildsprache und die stimmigen Dialoge. Neben namhaften Darstellern wie Robert De Niro und Samuel Jackson feiert der blaxploitation-Star Pam Grier ("Foxy Brown") in der Rolle der gewieften Titelheldin ein beeindruckendes Comeback. Nicht zuletzt wegen des kultverdächtigen 70er Jahre-Soundtracks gelungener Thriller-Komödien-Mix.

Jackie Brown

Mit "Pulp Fiction" avancierte Quentin Tarantino, nachdem er bereits mit "Reservoir Dogs" für Furore gesorgt hatte, zur Regiesensation. Sein Kultstatus hat duch seine weniger überzeugenden Schauspielexperimente ("From Dusk Til Dawn") und Drehbuchspielereien ("Four Rooms") kleine Kratzer abbekommen, so daß man mit um so größerer Spannung seine Folgeinszenierung, den atmosphärisch-amüsanten Genremix "Jackie Brown" um eine vielschichtige Crime Story, erwarten durfte. Die Titelheldin wird von Blaxploitation-Queen Pam Grier ("Foxy Brown") gespielt, der von Tarantino sichtbar ehrfuchtsvolle Verehrung entgegengebracht wird.

Tarantino orientiert sich bei seinem cleveren Drechbuch an Elmore Leonards Romen "Rum Punch", verlegte aber die Action von Miami in die South-Bay-Gegend von Los Angeles und transformierte die Protagonistin von einer Weißen in eine Afroamerikanerin. Bereits in der Opening-Sequenz, in der die Kamera der Heroine in einer langen Fahrt durch den Flughafen von Los Angeles folgt, macht sich die Faszination des Filmemachers von seiner Hauptdarstellerin bemerkbar. Im Laufe des 160minütigen Films folgen zahllose Einstellungen von ihrem Gesicht, um die markanten Züge der fabelhaft gealterten Grier auszuleuchten. Jackie Brown ist eine Stewardeß um die Vierzig, die für den Waffenhändler Ordell (Samuel L. Jackson) schmutziges Geld über die mexikanische Grenze transportiert. Als sie von zwei Sicherheitsagenten (Michael Keaton und Michael Bowen) ertappt wird, ist das der Ausgang für ein dicht gewobenes Intrigennetz, in dem die vor dem Existenzruin stehende Jackie alle Fäden in der Hand hält.

Die zentralen Themen sind langjährige Loyalität, schleichendes Mißtrauen und gebrochenes Vertrauen. Jackie verspricht, den beiden zu helfen und Ordell zu überführen, gleichzeitig macht sie ihren Boß glauben, daß sie die Cops lediglich an der Nase herumführt, immer noch auf seiner Seite ist und ihm seine halbe Million Dollar zuschanzen wird. Zum erweiterten Kreis der markanten Mitspieler gehören Robert Forster (ein weiterer in Vergessenheit geratener B-Movie-Held) als Kautionsmakler Max Cherry und Jackies Love Interest, Robert De Niro als Ordells Knastkumpel Louis mit einer niedrigen Toleranzgrenze, und Bridget Fonda als dauerzugedröhnte Surfer-Mieze. Der Höhepunkt des Geldaustauschs in einem riesigen Shopping Center wird mit einer strukturellen Spielerei dreimal hintereinander aus der Sicht verschiedener Beteiligter erzählt. Allerdings schließt sich der Zeitkreis nicht so rund wie in "Pulp Fiction", vielmehr trägt der Kunstgriff hier mehr zum unweigerlichen Eindruck der auffälligen Gesamtüberlange bei. Der Regisseur legt im Gegensatz zu seinem Klassiker von 1994 sehr viel Wert auf griffige Charakterskizzierungen und realistisches Ambiente. Die wenigen Gewalteruptionen sind vergleichsweise zahm ausgefallen. Das Action-Element scheint Tarantino hier ohnehin nicht weiter wichtig. Umso mehr konzentriert er sich auf die aufkeimenden, zarten Bande zwischen Jackie und Max, um mit der Romanze zwischen den Protagonisten mittleren Alters und unterschiedlicher Hautfarbe lässig und en passant ein gängiges Kinoklischee zu ignorieren. Zudem bringt der Filmemacher erneut sein Gespür für die passende musikalische Untermalung ein. Der Score setzt sich aus diversen Soul- unf Funksongs der siebziger Jahre zusammen, die er ebenso als ergänzendes Erzählelement benutzt und teilweise als Hommage an die Blaxploitation-Ära einsetzt. Obwohl Jackie Brown auf charmant-ironische Weise unterhält, wirkt die Fixierung des Regisseurs auf seine Protagonisten ein wenig eingleisig. Ein Massenpublikum, das Extremunterhaltung à la "Pulp Fiction" erwartet, könte nicht ganz auf seine Kosten kommen.

