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James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag

Vierter und bester Brosnan-Bond mit dem Kultagenten als Widersacher eines Koreaners mit globalen Zerstörungsabsichten.


James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag

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Erhältlich seit:
08.05.2003

Originaltitel: Die Another Day

Action/ Thriller

USA/Großbritannien 2002
Laufzeit: 127 Min.
FSK: ab 12

Pierce Brosnan
Halle Berry
Toby Stephens

Regie: Lee Tamahori
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Witzig, wild und wuchtig: Der Ire Pierce Brosnan besticht bei seinem vierten Einsatz als kultivierter Superagent James Bond mit der Lizenz zum Töten.

Auch mit ergrautem Haar schießt 007 scharf wie eh und je (Foto: Fox) Großansicht

Auch mit ergrautem Haar schießt 007 scharf wie eh und je (Foto: Fox)

Dem Neuseeländer Lee Tamahori ("Die letzte Kriegerin") wurde die Ehre zuteil, James Bond zu dessen 40. Dienstjubiläum filmisch zu gratulieren. Dabei gestaltete der Regisseur das zwanzigste Abenteuer visuell wie dramaturgisch relativ düster. Dennoch geizte man - ganz klar - wieder nicht mit technischen Gimmicks und atemberaubenden Spezialeffekten.

Die kommen auch gleich zu Beginn ordentlich zum Einsatz, als James Bond (clever & cool: Pierce Brosnan) einem Verräter aus den eigenen Reihen zum Opfer fällt und in nordkoreanischer Gefangenschaft landet. Nach 14 Monaten Haft und Folter wieder in Freiheit, sinnt der Spion seiner Majestät auf Rache.

Zao wird trotz seiner Diamanten nicht zu Jinx' Busenfreund (Foto: Fox) Großansicht

Zao wird trotz seiner Diamanten nicht zu Jinx' Busenfreund (Foto: Fox)

Augen auf!

Vom Geheimdienst im Stich gelassen, sucht er den Schurken auf eigene Faust und findet ihn im Diamantenmogul Gustav Graves (fies: Toby Stephens). Der will die Welt mittels einer künstlichen, extrem zerstörerischen Sonne beherrschen. Nur gut, dass Bond in der aparten, schlagkräftigen Geheimagentin Jinx (exquisit: Halle Berry) eine ebenbürtige Verbündete findet.

"Stirb an einem anderen Tag" ist feinstes Augenfutter, denn weder die noch während der Dreharbeiten Oscar-gekrönte Halle Berry ("Monster's Ball") als messerschwingende, bikinitragende Kampfmaschine, noch der den Showdown beherbergende Eispalast lassen optische Wünsche offen.

Mit einer Hand voll Diamanten klappt's auch mit den Frauen (Foto: Fox) Großansicht

Mit einer Hand voll Diamanten klappt's auch mit den Frauen (Foto: Fox)

Wie in den Sixties

Brosnan zeigt sich in seinem vierten Bond-Einsatz mit ergrautem Brust- und Haupthaar männlicher denn je. John Cleese als Q und Judi Dench als M servieren britisches Understatement und viele versteckte Hinweise auf frühere 007-Einsätze.

Und nicht zuletzt wird das fabelhafte Produktionsdesign nicht nur Fans begeistern. Auch die Make-up-Abteilung hat ganze Arbeit geleistet, denn das Brillanten-gespickte Gesicht des Killers Zao (Rick Yune) zählt zu den schrägsten Einfällen in der Bond-Historie.

Und, last but not least, legt der unermüdliche Agent immer noch die obligatorischen Damen - auch die feindlich gesonnenen! - gewohnt stilvoll flach. Fazit: Der beste Bond seit den Swinging Sixties.

James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag

Die Eiswürfel sind gefallen, und die Sprüche zum Martini sind trockener denn je. Bond 2002 ist ein guter Jahrgang. Das Umgangsklima ist frostig, aber die Fantemperatur wird steigen, wenn 007 gefangen, gefoltert und vom eigenen Geheimdienst als angeblicher Singvogel seinen Käfig bekommt. Bittere Qualen, aber süße Belohnung. Bond bekommt guten Sex, die Kinowelt den erwarteten Millionenhit.

