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Jefferson in Paris


Jefferson in Paris

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Erhältlich seit:
15.11.2007

Drama

USA 1995
Laufzeit: 134 Min.
FSK: ab 12

Nick Nolte
Greta Scacchi
Jean-Pierre Aumont

Regie: James Ivory
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Gegensätze scheinen James Ivory anzuziehen. Die innere Spannung seiner jüngsten Filme beruht auf dem Aufeinanderprallen von neuen Ideen mit alten Konventionen, von modernen Lebensentwürfen mit hergebrachter Tradition, oder eben von der Begegnung der Neuen mit der Alten Welt. Ivory, Kalifornier mit intellektueller Wahlheimat Europa, versteht es, Momente vergangener Zeit in Bildern und Gefühlen perfekt nachzuempfinden. Ob in "Wiedersehen in Howards End" oder seinem letzten Erfolg, "Was vom Tage übrigblieb": Die Kunst von Regisseur Ivory, Produzent Ismail Merchant und Drehbuchautorin Ruth Prawer Jhabvala, ein eingespieltes Team seit dreißig Jahren, vor genial rekonstruiertem, historischem Hintergrund höchst private und weit über ihren Kontext hinaus gültige Geschichten zu erzählen, ist fast Markenzeichen der Merchant/ Ivory-Produktionen geworden. Da schien das Thema ihres ersten Films im Rahmen ihres Vertrages mit Disney eine probate Wahl: "Jefferson in Paris", ein Amerikaner in Paris und kein Geringerer als der spätere dritte Präsident der USA, der von 1784 bis 1789, dem Jahr der französischen Revolution, als Botschafter in der europäischen Kulturhauptstadt weilt. Nick Nolte spielt Jefferson angemessen ernsthaft. Mit seiner Tochter und einigen schwarzen Sklaven, darunter der erfrischend unbotmäßige James (Seth Gilliam), wirbt er in Paris für seinen jungen Staat und hofft, seine persönliche Tragödie, den Tod von Frau und Kindern, zu überwinden. Der Kämpfer für die "Bill of Rights", von deren Segnungen er allenfalls seine Negersklaven ausnimmt, und sittenstrenge Revolutionär trifft am dekadenten Hof auf ein wahres Kompendium französischer Geschichte. Begegnungen mit Ludwig XVI., Marie Antoinette und dem Marquis de Lafayette geben ihm Gelegenheit, seine eigenen Überzeugungen zu prüfen. Geschichte im Sauseschritt erlebt man am Bildrand: den Sturm auf die Bastille oder die Gefangennahme des königlichen Paars. Hineingewoben in den historischen Wandteppich sind Jeffersons verbriefte Amouren, erst mit der Engländerin Maria Cosway, verhalten leidenschaftlich dargestellt von Greta Scacchi, dann mit James' Schwester, der Negersklavin Sally, die auch von ihm schwanger wird. Doch bei aller Fülle historischer Details geraten die ausufernde Geschichte und ihre zahllosen privaten Bezüge immer unfokussierter. Während man staunenden Auges die opulente Ausstattung und die elegante Inszenierung bewundert, fügen sich lediglich angerissene Handlungsstränge nie zu einer geschlossenen dramatischen Struktur. Ivory tappt in die Fallen, die getreuen Lebensverfilmungen immanent sind, wo historische Wahrheit dem dramatischen Erzählwillen im Wege steht. So ist ihm diesmal nur ein meisterlicher Entwurf gelungen, der oft unbeteiligt läßt, mehr eine lehrreiche Geschichtsstunde, als ein großer Film, der dennoch über die klingenden Namen ein interessiertes Publikum finden wird. hoe.

Jefferson (Nick Nolte), der zukünftige Präsident der Vereinigten Staaten reist durch Europa, um für sein Land zu werben. Nach dem Tod seiner Frau ist er zwischen zwei Frauen hin- und hergerissen. Er liebt Maria (Greta Scacchi) und hat ein Verhältnis zu einer Sklavin (Thandie Newton). UNd die ist schwanger von ihm.

Quelle: EuroVideo

 

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