DVD Kaufvideo

Jenseits der Mauer

Deutsch-deutsches Familiendrama.


Jenseits der Mauer

Kaufvideo

Erhältlich seit:
02.10.2009

Drama

Deutschland 2009
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 12

Henriette Confurius
Herbert Knaup
Ulrike Krumbiegel

Regie: Friedemann Fromm
Universum Film

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(1 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Jenseits der Mauer

Nach seinem Dreiteiler "Die Wölfe" ist Friedemann Fromm auf der Basis eines ausgezeichneten Drehbuchs von Holger Karsten Schmidt erneut ein großes Fernsehstück über die deutsch-deutsche Geschichte gelungen.

Pervers, aber so war es: Verhafteten "Republikflüchtlingen" gestattete die DDR durchaus die Ausreise; aber ohne ihre Kinder. Holger Karsten Schmidt treibt dieses ganz spezielle Verbrechen gegen die Menschlichkeit dramaturgisch noch auf die Spitze: Den älteren Sohn darf das Ehepaar Molitor (Edgar Selge, Katja Flint) mitnehmen; die kleine Miriam muss da bleiben. Die Alternative wäre noch schlimmer: Das Ehepaar käme für mindestens sechs Jahre ins Zuchthaus, und beide Kinder würden zur Adoption freigegeben.

Dieser Zynismus des DDR-Regimes war schon Gegenstand des Zweiteilers "Die Frau vom Checkpoint Charlie" (ARD), doch die Unterschiede sind offenkundig: "Jenseits der Mauer" will kein Spektakel sein und ist auch kein "Event"-Film wie "Wir sind das Volk". Die Hauptfiguren sind keine überlebensgroßen Helden, sie schreiben nicht Geschichte, sie erleben, erleiden und erdulden sie; und gerade das macht sie so authentisch.

Friedemann Fromm verzichtet bei der Inszenierung und vor allem der Führung seiner ausnahmslos herausragenden Darsteller konsequent auf große Gesten; und auf Schuldzuweisungen. Schmidt erzählt die Handlung überwiegend aus der Perspektive der beiden Elternpaare: hier die Molitors, die in West-Berlin leben und seit einigen Jahren wenigstens Briefkontakt zu ihrer Tochter haben; dort das Leipziger Ehepaar Pramann (Herbert Knaup, Ulrike Krumbiegel), das vor 15 Jahren die kleine Rebecca adoptiert hat.

Der Film beginnt mit dem gescheiterten Fluchtversuch der Molitors im Jahr 1974 und springt dann in die Gegenwart des Februars 1989. Als Rebecca (Henriette Confurius), die bis heute nichts von der Adoption weiß, einen Jungen aus Braunschweig kennen lernt, spürt sie erstmals, dass sie in einem riesigen Gefängnis lebt. Mehr und mehr übernimmt die Handlung nun ihre Perspektive. Natürlich kommt der Film nicht ohne Demonstrationsszenen aus, doch ungleich spannender sind die vielen kleinen Geschichten, mit denen Schmidt und Fromm die große Geschichte erzählen.

Fromm hat schon bei "Die Wölfe" bewiesen, wie gut er junge Darsteller führen kann. Henriette Confurius behauptet sich problemlos neben den großen Kolleginnen und Kollegen. Nicht minder hervorzuheben ist die Arbeit von Frank Godt (Szenebild) Monika Hinz (Kostüme). Hanno Lentz schließlich sorgt mit seinen Bildern für eine düstere, freudlose Grundstimmung, die sich immer wieder wie Mehltau über die Geschichte legt. Nur ein Detail passt nicht ins stimmige Gesamtbild: Wie immer bei Fernsehfilmen, an denen der MDR beteiligt ist, spricht gegen alle Realität in Leipzig niemand sächsisch. tpg.

