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Jackie Chan ist Nobody

Wahnwitzige Stuntparade des asiatischen Tausendsassas Jackie Chan.


Jackie Chan ist Nobody

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Erhältlich seit:
29.11.1999

Originaltitel: Ngo hai sui

Action/ Komödie

Hongkong 1998
Laufzeit: 119 Min.
FSK: ab 12

Jackie Chan
Michelle Ferre
Mirai Yamamoto

Regie: Jackie Chan, ...
Splendid Film

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Jackie Chan ist Nobody

Wissenschaftler finden einen geheimnisvollen Meteoriten im südafrikanischen Dschungel. Jackie und seine Söldnertruppe werden beauftragt, die Forscher zu entführen - was auch problemlos gelingt. Auf dem Rückflug in die Heimat explodiert allerdings der Hubschrauber, und nur Jackie überlebt. Schwer verletzt wacht er inmitten eines Eingeborenen-Dorfes auf. Kaum wieder fit, macht er sich auf die Suche nach den Verrätern. Sein Weg führt ihn über Malaysia mitten in die Zentrale eines Rotterdamer Industriekonzerns.

Jackie Chan, der Meister der schwerelosen Martial-Arts-Akrobatik, zeigt erneut Dutzende von sensationellen Stunts und versteht es auch, die exotischen Schauplätze gewinnbringend in Szene zu setzen. Nur anspruchsvollere Filmfreunde werden von der einfach gestrickten Story, die lediglich als Füllmasse zwischen den Action-Sequenzen dient, etwas enttäuscht sein. Als anarchistische Nonsens-Parade funktioniert Chans sorgfältig choreographiertes Kung-Fu-Stakkato allerdings bestens. Hinzu kommt ein selbstironischer Witz, der das seinige zum Erfolg dieser Action-Komödie beitragen wird. Jackie-Chan-Fans werden begeistert sein.

Jackie Chan ist Nobody

Wenn Jackie Chan zu einer seiner zur schönen Gewohnheit gewordenen Stuntparaden ausholt, sitzen Spannung und Logik bestenfalls in der zweiten Reihe. Nie war diese Betrachtung wahrer als bei "Jackie Chan ist Nobody", der ersten Regiearbeit des asiatischen Tausendsassas seit seinem West-Durchbruch mit "Rumble in the Bronx" vor nunmehr zwei Jahren. In dem kunterbunten, vor internationaler Kulisse in Südafrika, Malaysia und Rotterdam gedrehten Agententhriller ist die Geschichte einfach nur schmückendes Beiwerk für eine allerdings fast ausschließlich auf die zweite Hälfte des Films beschränkte Akrobatikhatz, in der der mittlerweile 44jährige mit seiner sagenhaften Körperbeherrschung einige Male dem scheinbar sicheren Tod von der Schaufel springt.

Für Aufsehen sorgt vor allem ein wahnwitziger Stunt, in dem Jackie Chan, der fleischgewordene Energizer-Bunny, mehr als 20 Stockwerke eines Steildaches, also etwa 100 Meter Höhenunterschied, halb rutschend, halb laufend bewältigt, ohne in irgendeiner Form abgesichert zu sein. Diesem Sahnehäubchen geht eine fast viertelstündige Martial-Arts-Schlacht voraus, deren Eleganz und Einfallsreichtum durchaus mit Jackies bisherigem Glanzstück in "Drunken Master 2" konkurrieren kann. Kurz davor konnte man sich darüber freuen, wie Hongkongs ungeschlagener Kassenheroe seine Gegner mit holländischen Holzschuhen mit dem körperbetontesten Ballett der Filmgeschichte in Schach hält, um kurz darauf auf Holzsohlen einige Male zentimeterbreit an todbringenden Lastwägen vorbeizuschlittern. Jackies Vorbilder aus der Stummfilm- und Musical-Ära würden vor Neid den Hut ziehen.

Bis Jackie Chan allerdings den Turbo einschaltet, muß man erst einmal eine langgezogene Exposition über sich ergehen lassen, in der die brave Geschichte mit ehrlich-naiver Ökobotschaft in die Gänge gebracht wird. Denn Chan gehört zu einem Kommando, das im südafrikanischen Dschungel drei Wissenschaftler entführt und dann in einem Sabotageakt beseitigt wird. Nur Jackie wird von einem Eingeborenenstamm mit verlorenem Gedächtnis aufgelesen. Von ewiger Ungewißheit geplagt, zieht er nach längerem Steppenaufenthalt los, um seine eigene Identität zu erkunden und marschiert geradewegs in eine Verschwörung, die - man kennt es aus anderen Chan-Filmen - kreischende Mädchen, böse CIA-Agenten vom Eindimensionalsten und spritzige Actionsequenzen, wie man sie so noch nie gesehen hat, bereithält.

Obwohl "Jackie Chan ist Nobody" nichts essentiell Neues zum Chan-Oeuvre beiträgt, fällt neben den stupenden Stunts doch die sorgfältige Bildsetzung von Hang-Sang Poon ("A Chinese Ghost Story") auf, die das bunte Tummeln wesentlich besser aussehen läßt, als man das von Chans Filmen gewohnt ist. Das Timing für die prächtige Hongkong-Produktion könnte nicht besser sein: Dank des Erfolges von "Rush Hour" ist der Name Jackie Chan in aller Munde. Und wer von der amerikanischen Actioncomedy enttäuscht ist, weil Jackie seine Fäuste und Füße nur selten sprechen lassen darf, der ist bei "Jackie Chan ist Nobody" am rechten Platz: Hier erlebt man das Martial-Arts-Genie ungefiltert - und auf der Höhe seiner Kunst. ts.

Darsteller:  Jackie Chan   als Jackie a.k.a. Whoami
  Michelle Ferre   als Christine
  Mirai Yamamoto   als Yuki
  Ron Smerczak   als Morgan
  Ed Nelson   als Gen. Sherman
  Tom Pompert   als CIA-Agent
  Yannick Mbali   als Baba
  Washington Sixolo  
 
Regie:  Jackie Chan  
  Benny Chan  
Buch:  Jackie Chan  
  Susan Chan  
  Lee Reynolds  
Musik:  Nathan Wang  
Kamera:  Poon Hang-seng  
Produzent:  Barbie Tung  
 

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Features

 

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Jackie Chan

Unter den Martial-Arts-Helden aus Hongkong ist Jackie Chan das unverwüstliche Stehaufmännchen, der Charlie Chaplin des Kung-Fu und ein Wirbelwind...