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Jay und Silent Bob schlagen zurück

Respektlose Roadmovie-Comedy, in der das Doper-Duo in Hollywood seinen guten Namen verteidigen will.


Jay und Silent Bob schlagen zurück

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Erhältlich seit:
05.12.2002

Originaltitel: Jay and Silent Bob Strike Back

Komödie

USA 2001
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 12

Jason Mewes
Kevin Smith
Jeff Anderson

Regie: Kevin Smith
Highlight Communications (Deutschland)

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Jay und Silent Bob schlagen zurück

Völlig zugekifft, erfahren Jay und Silent Bob, dass der auf ihrem Leben basierende Comic "Bluntman & Chronic" adaptiert werden soll. Darüber hinaus werden sie von Holden, dem Mitautor des Comics, darüber aufgeklärt, dass im Internet kräftig über sie gelästert wird. Um ihren guten Namen zu schützen, bleibt dem debilen Gespann nichts anderes übrig, als nach Hollywood aufzubrechen, um den Film zu verhindern. Der Beginn eines Dope-geschwängerten Trips, der Homers "Odyssee" wie eine Kaffeefahrt mit guten alten Bekannten aussehen lässt.

Zum ersten Mal übernehmen Regisseur und Schauspieler Kevin Smith ("Silent Bob") und sein Alter Ego Jason "Jay" Mewes die Hauptrollen in einer Komödie Smiths. Dessen inzwischen fünfter Spielfilm ist ein wüster, kruder Comedy-Mix, gewürzt mit Cameo-Auftritten von Stars wie Ben Affleck oder Matt Damon, Filmparodien und teilweise überaus derben Slapstickeinlagen. Obwohl flacher als Smiths ambitionierterer Vorgänger "Dogma", werden die Fans des schrägen, bunten Kinovogels sich auch diesen Spaß nicht entgehen lassen.

Jay und Silent Bob schlagen zurück

Alle Wege führen nach Hollywood, und so müssen selbst Kevin Smiths "New Jersey Chronicles" nach dem nunmehr fünften Beitrag ein Ende nehmen. Waren Smiths tabubrechende Komödien ("Dogma", "Chasing Amy") bisher allesamt in seinem Heimatstaat New Jersey angesiedelt, verlegt er das (selbst)parodistische Geschehen über Roadmovie-Umwege in seinen professionellen Wirkungskreis der Traumfabrik. Diesmal nehmen sein Kumpel Jason Mewes und er als die in bislang allen Filmen vertretenen Titelhelden Jay und Silent Bob erstmals die Protagonistenrollen ein. Damit soll mit augenzwinkernder Fanfare das Ende des "Askewniverse" (Universum der View Askew Production: etliche Figuren tauchen immer wieder in seinen Filmen auf) signalisiert werden.

Los geht es mit einem amüsanten, in den siebziger Jahren angesiedelten Prolog, der Jay und Silent Bob als Kleinkinder vor dem Supermarkt aus Smiths Debüt "Clerks - Die Ladenhüter" von 1994 bereits bewandert im Gebrauch von vulgären Schimpfwörtern zeigt. Jahrzehnte später hängen die beiden konstant zugedröhnten Kiffer immer noch vor dem selben Laden rum. Zufällig erfahren sie, dass der auf ihnen basierende Comic der zwei Superhelden "Bluntman & Chronic" verfilmt werden soll. Holden, Koschöpfer der Comicreihe (Ben Affleck in seinem "Chasing Amy"-Part), weiht sie außerdem ein, dass auf der Filmfan-Website "Movie Poop Shoot" Häme über sie verbreitet werden würde. Es gibt nur eine Lösung: Um seinen guten Namen zu schützen, muss das debile Dope-Duo zur Verhinderung des Films nach Hollywood aufbrechen. Auf ihrem kuriosen Roadtrip (Seann William Scott aus eben dieser Komödie kreuzt auf) zur Westküste machen sie eine Vielzahl von bizarren Bekanntschaften, darunter eine Nonne (Carrie Fisher), vier sexy Diamantendiebinnen im Lacklederlook (Shannon Elisabeth, Ali Larter, Eliza Dushku und Smith' Ehefrau Jennifer machen auf "Charlie's Angels"-Quartett), ein Orang-Utan ("Mit Vollgas nach San Fernando" und "Planet der Affen" bekommen ihr Fett ab), ein inkompententer Gesetzeshüter (Will Ferrell hat einen "Auf der Flucht"-Moment) und Figuren aus "Scooby-Doo" (die Veröffentlichung der Verfilmung mit Freddie Prinze Jr. steht erst noch an). Am Ziel angekommen, begeben sich die beiden Flüchtlinge - sie gelten als Verdächtige für den Diamantenraub ihrer rassigen Reisebekanntschaften - direkt zum Miramax-Studio, wo sie zunächst in das Set von "Good Will Hunting 2" stolpern. Dort ergibt sich die Gelegenheit für einen selbstironischen Dialog zwischen Affleck und Matt Damon, in dem sie sich über ihre eigenen Filme lustig machen. Der Showdown findet dann am richtigen Set, wo es mit Mark Hamill als Bösewicht Cocknocker zum "Krieg der Sterne"-inspirierten Lichtschwert-Kampf kommt.

Die Mischung aus respektlosen Filmparodien, bissigen Insiderwitzen, buntgemischten Cameoauftritten (u.a. sind Chris Rock, Shannon Doherty aus "Mall Rats", "American Pie"-Boy Jason Biggs, James Van Der Beek, Wes Craven und Gus Van Sant vertreten), Obszönitäten durchsetzten Dialogen und ein homoerotischer Gag-Grundtenor werden wieder für einige Kontroversen sorgen und damit genau den Geschmack von Smiths Fangemeinde treffen. Ob sie sich mit diesem Film, der für den Regisseur nach dem wesentlich ambitionierteren "Dogma" einen deutlichen Rückschritt darstellt, allerdings vergrößern lässt, darf angezweifelt werden. ara.

Darsteller:  Jason Mewes   als Jay
  Kevin Smith   als Silent Bob
  Jeff Anderson   als Randal
  Brian O'Halloran   als Dante
  Jason Lee   als Brodie/Banky
  Ben Affleck   als Holden
  George Carlin   als Anhalter
  Carrie Fisher   als Nonne
  Marc Blucas   als Typ
  Shannon Elizabeth   als Justice
  Eliza Dushku   als Sissy
  Ali Larter   als Chrissy
  Jennifer Schwalbach   als Missy
  Seann William Scott   als Brent
  Will Ferrell   als Willenholly
  Jon Stewart   als Reg Hartner
  Judd Nelson   als Sheriff
  Tracy Morgan   als Drogendealer
  Steve Kmetko   als Steve Kmetko
  Jules Asner   als Jules Asner
  Matt Damon   als Matt Damon
  Gus Van Sant   als Gus van Sant
  Shannen Doherty   als Shannen Doherty
  Wes Craven   als Wes Craven
  James van der Beek   als James van der Beek
  Jason Biggs   als Jason Biggs
  Chris Rock   als Chaka
  Jamie Kennedy   als Assistent
  Mark Hamill   als Cock-Knocker
  Joey Lauren Adams   als Alyssa Jones
  Alanis Morissette   als Gott
  Diedrich Bader   als Sicherheitsbeamter
  Renee Humphrey   als Tricia Jones
  Scott Mosier   als Willam Black
 
Regie:  Kevin Smith  
Buch:  Kevin Smith  
Musik:  James L. Venable  
Kamera:  Jamie Anderson  
Produzent:  Scott Mosier  
 

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