Jackie Brown

Stewardess Jackie Brown schmuggelt seit Jahren Schwarzgeld über die mexikanische Grenze. Als sie die Polizei am Flughafen erwischt, wird sie vor die Wahl gestellt: Entweder verrät sie ihren Auftraggeber oder sie wandert in den Knast. Dumm nur, dass ihr Boss sie kalt macht, wenn er von dem Deal erfährt.

Quelle: Studiocanal

Video "Chicks With Guns"; Geschnittene und alternative Szenen mit einer Einführung von Quentin Tarantino; Wendecover

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Pam Grier   als Jackie Brown
  Samuel L. Jackson   als Ordell Robbie
  Robert Forster   als Max Cherry
  Bridget Fonda   als Melanie
  Michael Keaton   als Ray Nicolette
  Robert De Niro   als Louis Gara
  Michael Bowen   als Mark Dargus
  Chris Tucker   als Beaumont Livingston
  Lisa Gay Hamilton   als Sheronda
  Tommy 'Tiny' Lister Jr.   als Winston
  Hattie Winston   als Simone
  Aimee Graham  
 
Regie:  Quentin Tarantino  
Buch:  Quentin Tarantino  
Kamera:  Guillermo Navarro  
Produzent:  Lawrence Bender  

Jessica Biel bespitzelt Schwägerin

Eben noch ließ sie einen vorgeblich schwulen Feuerwehrmann ihre Brüste betatschen, nun heftet sie sich an die Fersen einer Femme fatale um ihren Bruder zu schützen.

Ihr vergeht bald das Lachen: Jessica Biel (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Ihr vergeht bald das Lachen: Jessica Biel (Foto: Kurt Krieger)

Größer könnte der Unterschied für Jessica Biel kaum sein. Nachdem sie im Überraschungshit "Chuck und Larry" in unverblümter Komödien-Manier Adam Sandler mit der Echtheit ihrer weiblichen Kurven beeindruckte, macht die sexy Schauspielerin im Thriller "Die A Little" richtig ernst. Sie spielt die Schwester eines Cops in Los Angeles, der eine Kostümbildnerin heiratet. Doch die Schneiderin hat eine verdammt dunkle Vergangenheit.

Vorlage ist der gleichnamige Erfolgsroman von Megan Abbott. Während dieser jedoch im Jahr 1954 angesiedelt ist, soll die Verfilmung in der Gegenwart spielen. Der Clou des Romans ist der Abstieg von Jessica Biels Figur aus der behüteten Welt einer Lehrerin in die dunklen Gassen und Hinterhöfe der Gangsterwelt von Los Angeles.

Mit Quentins Kumpel im Dunkeln munkeln

"Die A Little" wird übrigens oft mit den Romanen von James Ellroy verglichen, die im Fall von "L.A. Confidential", "Dark Blue" oder "Black Dahlia" auch den Weg ins Kino fanden - und eine durch und durch verdorbene Welt auf die Leinwand zeichneten. Da passt es, dass sich Jessica Biel, die den neuen Film auch selbst produziert, mit einem langjährigen Weggefährten von Quentin Tarantino zusammengetan hat: Koproduzent Richard N. Gladstein hatte bei "Reservoir Dogs", "Pulp Fiction" und "Jackie Brown" die Finger im Spiel, ebenso wie bei "Die Bourne Identität".

Klingt nach einem äußerst viel versprechenden Projekt für Jessy!

 

Jackie Brown in der Fotoshow

 

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Star

Samuel L. Jackson

Als eleganter, mit Bibelzitaten und gewaltiger Donnerstimme rhetorisch und mit dem Colt tödlich überzeugender Killer ist er in "Pulp...

 

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Bridget Fonda

Sie hat die coole schauspielerische Erbmasse der Fondas in sich und spielt selbstbewusste Frauen mit einem Hauch Ironie und Offenheit, der...