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Jersey Girl

Ben Affleck muss sich in der romantischen Komödie von Kultregisseur Kevin Smith als allein erziehender Vater durchboxen.


Jersey Girl

Leihvideo

Erhältlich seit:
12.05.2005

Komödie/ Drama

USA 2004
Laufzeit: 98 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Ben Affleck
Liv Tyler
George Carlin

Regie: Kevin Smith
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Ben Affleck muss sich in der romantischen Komödie von Kultregisseur Kevin Smith als allein erziehender Vater durchboxen.

Ollie hat mit Gertie alle Hände voll zu tun (Foto: Buena Vista) Großansicht

Ollie hat mit Gertie alle Hände voll zu tun (Foto: Buena Vista)

Ollie (Ben Affleck) ist der beste Presseagent von New York, führt ein perfektes Leben mit seiner wunderschönen Ehefrau und steht kurz davor, Vater zu werden. Doch dann kommt alles anders: Ollies Frau stirbt, seine Tochter muss er alleine erziehen, er verliert seinen Job und muss zu allem Übel auch noch - mittellos - wieder bei seinem Vater einziehen.

Bis er Jahre später die Videotheken-Angestellte Maya (Liv Tyler) kennenlernt, die sein Leben ebenso durcheinander wirbelt wie seine mittlerweile siebenjährige Gertie (Raquel Castro).

Maya kommt mit Gertie gut klar (Foto: Buena Vista) Großansicht

Maya kommt mit Gertie gut klar (Foto: Buena Vista)

Kurzes Vergnügen

Nach der Independent-Komödie "Chasing Amy" schickt Kultregisseur Kevin Smith seinen Hauptdarsteller Ben Affleck ("Pearl Harbor") auf ähnlich romantisches, für Affleck jedoch ganz neues Terrain: nämlich als allein erziehenden Vater in eine gewohnt respektlose Komödie, die lange als weiteres "Bennifer"-Projekt nach dem Flop "Liebe mit Risiko" missverstanden wurde. Jennifer Lopez als Afflecks Ehefrau stirbt jedoch bereits in den ersten Minuten.

Jersey Girl

Indie-Regisseur und Drehbuchautor Kevin Smith ist generell für seine unverblümten Slacker-Komödien wie "Chasing Amy", "Dogma" und "Jay und Silent Bob schlagen zurück" bekannt. Kein Wunder also, dass viele seiner eingefleischten Fans Ausverkauf witterten, als sie von seiner rührenden Vater-Tochter-Dramedy "Jersey Girl" Wind bekamen. Einige negative Publicity im Vorfeld entstand zudem durch den Umstand, dass es sich nach dem verlachten Flop "Gigli" um den zweiten gemeinsamen Film des notorischen "Bennifer"-Gespanns Ben Affleck und Jennifer Lopez handelte. Doch allen Unkenrufen zum Trotz gelang eine wenn auch recht konventionelle, so doch ausgesprochen charmante Familienkomödie.

"'Jersey Girl' ist einer meiner Filme, auf die ich mit am meisten stolz bin", ließ Hauptdarsteller Affleck jüngst in einem Interview verlauten. Und tatsächlich wartet er in seiner Rolle als verwitweter Vater einer kleinen Tochter, der gezwungen wird seine Identität neu zu definieren, mit einer beachtlichen schauspielerischen Leistung auf. Er spielt den erfolgreichen PR-Manager Oliver Trinke in Manhattan, die Nummer eins in seinem Fach ist. In einer Rückblende wird erzählt, wie er diesen Traumjob verliert, als ihm kurz nach dem Kindergeburtstod seiner Frau (Lopez' Mitwirkung wurde auf einen Minipart gestutzt) bei einer Pressekonferenz die Nerven durchgehen und er lautstark über seinen Klienten und Journalisten im allgemeinen herzieht. Angeknüpft wird im Jahr 2001. Seine Tochter Gertie (die niedlich-natürliche Newcomerin Raquel Castro) ist mittlerweile sieben Jahre alt und Ollie wohnt jetzt mit ihr bei seinem Vater (George Carlin) im suburbanen Jersey City. Wie sein Vater arbeitet der einstige Hotshot als Straßenfeger, ohne allerdings seinen Traum aufzugeben, in seinen alten Beruf und in den pulsierenden Big Apple zurückzukehren. Doch dann lernt er die Studentin und Videoladenangestellte Maya (Liv Tyler) kennen, die ihn für ihre Diplomarbeit ungeniert nach seinen Porno- und Masturbationsgewohnheiten ausfragt. Aus anfänglicher Freundschaft wird langsam mehr. Unerwarteterweise beschafft ihm ein alter Kollege ("American Pie"-Lover Jason Biggs) ein wichtiges Jobinterview, das ihm mit großer Wahrscheinlichkeit seinen Traum erfüllen wird. Doch Gertie hat am gleichen Tag ihre Schulmusicalaufführung und will ohnehin nicht nach New York umziehen. Ollie muss nun eine der wichtigsten Entscheidungen seines Lebens treffen.