Jenseits der Mauer

Das DDR-Regime weicht, die Mauer fällt und am Berliner Grenzübergang Bösebrücke verweben sich in der Nacht zum 10. November 1989 die Schicksale der Menschen aus Ost und West: Mit dem Ende der DDR kann Familie Molitor in West-Berlin endlich hoffen, die vor 15 Jahren bei einem Fluchtversuch aus der DDR von ihnen getrennte Tochter Miriam wiederzusehen. Doch Miriam, die mittlerweile als Rebecca beim einem Stasi-Offizier und dessen Frau in Leipzig lebt, ahnt nichts von ihrer wahren Herkunft. Nach ihrer gescheiterten Flucht 1974 wird das Ehepaar Ulrich und Heike Molitor (Edgar Selge und Katja Flint) aus der DDR ausgewiesen. Der Preis für den scheinbaren Glücksfall ist hoch: Ihren Sohn Klaus (Franz Dinda) dürfen sie mitnehmen, ihre Tochter Miriam (Henriette Confurius) muss in der DDR bleiben und wird zur Zwangsadoption freigegeben. 15 Jahre später, am Vorabend des Mauerfalls, steht das Leben aller Beteiligten immer noch tief unter dem Eindruck der vergangenen Geschehnisse: Um Brief-Kontakt zur nun 17-jährigen Tochter in der DDR halten zu können, muss Heike Molitor ihren Mann Ulrich und dessen Arbeit für einen Flugzeugbauer für die Stasi ausspionieren. Was sie nicht weiß: Die Briefe erreichen ihre Tochter nicht, sondern werden von der Leiterin des Heims Brigitte Schröder (Renate Krößner), in das Miriam vor der Adoption gegeben wurde, und deren Mann Karl-Heinz (Veit Stübner) abgefangen und beantwortet. Miriam selbst lebt unter dem Namen Rebecca bei ihren neuen Eltern Frank und Susanne Pramann (Herbert Knaup und Ulrike Krumbiegel) in Leipzig, ohne etwas von ihrer wahren Herkunft zu ahnen. Doch als sich die Grenzen Ungarns und die Prager Botschaft öffnen, überschlagen sich die Ereignisse. Am Ende steht nicht nur die Wiedervereinigung zweier Länder, sondern auch die Zusammenführung zweier Familien am Grenzübergang Bösebrücke.

Quelle: Universum Film

Laufzeit Bonusmaterial ca. 90 Minuten
- 45-minütige Dokumentation "Trennung von Staats wegen" von Ulrike Brincker, die die ARD am 30. September um 21.45 Uhr im Anschluss an die TVPremiere um 20.15 Uhr von JENSEITS DER MAUER zeigt
- Making-Of
- Interviews mit der Produzentin Regina Ziegler, dem Regisseur Friedemann Fromm und den Hauptdarstellern Katja Flint, Edgar Selge, Ulrike Krumbiegel, Herbert Knaup, Henriette Confurius, Hanno Koffler

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Henriette Confurius   als Rebecca Pramann / Miriam Molitor
  Herbert Knaup   als Frank Pramann
  Ulrike Krumbiegel   als Susanne Pramann
  Edgar Selge   als Ulrich Molitor
  Katja Flint   als Heike Molitor
  Renate Krößner   als Brigitte Schröder
  Veit Stübner   als Karl-Heinz Schröder
  Moritz Grove   als Nils Dreher
  Hanno Koffler   als Victor
  Dieter Okras   als Alexander Schmeisser
  Franz Dinda   als Klaus Molitor
 
Regie:  Friedemann Fromm  
Buch:  Holger Karsten Schmidt  
Musik:  Stefan Mertin  
Kamera:  Hanno Lentz  
Produzent:  Prof. Regina Ziegler  
 

Jenseits der Mauer in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Herbert Knaup

Zur imposanten Erscheinung passen die imposanten Rollen des hoch gewachsenen schlanken Mimen, der allein durch sein Auftreten Autorität...

 

Star

Ulrike Krumbiegel

Ulrike Krumbiegel gilt als eine der überzeugendsten Charakterdarstellerinnen Deutschlands. Lange Zeit war sie überwiegend auf der...