40 Jahre ist das Agentenwunder jetzt im Dienst. Anlass genug für ein Best Of mit Zitaten aus "Dr. No" oder "Goldfinger" und eine Story, die dem üblichen Rahmen von der Dominanz des Planeten eine spezielle Note hinzufügt. "Dieses Mal ist es persönlich" lautet das inoffizielle Motto des Jubiläumsplots, der erneut auf das Konto des Autorenduos von "Die Welt ist nicht genug" geht. Der traditionelle Prolog beginnt mit drei Männern, die sich auf mächtigen Wellen unbemerkt in eine nordkoreanische Strandzone einsurfen. Eine schöne, durch Filtereinsatz fast unwirklich stilisierte Sequenz. Kurz darauf hat Bond einen Kurier ausgeschaltet und kontaktet mit einem Koffer Diamanten die Geschäftspartner des Mannes: nordkoreanische Waffenhändler. Durch Verrat fliegt er auf, liefert sich per Hovercraft ein rasantes Fluchtduell durch verminte Natur, das Widersacher Colonel Moon mit einem Sturz ins Bodenlose und er selbst mit Gefangenschaft bezahlt. In einem gewagten Mix aus visueller Ästhetik und Gewaltpolaroids, die Bonds 14-monatiges Foltermartyrium andeuten, schließt sich die starke Creditsequenz an. Als Bond danach im Monte-Christo-Look für Zao, die rechte Hand Moons, ausgetauscht wird, fühlt er sich von M im Stich gelassen und als Verräter gebrandmarkt. So spioniert er als Einzelkämpfer weiter, entdeckt die selbstbewusste Jinx (Oscarpreisträgerin Halle Berry) und ihren Bikini am Strand, danach Erzfeind Zao in einer Klinik, der durch DNA-Übertragung radikales Facelifting erhalten soll. Jinx entpuppt sich als tödliche US-Agentin und Zao als Kontaktmann des Diamantenzars Graves (Toby Stephens). Dieser will der Welt durch einen ferngesteuerten Hi-Tech-Satelliten eine zweite Sonne geben, die sich als Superlaser mit globaler Zerstörungspotenz nutzen lässt. Bonds Erstkontakt mit Graves gehört auch ohne ballistisch-pyromanische Exzesse zu den Actionhighlights des Films. Eingeleitet von Madonnas Minutenauftritt als Degendomina, entwickelt sich ein wütend geführter Säbel- und Schwertkampf durch die heiligen Hallen eines Londoner Eliteclubs. Ein weiterer Höhepunkt folgt schnell, als ein Angriff auf den MI 6 als virtuelle Simulation enttarnt wird. Nun darf John Cleese als Q (ersetzt Desmond Llewelyn) störrisch nörgeln und Bond in die neuen Gadgets, darunter ein Aston Martin mit prä-klingonischer Tarnvorrichtung, einweisen. Von nun an ist 007 wieder im Auftrag Ihrer Majestät unterwegs, unterstützt von Miranda Frost, die undercover Graves beobachtet und under cover von Bond enteist wird. Trotz eines recht transparenten Plots wartet das von Lee Tamahori ("Im Netz der Spinne") inszenierte Abenteuer mit Überraschungen und fast einer Überdosis an weiteren Actionsequenzen auf. Sportwagen jagen sich in Graves' Monumental-Iglu und auf vereistem Wasser, Bond surft auf einer Flutwelle und zähmt den Bösewicht schließlich über den Wolken. Wirkt die erste Hälfte durch Bonds Trauma eher ernsthaft dramatisch, setzt sich in der zweiten ein entspannterer Ton durch. Auf beiden Anforderungsebenen zeigt Pierce Brosnan seinen bisher besten Bond und Halle Berry ein Bondgirl, das Artenschutz durch starke Männer nicht nötig hat. Wie gewohnt, wird auch hier verbales Vorspiel mit vielen Zweideutigkeiten gepflegt, aber im Unterschied zu manchem Vorgänger sind Timing und Trefferquote beachtlich. Natürlich dominiert Non-Stop-Action Plot und Figuren zu stark, dennoch ist dieser Bond seit Brosnans Amtsantritt der überzeugendste. Madonnas Dancefloor-Titelsong bringt den Oldie ins neue Jahrtausend, in dem sogar für Moneypenny endlich (virtuelle) Erfüllung wartet. Ein Moment, der in der Verbindung von Charme und Witz im Bond-Universum schon jetzt ein Klassiker ist. kob.