Affleck spielt zunächst seine Paraderolle des arroganten Schnösels, der aufgrund seiner Trauer keine emotionale Verbindung zur kleinen Gertie aufbaut und alle Aufgaben seinem Vater zuschiebt. Erst als er seinen Job verliert und außerhalb seiner professionellen Identität zu sich selbst finden muss, übernimmt er Verantwortung für sie und entwickelt sich zum aufopfernden Mustervater. Dabei hat Affleck einen wunderbaren Rapport mit der süßen Raquel Castro und versteht es, sich insgesamt als sympathische und realistische Figur zu präsentieren. Auch seine Chemie mit Tyler ist locker-natürlich. Trotz des vorherrschenden sentimentalen Untertons (der Film ist bezeichnenderweise Smiths verstorbenen Vater gewidmet), hat der Regisseur nicht sein Ohr für lebensnahe witzige Dialoge verloren. Diverse Gags wie die "Sweeney Todd"-Broadwaymusical-Einlage treffen absolut ins Schwarze. Unterhaltsam sind auch fabelhafte Cameoauftritte von Jason Lee und Matt Damon als PR-Bosse und Will Smith als sich selbst. Darüberhinaus ist dies die mit Abstand visuell qualitätsvollste Produktion von Smith, was offenkundig auf Kameramann Vilmos Zsigmond zurückzuführen ist. Alles Anzeichen also, dass man in der Zukunft zunehmend ambitioniertere von diesem eigenwilligen Filmemacher erwarten darf. ara.

Darsteller:  Ben Affleck   als Ollie Trinke
  Liv Tyler   als Maya
  George Carlin   als Bart Trinke
  Stephen Root   als Greenie
  Mike Starr   als Block
  Raquel Castro   als Gertie Trinke
  Jennifer Lopez   als Gertrude Trinke
  Jennifer Schwalbach   als Susan
  Jason Biggs   als Arthur Brickman
  Jason Lee   als PR Exec. No.1
  Matt Damon   als PR Exec No.2
  Charley Scalies   als Townie
  Will Smith   als Will Smith
 
Regie:  Kevin Smith  
Buch:  Kevin Smith  
Musik:  James L. Venable  
Kamera:  Vilmos Zsigmond  
Produzent:  Scott Mosier  

Pechsträhne für Jennifer Lopez

Neuer Filmpartner, neues Glück, dachte sich wohl Jennifer Lopez, als sie sich in die Dreharbeiten zu "Darf ich bitten?" stürzte.

Privat ist J.Lo zur Zeit im siebten Himmel (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Privat ist J.Lo zur Zeit im siebten Himmel (Foto: Columbia TriStar)

Die Rechnung der Latino-Diva scheint nicht aufzugehen. Ihr neuer Film mit Richard Gere sorgt schon im Vorfeld für negative Schlagzeilen. Bei einer Testvorführung fand das Publikum den Film "miserabel".

"Darf ich bitten?" leidet offensichtlich darunter, dass Jennifer und Richard am Set nicht besonders gut miteinander auskamen. "Die Zuschauer hatten das Gefühl, dass zwischen den beiden die Chemie nicht stimmt", hieß es nach einer Verführung. Daraufhin haben die Produzenten beschlossen, den amerikanischen Starttermin erst einmal in den Herbst zu verlegen.

Filme mit Risiko

Außerdem ist der Filmsong, den J.Lo mit ihrem frischgebackenen Ehemann Marc Anthony singt, zurückgezogen worden. Die Macher von "Darf ich bitten?" sind der Ansicht, dass Jennifers Privatleben nicht mit ihren Filmen in Verbindung gebracht werden sollte. "J.Los Verlobung mit Ben Affleck hat 'Liebe mit Risiko' und 'Jersey Girl' nicht gut getan und ihre Hochzeit mit Marc Anthony wird 'Darf ich bitten?' auch nicht helfen."

Bei der Verleihung der "Goldenen Himbere" räumte das ehemalige Traumpaar Bennifer mit dem Flop "Liebe mit Risiko" in sämtlichen Top-Kategorien ab. Ob Jennifer diejenige ist, die ihren männlichen Filmpartnern Pech bringt, bleibt abzuwarten. Nach "Darf ich bitten?" soll das Drama "An Unfinished Life" mit Robert Redford ins Kino kommen. J.Lo zieht als alleinerziehende Mutter zu ihrem Schwiegervater.

Richard Gere, der in "Chicago" noch erfolgreich das Tanzbein geschwungen hat, kann immer noch auf seinen nächsten Film mit Juliette Binoche zurückgreifen. In "Bee Season" entfremdet er sich immer mehr von seiner Ehefrau, bis die Tochter ihre Eltern wieder zusammenbringt.

 

Jersey Girl in der Fotoshow

 

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