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Jeffrey - It' s Just Sex

Schrill-selbstironische Aidskomödie, die mit einer Portion surrealen Humor und einer Vielzahl von amüsanten Cameo-Auftritten aufwartet.


Jeffrey - It' s Just Sex

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Erhältlich seit:
06.07.2004

Originaltitel: Jeffrey - It's Just Sex

Komödie

USA 1995
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 16

Steven Weber
Michael T. Weiss
Irma St. Paule

Regie: Christopher Ashley
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Jeffrey - It' s Just Sex

Jeffrey ist ein erfolgloser New Yorker Schauspieler, der sich seinen Lebensunterhalt als Kellner verdient. Nach einigen schlechten One-Night-Stand-Erfahrungen beschließt er, künftig auf Sex zu verzichten, verliebt sich dann aber trotzdem in den muskelgestählten Adonis Steve. Als er erfährt, daß dieser HIV-positiv ist, bricht für Jeffrey eine Welt zusammen. Um von nun an nie mehr in Versuchung zu geraten, besucht er eine Vielzahl skurriler Anti-Sex-Kurse. Doch Steve geht Jeffrey nicht aus dem Kopf...

Nach einem gleichnamigem Off-Broadway-Erfolg inszenierte Christopher Ashley den ersten Film, der das heikle Thema AIDS von der humoristischen Seite aus betrachtet. Unverkrampfte Dialoge und eine originelle Story verleihen dieser charmanten Homosexuellen-Komödie ein Maß an Gelassenheit, die tabubrechend wirkt. Gewürzt mit charismatischen Kurzauftritten von Stars wie Sigourney Weaver und Patrick Stewart ist dieses satirische Großstadt-Romantical ein rundum gelungenes Vergnügen.

Jeffrey - It' s Just Sex

Aids bleibt in Hollywood trotz des Riesenerfolges von "Philadelphia" ein vom Hauch betretenen Schweigens umwehtes Reizthema. Die schrille, auf dem gleichnamigen Off-Broadway-Hit von Paul Rudnick, der auch das Drehbuch verfaßte, basierende Aids/

Homosexuellen-Komödie "Jeffrey" schlägt ganz neue, aggressive Töne an und greift das Sujet von einer bisher noch nicht dagewesenen heiter-selbstironischen Seite auf.

Protagonist Jeffrey ("Wings"-TV-Star Steven Weber herzig als nett-spröder Schwuler von nebenan) richtet sich bei seinem Voiceover direkt an die Kamera und erörtert dem geneigten Zuschauer, wie sich seine vielpraktizierte Vorliebe für Sex angesichts lebensbedrohlicher Aids-Risiken in apathisch-langweilige Abstinenz verkehrte. Doch kurz darauf verliebt er sich unsterblich in den knackigen Adonis Steve (Michael T. Weiss), der ihm jedoch eröffnet, HIV positiv zu sein. Jeffrey distanziert sich umgehend. In einzelne, zumeist amüsante Episoden aufgegliedert, erhält man Einblick in seinen von Emotionsqualen geplagten Alltag. Dieser umfaßt trostspendende Besuche bei seinem lebensklugen besten Freund Starling ("Star Trek"-Kapitän Patrick Stewart in einer vielgehypeten Nebenrolle), seinen "Nebenjob" als Kellner (er ist ein unterbeschäftigter Schauspieler), die Teilnahme an einem 12-Schritt-Selbsthilfe-Programm für Sexsüchtige, das Aufsuchen einer exaltierten New-Age-Predigerin (Gastauftritt: Sigourney Weaver), aufschlußreiche Telefonate mit seinen vorurteilsbehafteten Eltern, Auseinandersetzungen mit lüsternen Priestern ("Birdcage"-Costar Nathan Lane), etc. Weitere Cameo-Auftritte, darunter Olympia Dukakis und Kathy Najimy, sorgen für Kurzweil. Ein running gag mit Mutter Theresa (Irma St. Paule) sowie Starlings verstorbener Liebhaber in himmlischer Reinkarnation streuen eine Prise surrealen Fantasy-Humor ein. Bei der Gay Pride Parade im New Yorker Central Park wird schließlich ein pappsüßes Happy-End eingeläutet.

Das schillernd-satirische Bühnenstück erwies sich als gefeierter Dauerbrenner, doch Theaterregisseur Christopher Ashley konnte für seine Leinwandversion (zudem sein Filmdebüt) nicht in vollem Umfang dasselbe Lob dafür einheimsen. Das mag daran liegen, das manche der Gags und einige melodramatische Momente nicht so recht funktionieren wollen, da sie im etwas schleppenden Erzählfluß unterzugehen drohen. Die insgesamt allerdings sehr charmant wirkende Komödie weist einen limitierten Zuschauer-Appeal auf, da sie sich konkret an die Homosexuellen-Szene wendet. Das US-Einspielergebnis für Nischenverleih Sony Classics fiel mit 3,5 Mio. Dollar allerdings ausgesprochen zufriedenstellend aus. Gute Aussichten also für einen Einsatz in den Programmkinos der Großstädte, die über aufgeschlossenes Publikum verfügen. ara.

Darsteller:  Steven Weber  
  Michael T. Weiss  
  Irma St. Paule  
  Sir Patrick Stewart  
  Robert Klein  
  Christine Baranski  
  Bryan Batt  
  Sigourney Weaver  
  Nathan Lane  
  Olympia Dukakis  
 
Regie:  Christopher Ashley  
Buch:  Paul Rudnick  
Musik:  Stephen Endelman  
Kamera:  Jeffery Tufano  
Produzent:  Mark Balsam  
  Mitchell Maxwell  
  Victoria Maxwell  
 

Jeffrey - It' s Just Sex in der Fotoshow

 

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Features

 

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