Jahre nach ihrer Rückkehr aus Vietnam besucht der Veteran Megs seinen alten Kameraden Dave, der inzwischen zum Säufer geworden ist und bei seiner Schwester Martha wohnt. Mit seinem hemdsärmeligen Charme gewinnt Megs die Zuneigung Marthas und durchbricht allmählich auch die schweigsame Verbitterung Daves, der die schmerzlichen Begleitumstände beim Tod eines gemeinsamen Freundes in Vietnam nie verwunden hat. Nach einem Eklat, den Dave verursacht, als er auf einer Tanzveranstaltung randaliert, die Megs mit Martha besucht, schmiedet die lange fällige Aussprache die Freundschaft zwischen Megs und Dave neu.
Einfühlsames, engagiertes Drama, mit dem sich Regisseur David Jones ("Betrug") der Probleme der Vietnamheimkehrer annimmt. Mit Robert De Niro ("Es war einmal in Amerika") und Ed Harris ("Abyss") als vom Vietnamkrieg entzweites Freundespaar standen Jones hervorragende, im Fall von De Niro mit "Die durch die Hölle gehen" ein einschlägig vorbelasteter Darsteller zur Verfügung. Auch wenn "Jacknife" nicht ohne Längen ist, dürfte dieser überdurchschnittlich gut gemachte Film beim breiten Publikum großen Anklang finden. Dafür bürgen die namhafte Besetzung und das zugkräftige Thema.