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Jade

Anwalt trifft bei seinen Nachforschungen in einem Mordfall auf seine Jugendliebe. Ausgerechnet sie ist die Hauptverdächtige. Düsterer Erotikthriller des "Exorzist"-Regisseurs William Friedkin.


Jade

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Erhältlich seit:
01.12.2004

Thriller

USA 1995
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 16

David Caruso
Linda Fiorentino
Chazz Palminteri

Regie: William Friedkin
Paramount Home Entertainment

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In San Francisco ist ein Milliardär brutal ermordet worden. Die Ermittlungen übernimmt der stellvertretende Staatsanwalt David Corelli. Im Safe des Opfers findet er Fotos, auf denen der Gouverneur von Kalifornien in eindeutigen Posen mit einer Prostituierten zu sehen ist. Im anschließenden Verhör beichtet diese, daß der Milliardär einen Callgirl-Ring betrieben hat, deren Star die mysteriöse Jade ist. Hinter dem Pseudonym Jade steckt die Psychologin Trina Gravin, Corellis Ex-Freundin. Und alles deutet darauf hin, daß sie die Mörderin ist.

William Friedkins ("French Connection") düstere Studie über sexuelle Obsessionen besitzt zwei Trumpfkarten, die garantiert stechen: das mit lasziven Anspielungen gespickte Drehbuch von Skandal-Autor Joe Eszterhas ("Basic Instinct") und die perfekte Performance von Linda Fiorentino als betörender femme fatale, die ihre Partner David Caruso und Chazz Palminteri locker in den Schatten stellt. Ein pechschwarzer Krimi um Mord, Sex und Intrigen mit besten Aussichten.

Hollywoods höchstbezahlter Drehbuchautor, Joe Eszterhas, erdachte die skandalgeschwängerten Plots von "Eine verhängnisvolle Affäre", "Basic Instinct" und zuletzt "Showgirls". William Friedkin ist der Regisseur des wegweisenden Horrorklassikers "Der Exorzist" sowie klassischer Thriller wie "Brennpunkt Brooklyn" und "Leben und Sterben in L.A.". Die unterkühlte Brünette Linda Fiorentino avancierte in "Die letzte Verführung" als moderne Femme Fatale des Neo-Film-Noir zum Kritikerliebling. Drei vielversprechende Namen, deren Talente in dem psychologischen Erotikthriller "Jade" von Star- und Skandalproduzent Robert Evans vereint wurden. Dabei ist es die Handschrift Eszterhas', die am deutlichsten zum Tragen kommt. Nahezu ungefiltert bringt er jene unfehlbar simple Mixtur aus Mord, Sex und Intrigen, kassenträchtig angesiedelt im glitzernden Milieu der Schönen und Reichen, zur Anwendung, die ihm den Ruf des führenden Sleaze- Maestros beschert haben. Wie in "Basic Instinct" ist es in "Jade" eine intellektuelle, sexuell aggressive Frau, deren Dominanz für Männer gleichermaßen faszinierend und bedrohlich ist. Wie in "Sliver" ist die Protagonistin jedoch zugleich auch ein Opfer, dem ein verliebter Mann aus der fatalen Bredouille zu helfen versucht. Im Mittelpunkt der Geschichte steht allerdings der stellvertretende Staatsanwalt David Corelli ("NYPD Blue"-Star David Caruso in seiner zweiten Hauptrolle), der bei einem grauenvollen Mord an einem einflußreichen Millionär hinzugezogen wird. Im Safe des Toten finden sich kompromittierende Fotos des Gouverneurs (Richard Crenna) im hautengen Kontakt mit einer einschlägig bekannten Minderjährigen. Als Mordverdächtige entpuppt sich schon bald die renommierte Psychologin Trina Gavin (Fiorentino), die mit dem prominenten Anwalt Matt (Chazz Palminteri) verheiratet ist. Pikanterweise war sie Corellis große Jugendliebe, so daß ihn die Entdeckung ihres verruchten Doppellebens als eiskalte Nymphomanin - Branchenname Jade - schwer belastet. Bei seinen Nachforschungen gerät er in einen gefährlichen Intrigen- und Gefühlsstrudel, der ihn fast das Leben kostet und weitere dunkle Geheimnisse zu Tage fördert. Oscar-Preisträger Friedkin ist es, der dem Film Klasse verleiht: Ohne sich von den Tretminen des Drehbuchs irritieren zu lassen, wartet er mit einem komplexen visuellen Stil auf: Subjektive Kameraführung und blitzschnelle Schnitte geben "Jade" Spannung und Tempo. Besonders spektakulär ist eine Autoverfolgungsjagd quer durch die Neujahrsparade im Chinatown San Franciscos, die sich nahtlos in Friedkins Carchase-Repertoire einfügt und gleichzeitig vor Peter Yates' Klassiker "Bullitt" verneigt. Darüber hinaus kann er sich auf ein ausnahmslos solide agierendes Schauspielerensemble verlassen, das er mit mehreren Laiendarstellern ergänzte, die sich selbst spielen. Ironischerweise ist es der auf Atmosphäre bedachte Schocker "Jade", der hält, was Eszterhas' "Showgirls" versprochen hat: In der Darstellung sexueller Abartigkeiten oder ausgefallener Erotikspiele geht diese Exkursion auf die Schattenseiten der menschlichen Seele weitaus unverblümter zur Sache als Verhoevens Freikörper-Tanzreigen. Wie seine drei Hauptfiguren hat der Film mehr zu bieten, als er zunächst bereit ist, offen zu zeigen. ara.

Darsteller:  David Caruso  
  Linda Fiorentino  
  Chazz Palminteri  
  Michael Biehn  
  Richard Crenna  
  Donna Murphy  
  Ken King  
  Holt McCallany  
  David Hunt  
  Angie Everhart  
  Kevin Tighe  
 
Regie:  William Friedkin  
Buch:  Joe Eszterhas  
Musik:  James Horner  
Kamera:  Andrzej Bartkowiak  
Produzent:  Robert Evans  
  Craig Baumgarten  
  Gary Adelson  
 

Jade in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

Star

David Caruso

Rothaarig, verschlossen, mit zuweilen grimmiger Härte und Entschlossenheit und zusammengekniffenen Lippen wurde David Caruso in den 90ern mit...

 

Star

Chazz Palminteri

Er ist einer der interessantesten Galgenvögel des US-Kinos, einer aus der Garde der Mafiosi und Killer. Im Gegensatz zu dem gemütlicher...