Darsteller:  Pierce Brosnan   als James Bond
  Halle Berry   als Jinx
  Toby Stephens   als Gustav Graves
  Rosamund Pike   als Miranda Frost
  Rick Yune   als Zao
  Dame Judi Dench   als M
  John Cleese   als Q
  Michael Madsen   als Falco
  Will Yun Lee   als Colonel Moon
  Kenneth Tsang   als General Moon
  Emilio Echevarría   als Raoul
  Mikhail Gorevoy   als Vlad
  Lawrence Makoare   als Mr. Kil
  Colin Salmon   als Robinson
  Samantha Bond   als Moneypenny
  Ben Wee   als hochnäsiger Empfangschef
  Ho Yi   als Hotelmanager
  Rachel Grant   als Peaceful
  Ian Pirie   als Widerling
  Simón Andreu   als Dr. Alvarez
  Mark Dymond   als Van Bierk
  Deborah Maria Moore   als Stewardess
  Oliver Skeete   als Concierge
  Joaquin Martinez   als alter Mann in Zigarrenfabrik
  Michael G. Wilson   als General Chandler
  Daryl Kwan   als General Han
  Vincent Wong   als General Li
  Stuart Ong   als General Dong
  Manolo Caro   als kubanischer Kellner
  Tymarah   als koreanische Wache
 
Regie:  Lee Tamahori  
Buch:  Neal Purvis  
  Robert Wade  
Musik:  David Arnold  
Kamera:  David Tattersall  
Produzent:  Michael G. Wilson  
  Barbara Broccoli  

Brosnan als Freizeit-Schumi

Boys and their Toys - Jungs und ihre Spielzeuge!

Immer langsam mit den jungen Pferden: Bleifuß Pierce Brosnan (Foto: UIP) Großansicht

Immer langsam mit den jungen Pferden: Bleifuß Pierce Brosnan (Foto: UIP)

Mit den entsprechenden Pferdestärken unter dem Hintern scheint jeder Mann zum Macho zu mutieren. Selbst millionenschwere Filmstars, die vor der Kamera ihre Adrenalin-Schübe ausleben könnten, sind davor nicht gefeit.

So gab Pierce Brosnan nun in einem Interview zu, dass er sich erst kürzlich in Los Angeles spontan auf ein waghalsiges Auto-Wettrennen einließ. Ganz stilgemäß war der 007-Darsteller in seinem 280.000 Euro teuren Aston Martin unterwegs. An einer Ampel kam ein Ferrari neben ihm zu stehen. Den Rest kann man sich denken: Da brüllen die Boliden, jagen Drehzahlmesser gen Anschlag und quietschen bei grün die Reifen.

Erschüttert, nicht gerührt

"Der Junge wollte ein Rennen, also bin ich eingestiegen. Wir sind diese Landstraße mit 150 Sachen entlang gebrettert", gab Brosnan zu, betonte aber, dass ihm unmittelbar nach seinem Schumi-Anfall das Licht der Erkenntnis aufging: "Ich fragte mich, was zum Teufel ich hier eigentlich mache. Ich bin ein 51 Jahre alter Mann mit Frau und Kind! Also bin ich auf die Bremse getreten."

Zwar sei auf der kaum befahrenen Straße das Risiko eines Unfalls sehr gering gewesen, so der Schauspieler weiter, doch langsam sei es auch für ihn an der Zeit, sich wie ein Erwachsener zu verhalten. Er sei später regelrecht erschüttert von seinem leichtsinnigen Verhalten gewesen und versprach, zukünftige Wettrennen aufs Filmemachen zu beschränken.

 

James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag in der Fotoshow

 

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Features

 

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Pierce Brosnan

Als fünfter James Bond in der langlebigsten Serie der Filmgeschichte brachte Pierce Brosnan mit "GoldenEye", "Der Morgen stirbt nie", "Die...

 

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Halle Berry

Als sie im geblümten, teils transparenten Chiffon-Kleid 2002 den Oscar als Beste Weibliche Hauptdarstellerin in Empfang nahm, überzog sie...