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Kaufvideo
Erhältlich seit:
27.05.2008
Originaltitel: John Carpenter's Vampires
USA 1998
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 16
James Woods
Daniel Baldwin
Sheryl Lee
Regie: John Carpenter
Cine Plus Entertainment

Während "Halloween: H2O" in den US-Kinos gegenwärtig kommerziell erfolgreich an John Carpenters Geniestreich aus dem Jahr 1978 gemahnt, versucht der Meister selbst, mit einem knüppelharten, staubtrockenen Vampirfilm an die Horrorerfolge der frühen Tage anzuschließen. Wäre da nicht ein im Schnitt verschenkter Showdown, könnte Carpenter mit seinem "Buffy, the Vampire Slayer" für Männer durchaus Vollzug vermelden: Das gnadenlose Duell zwischen Vampirjäger James Woods und einem übermächtigen Nachtfürsten im Spaghettiwestern-Ambiente ist aber auch so mit Abstand das beste, was der Schreckensspezialist in diesem Jahrzehnt auf die Beine gestellt hat.
Allzu schwierig ist das nicht, denn mit Ausnahme von "Die Mächte des Wahnsinns" ließ Carpenter in den letzten Jahren mit Filmen wie "Flucht aus L.A.", "Das Dorf der Verdammten" oder "Jagd auf einen Unsichtbaren" nichts unversucht, die Geduld auch der hartnäckigsten Fans auf eine schwere Probe zu stellen. Schön zu sehen, daß der alte Mann des Horrors versucht, es Wes Craven gleichzutun, wieder die Ärmel hochgekrempelt hat und sich alter Tugenden besinnt: Um zu zeigen, daß er es ernst meint, beginnt er Largos lange angekündigten Schocker mit einem derart fulminant realisierten Massaker im Stile von "From Dusk Till Dawn", daß man regelrecht Mitleid mit den Blutsaugern bekommen will: Im Auftrag des Vatikans zieht der Fearless Vampire Killer Jack Cross mit seinem Team durch das amerikanische Hinterland, um Untote aufzustöbern, zu harpunieren und im Sonnenlicht in Rauch und Asche aufgehen zu lassen. Mörderischer ist allenfalls Jacks Mundwerk: Wenn er seine Todfeinde als "Schwuchteln" beschimpft und sich über ihren Mundgeruch lustig macht, dann wird auch der letzte Respekt vor den todbringenden Höllenkreaturen vom Wüstenstaub geschluckt. James Woods hat sichtlichen Spaß an der Rolle des Zynikers Cross, der es schließlich mit Valek zu tun bekommt, einem 600jährigen Vampirfürsten, der mit Hilfe eines sagenumwobenen Kreuzes die Macht erhalten will, bei Tageslicht zu wandeln und in seinem beeindruckenden ersten Auftritt nahezu Cross' komplette Mannschaft auslöscht. So weit, so "Blade": Anders als Stephen Norringtons Vampirhit hält es Carpenter allerdings nicht mit dem hyperaktiven Videoclip-Stil unserer Tage, sondern mit dem knorrigen Existentialismus-Kino eines Sam Peckinpah, in dem Szenen in langen Einstellungen Wirkung zeigen dürfen und Platz für Subtexte und Seitenhiebe bleibt. Wenn Carpenter seinen Helden Cross und dessen Sidekick Tony (Daniel Baldwin) mit Hilfe einer infizierten, aber noch nicht gestorbenen Prostitiuierten ("Twin Peaks"-Leiche Sheryl Lee) Kontakt mit Valek halten läßt, ist die Aids-Parabel nur zu offensichtlich. Wenn der Regisseur Cross' Auftraggeber, einen von Maximilian Schell gespielten katholischen Kardinal, als Opportunisten und Verräter entlarvt, dann freut er sich geradezu kindlich, der Kirche en passant eine schallende Ohrfeige zu erteilen. Für postmoderne Ironie à la "Scream" ist in diesem erwachsenen Blutbad folglich kein Platz. Leider verpaßt es Carpenter, seinen antiklimatischen Showdown mit dem verdienten Payoff zu adeln. Statt dessen wendet er sich verschämt vom Duell mit den letzten Vampiren ab und bringt seine blutige Ballade zu einem halbgaren Ende. In Erinnerung bleiben dennoch die Bilder von den Untoten, die sich bei Sonnenuntergang aus dem Wüstensand erheben - genug, um dem Kinogänger das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. ts.
Ein desillusionierter Vampirjäger, der im Geheimauftrag der katholischen Kirche sein martialisches Geschäft betreibt, will die Welt vor einem mächtigen Vampir-Fürsten retten, der das legendäre goldene Kreuz von Berziers sucht, das ihm und seiner Gefolgschaft die totale Herrschaft über die Menschheit verleihen würde. Ein bombastischer Genremix aus Horrorfilm und Western, überfrachtet mit Bezügen, Zitaten und Verweisen, denen drastische, ausgiebig zelebrierte Slasher-Szenen entgegengesetzt werden...
Quelle: Cine Plus
| Darsteller: | James Woods | als Jack Crow | |
|---|---|---|---|
| Daniel Baldwin | als Tony Montoya | ||
| Sheryl Lee | als Katrina | ||
| Thomas Ian Griffith | als Valek | ||
| Tim Guinee | als Adam Guiteau | ||
| Maximilian Schell | als Kardinal Alba | ||
| Cary-Hiroyuki Tagawa | als Deyo | ||
| Henry Kingi | |||
| Gregory Sierra | |||
| Mark Boone jr. | |||
| Thomas Rosales | |||
| Regie: | John Carpenter | ||
| Buch: | Don Jakoby | ||
| Musik: | John Carpenter | ||
| Kamera: | Gary B. Kibbe | ||
| Produzent: | Sandy King | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch dts, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Making of, Hintergrundinfos
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James Woods
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Maximilian Schell
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