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Leihvideo
Erhältlich seit:
13.11.2006
Originaltitel: The World Is Not Enough
USA/Großbritannien 1999
Laufzeit: 123 Min.
FSK: ab 12
Pierce Brosnan
Sophie Marceau
Denise Richards
Regie: Michael Apted
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Limitiert wie die Ölvorkommen, von denen die Welt nicht nur im 19. Bond-Abenteuer nicht genug hat, sind auch die Variationsmöglichkeiten der ins 27. Jahr gehenden, ungebrochen gewinnträchtigen Agentenserie. Vom kinetischen Prolog bis hin zur obligatorischen finalen Intimbelohnung Bonds bleibt alles beim Alten im Schlachtschiff des internationalen Actionfilms, das mit einem hohen Quantum an Explosionen, verbalen Zweideutigkeiten und einer relativ kleinen Dosis Erotik wieder sichere Millionengewinne einfahren wird, auch wenn Roststellen unübersehbar sind.
Seine stärksten Momente hat "Die Welt ist nicht genug" in den ersten dreißig Minuten, in der die fünf Drehbuchautoren Bond keine Ruhe gönnen und die Endloskette von mal clever-witzigen ("eine rein plutonische Beziehung"), mal platt zweideutigen Einzeilern ihren Anfang nimmt. In Bilbao erobert Bond (zum dritten Mal gespielt vom hier eher grimmig-entschlossenen als charmant-ironischen Pierce Brosnan) im Auftrag ihrer Majestät einen Geldkoffer zurück, den er in den Räumen des MI 6 dem Ölmagnaten King aushändigt, der eine neue, von Konkurrenten bekämpfte Pipeline vom Kaspischen Meer nach Istanbul bauen will. Minuten später ist der Industrielle vor den Augen der Agenten pulverisiert, und Bond auf der Themse per High-Tech-Boot der Attentäterin im Genick. Die Verfolgungsjagd durch die modernisierten Dockanlagen ist das spektakuläre Actionhighlight des Films, endet aber recht enttäuschend mit dem Selbstmord von Massimo Troisis "Postmann"-Muse Maria Grazia Cucinotta, die dem Film später noch gut zu Gesicht gestanden hätte. Nach einer gewohnt bildschönen und ästhetischen Titelsequenz, in der sich die obligatorischen Silhouetten der Bond-Babes aus Öltropfen materialisieren, wird die Doppelnull zum Schutz von Kings Tochter Elektra (Sophie Marceau) abgestellt, die sich erneut von dem Mann bedroht fühlt, der sie vor Jahren schon einmal entführt hatte. Robert Carlyle (gefürchtet als Schläger in "Trainspotting") spielt den schmerzunempfindlichen Terroristen Renard, der nach 45 Minuten in die Handlung eingreift und kurz darauf in Kasachstan unter großem Actiongewitter einen Nuklearsprengkopf stiehlt, mit dem er in Istanbul den Beginn einer neuen Welt herbeiführen will, deren Details wie üblich ausgespart werden. Bonds neue Verbündete wird nun Denise Richards als Nuklearwaffenexpertin Dr. Christmas Jones, die wie schon Izabella Scorupco in "Goldeneye" vorwiegend als Rennmaus agieren darf, die mit 007 vor Feuerbällen und riesigen Kreissägen davonlaufen kann. Richards, bisher sowohl bei Paul Verhoeven ("Starship Troopers") als auch John Mc Naughton ein "Wild Thing", wirkt als guter Engel deutlich blasser als Sophie Marceau, die als bad girl konträr zu ihrem Image besetzt ist, sich als zurückgenommene Erotikwaffe des Films gut in Szene setzt, aber an die Comic-Farbe Famke Janssens aus "Goldeneye" nicht heranreichen darf oder kann. Für die Wirkung des Films allerdings bleibt das nahezu bedeutungslos, sind doch die Unterschiede der Neunziger-Jahre-Bonds aufgrund der festgelegten Formel und Regisseuren, die sich, wie hier Michael Apted ("Nell"), völlig den Anforderungen unterordnen, kaum auszumachen. So spult auch diese Actionmaschine mit Boots-, Ski- und Pipelinejagden, Schlägereien, Tauchgängen und dem recht undynamischen, leicht enttäuschenden Finale auf einem U-Boot wieder ihr gewohntes Aufgebot an Stunts und schrulligen Technik-Gags ab, werden mit Elektronikguru Goldie vor der Kamera oder Garbage auf der Tonspur die Jugend und mit Q's neuem Assistenten John Cleese (ein Modell mit Zukunft) alterslose Humorfans angesprochen. Nicht anzunehmen, daß die Welt von diesem aufwendigen Re-Mix genug haben wird. kob.
| Darsteller: | Pierce Brosnan | als James Bond | |
|---|---|---|---|
| Sophie Marceau | als Elektra King | ||
| Denise Richards | als Dr. Christmas Jones | ||
| Robert Carlyle | als Viktor Zokas | ||
| Dame Judi Dench | als M | ||
| Robbie Coltrane | als Valentin D. Zukovsky | ||
| Samantha Bond | als Miss Moneypenny | ||
| Desmond Llewelyn | als Q | ||
| John Cleese | als R | ||
| Maria Grazia Cucinotta | als Giulietta | ||
| Ulrich Thomsen | als Sasha Davidov | ||
| Claude-Oliver Rudolph | als Colonel Akakievich | ||
| Colin Salmon | als Charles Robinson | ||
| Michael Kitchen | als Bill Tanner | ||
| Patrick Malahide | als Lachaise | ||
| David Calder | als Sir Robert King | ||
| Serena Scott Thomas | als Dr. Molly Warmflash | ||
| Gilbert Goldie | als Bull | ||
| Regie: | Michael Apted | ||
| Buch: | Bruce Feirstein | ||
| Neal Purvis | |||
| Robert Wade | |||
| Musik: | David Arnold | ||
| Kamera: | Adrian Biddle | ||
| Produzent: | Michael G. Wilson | ||
| Barbara Broccoli | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts, Deutsch DD 5.1, Englisch dts, Englisch DD 5.1, Englisch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: 2 DVDs: Trailer, Audiokommentare, Featurettes, Entfallene Szenen, Making of, Musikvideo, Bildergalerie
Star
Pierce Brosnan
Als fünfter James Bond in der langlebigsten Serie der Filmgeschichte brachte Pierce Brosnan mit "GoldenEye", "Der Morgen stirbt nie", "Die...
Star
Sophie Marceau
Teenie-Star und romantische Prinzessin, die sich in Skandalfilmen auszog, international gefragte Schauspielerin, die in historischen...
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