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Jane Eyre

Stimmungsvolle Kinoversion von Charlotte Brontës schaurig-melodramatischem Literaturklassiker.


Jane Eyre

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Erhältlich seit:
27.05.2008

Drama

USA 1995
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 6

William Hurt
Charlotte Gainsbourg
Joan Plowright

Regie: Franco Zeffirelli
Cine Plus Entertainment

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Jane Eyre

Als Kind rebelliert die englische Waise Jane Eyre gegen das korsettierte strenge Leben als Internatsmädchen. Sie nimmt eine Stelle als Hauslehrerin auf Thornfield Hall an und verliebt sich in den Hausherrn Edward Rochester. Rochester, ein unsteter Mann, hat ein Geheimnis, das seinen Gefühlen für Jane entgegen wirkt: Er verbirgt seine wahnsinnig gewordene Frau in einem Seitenflügel des Schlosses. Als das Schloss einem Brand zum Opfer fällt und die Frau Rochesters umkommt, finden Jane und Rochester doch noch ihr Glück.

Die dritte Verfilmung des Bestsellers von Charlotte Brontë (1816 - 1855), den sie unter dem männlichen Pseudonym Currer Bell veröffentlichte. Regisseur Franco Zeffirelli inszeniert relativ distanziert, um die Melodramatik zu umgehen. Jane als Kind wird von Anna Paquin ("Das Piano") energisch, eigensinnig und willensstark gespielt, Charlotte Gainsbourg betont Lebenshunger, Neugier und erwachende Sexualität. William Hurt ist als Rochester verloren in Schicksalssschlägen. David Watkins' Kamera nimmt in kühlen bleichen Farbtönen und strengen Bildkadern auf.

Jane Eyre

Wie schwer hat es doch Jane Eyre, die zum wiederholten Male aus dem gothischen Schauerroman des 19. Jahrhunderts heraus im Kino von Licht und Schatten des Lebens erzählen soll. Franco Zeffirellis Version ist nach Robert Stevensons düsterem, visuell opulentem (1944) und Delbert Manns kompetentem, wenn auch etwas hausbackenem Zugriff (1971) die dritte ernstzunehmende Tonfilm-Adaption von Charlotte Brontës Klassiker. Abgesehen von Charlotte Gainsbourgs Besetzung der Titelrolle, vermag Zeffirelli aber wenig Gründe zu liefern, warum eine neue Generation von Kinogängern sich dieses etwas verstaubten Stoffes annehmen sollte.

Dabei sparte der 73jährige Italiener wie schon in "Hamlet" weder an Talent (Englands Theaterstars John Wood, Fiona Shaw und die großartige Billie Whitelaw als Grace Poole) noch Prominenz. Hugh Whitemore, Autor sensibler Kammerspielfilme wie "Schatten der Vergangenheit" oder "Zwischen den Zeilen", hält sich in seiner Adaption eng an die Vorlage, verpaßt es aber, deren größtes Manko zu korrigieren. So wird die arme Jane, die ihr mürrischer Arbeitgeber Rochester (leicht lustlos und maniriert: William Hurt) ob ihres aufrechten und unbeugsamen Charakters lieben lernt, auch hier am Ende durch Erbschaft reich, wodurch die Heirat mit Rochester letztlich nicht spirituell, sondern materiell sanktioniert wird. Auch sonst geht Zeffirelli keinerlei Risiken ein, hakt die wichtigen Stationen des Romans korrekt, wenn auch ohne Berührungsängste zum Seelenkitsch ab. Dabei gelingen ihm mitunter schöne Szenen, wenn etwa die junge Jane (stolz, aber der schwierigen Rolle nicht immer gewachsen: Anna Paquin aus "Das Piano") im Internat berührende Solidarität mit ihrer bestraften Freundin zeigt. Unverständlich allerdings, warum die gespenstische Atmosphäre des Romans, in dem die verrückte Frau Rochesters in dunklen Gängen zu lustwandeln pflegt, so wenig zur Spannungserzeugung genützt wird. So bleibt es Charlotte Gainsbourgh vorbehalten, deren strenges Gesicht viel besser zur harten Biographie der Titelheldin paßt als das ihrer schönen Vorgängerinnen (Joan Fontaine, Susannah York), das Interesse an diesem formal ordentlichen, aber doch uninspirierten Werk aufrechtzuerhalten. Die prominente Besetzung bleibt somit auch das größte Zugpferd dieser Literaturverfilmung, die allerdings zu einem Termin ins Rennen geschickt wird, an dem vier Kostümfilme innerhalb von vier Wochen um die Gunst des Zuschauers buhlen werden. kob.

Jane Eyre

Jane Eyre (Charlotte Gainsbourg) wächst als armes Waisenkind bei lieblosen Verwandten auf. Die Verwandten schicken sie in ein Internat, wo Jane Eyre der Wilkür der Heimleitung ausgeliefert ist. Sie erlernt den Beruf der Erzieherin, den sie kurze Zeit im Internat ausübt. Sie findet eine Stelle als Gouvernante auf dem Anwesen Thornfield Halls von Edward Rochester (William Hurt). Mysteriöse Dingen gehen in den dunklen Gängen vor bei denen Mr. Rochester sogar verletzt wird. Jane und Edward Rockester kommen sich näher und er bittet Jane seine Frau zu werden. Kurz vor der Hochzeit erfährt Jane, dass Edward schon verheiratet ist und seine geisteskranke Frau in Thornfield Hall versteckt. Mittellos ergreift Jane die Flucht....

Quelle: Cine Plus

Darsteller:  William Hurt   als Rochester
  Charlotte Gainsbourg   als Jane Eyre
  Joan Plowright   als Mrs. Fairfax
  Anna Paquin   als die junge Jane
  Geraldine Chaplin   als Miss Scatcherd
  Billie Whitelaw   als Grace Poole
  Maria Schneider   als Bertha
  Elle MacPherson   als Blanche Ingram
  Fiona Shaw  
  John Wood  
  Amanda Root  
  Josephine Serre  
 
Regie:  Franco Zeffirelli  
Buch:  Hugh Whitemore  
  Franco Zeffirelli  
Musik:  Alessio Vlad  
  Claudio Capponi  
Kamera:  David Watkin  
Produzent:  Dyson Lovell  
 

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Features

 

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