- Service:
- Newsletter
- RSS
- kino.de mobil
- Sitemap
- Kontakt
Kaufvideo
Erhältlich seit:
15.09.2011
Großbritannien 2003
Laufzeit: 87 Min.
FSK: ab 6
Rowan Atkinson
John Malkovich
Natalie Imbruglia
Regie: Peter Howitt
Universal Pictures Germany

Nachdem James Bond mit Austin Powers bereits von Hollywood ein parodistisches Pendant zur Seite gestellt bekam, nutzt nun auch das Heimatland des längstgedienten Geheimagenten der Filmgeschichte die Möglichkeit, sich mit der Lizenz zum Kalauern an die Erfolgssaga von 007 anzuhängen. Das geschieht unter Aufsicht des versierten Peter Howitt ("Startup") weniger aufwändig und kosmopolitisch als beim Original oder der "Powers"-Reihe, dafür aber mit all dem absurden, zwischen Tati und Farrellys schwankenden Humor, den man sich von Mr. Bean erwarten darf. Denn obwohl Rowan Atkinson als sich maßlos überschätzender Spion der Königin nicht mehr nur stumm, sondern auch verbal in Fettnäpfchen treten darf, ist Johnny English eher mit besagtem fleischgewordenen Strichmännchen als irgendeinem bekannten Filmagenten verwandt.
Für Komödienfans, die spätestens seit dem fulminanten Trailer darauf brennen, "Johnny English" in abendfüllender Mission zu erleben, ist das eine ausgezeichnete Nachricht: Die Gags in dieser Agentenfilm-Komödie kommen am laufenden Band. Das Timing ist ausgezeichnet, und Atkinson weiß genau, wie man Pointen ausreizt, ohne das Blatt zu überreizen (was bisweilen ein Problem bei den "Austin Powers"-Filmen ist). Und auch wenn er glaubt, dem Zeitgeist gerecht werden zu müssen, indem er in schönster Bad-Taste-Komödien-Manier schon mal durch Rohre klettert, die sich als Latrinenabfluss erweisen, steigt der Komödiant nie hinab in die finsteren Niederungen von amerikanischem Komödienausschuss wie "Tomcats" oder "Ohne Worte". Seine Komik entwickelt sich aus der Figur des grauen Buchhalters, der davon träumt, einmal in die Fußstapfen der großen Agenten treten zu können, ohne freilich das Format dafür zu besitzen, und der aberwitzigen Prämisse, dass nach einer von Johnny English ausgelösten Verkettung von Missgeschicken er tatsächlich der einzige Verbliebene ist, der der Krone undercover zu Diensten sein kann.
Somit nimmt eine Fettnäpfchen-Parade sondergleichen ihren Ausgang, in deren Verlauf die Kronjuwelen von dem arroganten Franzosen-Milliardär Pascal Sauvage (John Malkovich suhlt sich mit sichtbarem Vergnügen in allen erdenklichen Schauspielklischees) gestohlen werden - als Teil seines diabolischen Planes, die Queen zum Abdanken zu zwingen und selbst den Thron des Commonwealth zu besteigen. Nichts leichter als das, möchte man glauben, wenn der Gegner ein planloser Dünnbrettbohrer wie Johnny English ist. Doch mit britischer Beharrlichkeit, dem unerschütterlichen Glauben an die eigenen (nicht vorhandenen) Fähigkeiten (siehe Frank Drebin in den "Die nackte Kanone"-Filmen) und der Unterstützung seiner rechten Hand Bough (Ben Miller) sowie einer geheimnisvollen Schönheit (Pop-Beauty Nathalie Imbruglia), die in hautenger Motorradmontur ebenso entzückend aussieht wie im rückenfreien Abendkleid.
Das ist eine perfekte Spielwiese für den hintergründigen und überraschend subtilen Slapstick von Rowan Atkinson, der seinen Möchtegern durch verrückte Verfolgungsjagden und High-Tech-Missionen schickt und dabei keine Gelegenheit auslässt, ihn sich zum Affen machen zu lassen. Wie bei einer Beerdigung, bei der er im Sarg Diebesgut vermutet. Wie bei der Fallschirmlandung auf einem falschen Wolkenkratzer. Wie beim Diebstahl der Kronjuwelen. Wie bei der Krönung von Sauvage, mit der der Film seinen chaotischen Höhepunkt erlebt. Und immer bleibt Johnny English menschlich und trotz seiner Großmannssucht sympathisch, ein Agent Null Null Nix, der seinem Publikum über 90 Minuten hinweg eine gute Zeit besorgt - auch wenn das stetige Gestichel zwischen Briten und Franzosen (mit deutschen Schergen) angesichts gegenwärtiger Weltentwicklungen längst nicht so witzig rüberkommt, wie man sich das während des Drehs wohl ausgemalt hatte. ts.
Rowan Atkinson ist Johnny English, der letzte britische Spion ... und obendrein Großbritanniens allerletzte Hoffnung! Mit tatkräftiger Unterstützung seines Assistenten Bough soll er den geheimnisvollen Raub der britischen Kronjuwelen aufdecken. Nun muss Johnny die Wahrheit herausfinden, ohne dass der Stolz einer ganzen Nation Schaden nimmt.
Quelle: Universal Pictures
- Making of "Johnny English"
- Unveröffentlichte Szenen
Quelle: Universal Pictures
| Darsteller: | Rowan Atkinson | als Johnny English | |
|---|---|---|---|
| John Malkovich | als Pascal Sauvage | ||
| Natalie Imbruglia | als Lorna Campbell | ||
| Ben Miller | als Bough | ||
| Tim Pigott-Smith | als Pegasus | ||
| Kevin McNally | als Premierminister | ||
| Douglas McFerran | als Vendetta | ||
| Regie: | Peter Howitt | ||
| Buch: | William Davies | ||
| Neal Purvis | |||
| Robert Wade | |||
| Musik: | Edward Shearmur | ||
| Kamera: | Remi Adefarasin | ||
| Produzent: | Mark Huffam | ||
Johnny English in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts 5.1, Englisch dts HD 5.1 MA, Französisch dts 5.1, Spanisch dts 5.1, Italienisch dts 5.1, Japanisch dts 5.1, Portugiesisch dts 5.1, Russisch dts 5.1
Tonformat: dts
Untertitel: Deutsch, Englisch, Mehrsprachig
Bildformat: 1:1,85/1080p
Extras: Making of, Entfallene Szenen
- Making of "Johnny English"
- Unveröffentlichte Szenen
Star
Rowan Atkinson
In seiner einzigartigen Mischung aus Chaplin, Keaton, Tati, Lausbub, Loser, Neurotiker und Nervensäge ist der Brite Rowan Atkinson der...
Star
John Malkovich
Vom Schauspielstil her eher europäisch introvertiert und psychologisch differenziert seine Rollen auslotend, ist John Malkovich seit 1999...
Registrieren




