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Jagd auf Roter Oktober

Furioser U-Boot-Thriller, mit dem sich John McTiernan als führender Actionregisseur behauptet, auch wenn sein Kalter-Krieg-Thriller mit simplen Gut-Böse-Klischees aufwartet.


Jagd auf Roter Oktober

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Erhältlich seit:
02.11.2000

Originaltitel: The Hunt for Red October

Action/ Thriller

USA 1990
Laufzeit: 129 Min.
FSK: ab 12

Sir Sean Connery
Alec Baldwin
Scott Glenn

Regie: John McTiernan
Paramount Home Entertainment

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Jagd auf Roter Oktober

Der russische Kommandant Ramius setzt sich samt Mannschaft mit seinem dank neuer Antriebssysteme nahezu unortbaren Atom-U-Boot "Roter Oktober" in Richtung Westen ab. Einem US-U-Boot gelingt es, die "Roter Oktober" zu orten. Der Krisenstab befürchtet, Ramius plane auf eigene Faust einen Angriff auf die USA. Nur CIA-Agent Jack Ryan glaubt, daß es sich bei Ramius um einen Überläufer handelt. Er geht an Bord des US-U-Boots und nimmt Kontakt mit Ramius auf, der sich als Überläufer entpuppt, seine Mannschaft aber im Glauben gelassen hat, ihr Einsatz sei ein Angriff. Mit vereinten Kräften gilt es nun, die Attacke eines russischen U-Boots abzuwehren.

Mit diesem majestätischen Kalter Krieg-Thriller, bewußt in Prä-Perestroika-Zeiten angesiedelt, festigt John McTiernan ("Predator", "Stirb langsam") seinen Ruf als führender Actionregisseur. Mit der Präzision eines Uhrwerks führt McTiernan seine Darsteller und baut dabei systematisch Spannung auf, die sich nach dem Schneeballprinzip multipliziert. Dabei kann er sich auf ein großartiges Ensemble verlassen, aus dem Sean Connery ("Das Rußland Haus") und Alec Baldwin ("Miami Blues") hervorstechen. Trotz simpler Gut-Böse-Klischees die bisher perfekteste Ausgabe von McTiernans archaischem Actionkino, das sich alsbald auf die Jagd nach der Hitparadenspitze begeben wird.

Darsteller:  Sir Sean Connery  
  Alec Baldwin  
  Scott Glenn  
  Tim Curry  
  James Earl Jones  
  Sam Neill  
  Joss Ackland  
  Richard Jordan  
  Peter Firth  
 
Regie:  John McTiernan  
Buch:  Larry Ferguson  
  Donald Stewart  
Musik:  Basil Poledouris  
Kamera:  Jan de Bont  
Produzent:  Mace Neufeld  

Affleck rettet den roten Hasen

Mit seinem Romanerstling "Jagd auf Roter Oktober" landete Tom Clancy 1990 einen Bestseller, den Hollywood erfolgreich ins Kino brachte. Drei weitere Verfilmungen folgten: Nach Alec Baldwin übernahmen Harrison Ford und zuletzt Ben Affleck die Rolle des CIA-Analytikers Jack Ryan. Jetzt soll der smarte Held auf die Leinwand zurückkehren.

Affleck sucht sich nur die besten Rollen aus (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Affleck sucht sich nur die besten Rollen aus (Foto: Kurt Krieger)

Die Zuschauer erleben abermals Ben Affleck als den noch jungen CIA-Mann Jack Ryan. Als Vorlage für den neuen Blockbuster dient der Roman "Red Rabbit" von Tom Clancy. Die Geschichte ist Anfang der Achtziger Jahre angesiedelt. Spielt also vor "Jagd auf "Roter Oktober"", "Die Stunde der Patrioten", "Das Kartell" und vor der letzten Romanverfilmung "Der Anschlag".

So erlebt der Kinogänger einen Jack Ryan, der noch leicht grün hinter den Ohren ist, auch mal Fehler begeht und noch weit entfernt davon ist Präsident der Vereinigten Staaten zu werden. Clancy-Fans wissen, dass wird er erst im Roman "Befehl von oben".

"Red Rabbit" zeigt also erstmal Jacks Anfangszeit beim CIA. Präsident Ronald Reagan führt einen vehementen Kreuzzug gegen "das Reich des Bösen" und in der Sowjetunion zieht Juri Andropow, der KGB-Chef, die Fäden der Macht. Als Papst Johannes Paul II in einem Brief die Warschauer Regierung massiv unter Druck setzt, sieht sich der KGB-Chef zum Handeln gezwungen.

Andropow beschließt das Problem radikal zu lösen: Der Papst muss weg und ein Killer wird engagiert. Der Plan könnte aufgehen, wäre da nicht ein Mitarbeiter in seiner Behörde, der die Front wechseln will. Dieser Mann ist das "Rabbit", denn im CIA-Jargon steht der Begriff für eine Person, die in einer brenzligen Lage steckt und auf Rettung hofft. Rot ist der Hase deshalb, weil der Überläufer ein Russe ist, schließlich tobt gerade der Kalte Krieg.

Eine Aufgabe für Jack Affleck und Ben Ryan

Affleck, der zuletzt mit "Paycheck" in den deutschen Kinos zu sehen war, freut sich auf die Rolle: "Ich bin Jack Ryan, ich weiss es". Damit dementiert er Gerüchte, Hollywood würde ihn zur Zeit stiefmütterlich behandeln. "Wenn Hollywood könnte, würden die eh jeden Film mit Tom Hanks oder Tom Cruise besetzen" grübelt der Ex-Lover von Jennifer Lopez. Glück für ihn, Hanks und Cruise haben nicht die Zeit, alle Hauptrollen zu spielen.

 

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