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Kaufvideo
Erhältlich seit:
27.05.2008
USA 1995
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 6
William Hurt
Charlotte Gainsbourg
Joan Plowright
Regie: Franco Zeffirelli
Cine Plus Entertainment

Wie schwer hat es doch Jane Eyre, die zum wiederholten Male aus dem gothischen Schauerroman des 19. Jahrhunderts heraus im Kino von Licht und Schatten des Lebens erzählen soll. Franco Zeffirellis Version ist nach Robert Stevensons düsterem, visuell opulentem (1944) und Delbert Manns kompetentem, wenn auch etwas hausbackenem Zugriff (1971) die dritte ernstzunehmende Tonfilm-Adaption von Charlotte Brontës Klassiker. Abgesehen von Charlotte Gainsbourgs Besetzung der Titelrolle, vermag Zeffirelli aber wenig Gründe zu liefern, warum eine neue Generation von Kinogängern sich dieses etwas verstaubten Stoffes annehmen sollte.
Dabei sparte der 73jährige Italiener wie schon in "Hamlet" weder an Talent (Englands Theaterstars John Wood, Fiona Shaw und die großartige Billie Whitelaw als Grace Poole) noch Prominenz. Hugh Whitemore, Autor sensibler Kammerspielfilme wie "Schatten der Vergangenheit" oder "Zwischen den Zeilen", hält sich in seiner Adaption eng an die Vorlage, verpaßt es aber, deren größtes Manko zu korrigieren. So wird die arme Jane, die ihr mürrischer Arbeitgeber Rochester (leicht lustlos und maniriert: William Hurt) ob ihres aufrechten und unbeugsamen Charakters lieben lernt, auch hier am Ende durch Erbschaft reich, wodurch die Heirat mit Rochester letztlich nicht spirituell, sondern materiell sanktioniert wird. Auch sonst geht Zeffirelli keinerlei Risiken ein, hakt die wichtigen Stationen des Romans korrekt, wenn auch ohne Berührungsängste zum Seelenkitsch ab. Dabei gelingen ihm mitunter schöne Szenen, wenn etwa die junge Jane (stolz, aber der schwierigen Rolle nicht immer gewachsen: Anna Paquin aus "Das Piano") im Internat berührende Solidarität mit ihrer bestraften Freundin zeigt. Unverständlich allerdings, warum die gespenstische Atmosphäre des Romans, in dem die verrückte Frau Rochesters in dunklen Gängen zu lustwandeln pflegt, so wenig zur Spannungserzeugung genützt wird. So bleibt es Charlotte Gainsbourgh vorbehalten, deren strenges Gesicht viel besser zur harten Biographie der Titelheldin paßt als das ihrer schönen Vorgängerinnen (Joan Fontaine, Susannah York), das Interesse an diesem formal ordentlichen, aber doch uninspirierten Werk aufrechtzuerhalten. Die prominente Besetzung bleibt somit auch das größte Zugpferd dieser Literaturverfilmung, die allerdings zu einem Termin ins Rennen geschickt wird, an dem vier Kostümfilme innerhalb von vier Wochen um die Gunst des Zuschauers buhlen werden. kob.
Jane Eyre (Charlotte Gainsbourg) wächst als armes Waisenkind bei lieblosen Verwandten auf. Die Verwandten schicken sie in ein Internat, wo Jane Eyre der Wilkür der Heimleitung ausgeliefert ist. Sie erlernt den Beruf der Erzieherin, den sie kurze Zeit im Internat ausübt. Sie findet eine Stelle als Gouvernante auf dem Anwesen Thornfield Halls von Edward Rochester (William Hurt). Mysteriöse Dingen gehen in den dunklen Gängen vor bei denen Mr. Rochester sogar verletzt wird. Jane und Edward Rockester kommen sich näher und er bittet Jane seine Frau zu werden. Kurz vor der Hochzeit erfährt Jane, dass Edward schon verheiratet ist und seine geisteskranke Frau in Thornfield Hall versteckt. Mittellos ergreift Jane die Flucht....
Quelle: Cine Plus
| Darsteller: | William Hurt | als Rochester | |
|---|---|---|---|
| Charlotte Gainsbourg | als Jane Eyre | ||
| Joan Plowright | als Mrs. Fairfax | ||
| Anna Paquin | als die junge Jane | ||
| Geraldine Chaplin | als Miss Scatcherd | ||
| Billie Whitelaw | als Grace Poole | ||
| Maria Schneider | als Bertha | ||
| Elle MacPherson | als Blanche Ingram | ||
| Fiona Shaw | |||
| John Wood | |||
| Amanda Root | |||
| Josephine Serre | |||
| Regie: | Franco Zeffirelli | ||
| Buch: | Hugh Whitemore | ||
| Franco Zeffirelli | |||
| Musik: | Alessio Vlad | ||
| Claudio Capponi | |||
| Kamera: | David Watkin | ||
| Produzent: | Dyson Lovell | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 1:1,33/4:3
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