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Julia

superbe One-Woman-Show mit Tilda Swinton als alkoholabhängige Kidnapperin, die Muttergefühle für ihr Opfer entwickelt.


Julia

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Erhältlich seit:
09.01.2009

Drama/ Thriller

Frankreich/USA/Mexiko/Belgien 2008
Laufzeit: 138 Min.
FSK: ab 16

Tilda Swinton
Saul Rubinek
Kate Del Castillo

Regie: Erick Zonca
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Eine superbe One-Woman-Show mit Tilda Swinton als alkoholabhängige Kidnapperin, die Muttergefühle für ihr Opfer entwickelt.

Panische Entführerin: Julia (Foto: Kinowelt) Großansicht

Panische Entführerin: Julia (Foto: Kinowelt)

Alkoholikerin Julia (Tilda Swinton) ist ein animalisches Miststück, das nachts Männer verschlingt und tagsüber im sozialen Abseits steht. Ihren Billigjob verliert sie wegen Unzuverlässigkeit, ihren einzigen Freund Mitch (Saul Rubinek) vergrault sie.

Dann engagiert die mexikanische Nachbarin, die ihren beim Großvater lebenden Sohn entführen möchte, sie als Fahrerin. Aber Julia kidnappt den Neunjährigen lieber auf eigene Rechnung, um zwei Millionen Lösegeld zu fordern - ein schwerer Fehler, wie sich auf einer wilden, kopflosen Flucht über die Grenze nach Mexiko herausstellt.

Mit derartigen Situationen hatte Julia nicht gerechnet (Foto: Kinowelt) Großansicht

Mit derartigen Situationen hatte Julia nicht gerechnet (Foto: Kinowelt)

Herausragende Hochform

Erick Zonca ("Liebe das Leben") lässt Oscarpreisträgerin Tilda Swinton ("Michael Clayton") zu Hochform auflaufen, wenn sie aus Geldnot und Verwirrung ein Verbrechen begeht und die Augen fest vor der Realität verschließt. Ein schockierendes, actionreiches und psychologisch versiertes Drama. Herausragend!

Julia

Eine superbe One-Woman-Show mit Tilda Swinton als alkoholabhängige Kidnapperin, die Muttergefühle für ihr Opfer entwickelt.

Am Anfang stand Helmut Newtons außergewöhnliches Foto einer rothaarigen Frau, die im BMW durch L.A. düst. Erick Zonca ("La vie revée des anges") wollte dieses glamouröse Image mit Gewalt verbinden, mit einer Person, die unter dem Einfluss von Alkohol sich mehr und mehr verliert, sich zerstört. Julia ist eine animalische Frau, die Nacht ist ihr Revier. Sie ist Objekt der Begierde, Schlampe und ein Wrack, tanzt wie wild, macht Männer an und wacht nach One Night Stands angeekelt auf. Ihren Billigjob verliert sie wegen Unzuverlässigkeit, ihren einzigen Freund Mitch stößt sie vor den Kopf. Eine Beziehung könnte in Verbindlichkeit ausarten. Eine mexikanische Nachbarin möchte ihren beim Opa lebenden Sohn entführen, Julia soll das Auto lenken. Die geht scheinbar auf den Plan ein und kidnappt den Neunjährigen lieber auf eigene Rechnung, um den Großvater um zwei Mio. Dollar zu erleichtern. Alles läuft schief, nach einer Irrfahrt landet sie mit dem Jungen in Mexiko. Dort schnappen sich ihn einheimische Kidnapper, die nun Lösegeld von ihr fordern.

Erick Zonca stellt in diesem Genre-Mix aus Action, Drama und Psychogramm zwei Menschen gegenüber - die permanent plappernde und notorisch lügende Julia, den schweigsamen und nach der Wahrheit fragenden Jungen, der reifer ist als die 40jährige, die sich weigert erwachsen zu werden und vor der Realität flüchtet. Wie aus der Verantwortung ablehnende eine Verantwortung übernehmende Frau wird, die plötzlich Muttergefühle hegt und wie ein Löwe für ihr Junges kämpft, das wird bei einer vor Energie strotzenden Tilda Swinton, der einstigen Derek Jarman-Muse, zur spektakulären und furiosen Performance. Wenn sie auf High Heels schwankt, morgens hastig in fremden Zimmern ihre Klamotten zusammen sucht, sich wie der letzte Dreck vorkommt und vergeblich versucht, die Tiefschläge des Lebens zu parieren, das ist eine bärenstarke Leistung. Es gibt keine Moral im schockierenden Bildnis einer Trinkerin, bei dem die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwinden, und kein Urteil über die Figur, sie muss die Konsequenzen ihrer Taten tragen. Am Ende Lebenswut, keine Erlösung, aber eine Entwicklung. Julia weiß, dass außerhalb ihres egozentrischen Kosmos auch noch andere Menschen existieren, für die es sich zu leben lohnt. Ein Berlinale-Highlight. mk.

Julia

Julia ist 40 und ein Wrack. Jeden Abend trinkt sie bis zur Besinnungslosigkeit, landet mit irgendeinem Kerl im Bett, um am nächsten Morgen angeekelt ihr verkorkstes Leben zu verfluchen. Als ihre psychisch labile Nachbarin sie bittet, dabei zu helfen, ihren achtjährigen Sohn Tom aus der Obhut des reichen Großvaters zu befreien, sieht Julia endlich ihre Chance. Sie kidnappt den Jungen auf eigene Faust, um zwei Millionen Dollar von der Familie zu erpressen. Doch die Aktion geht gründlich schief. Mit dem Kind im Schlepptau flieht Julia nach Mexiko, wo die Dinge völlig aus dem Ruder laufen ...

Quelle: Studiocanal

Einführung zum Film, Geschnittene Szenen mit Audiokommentar von Regisseur und Co-Autorin, Trailer

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Tilda Swinton   als Julia
  Saul Rubinek   als Mitch
  Kate Del Castillo   als Elena
  Aidan Gould   als Tom
  Jude Ciccolella   als Nick
  Bruno Bichir   als Diego
  Horacio García Rojas   als Santos
  Gastòn Peterson   als Miguel
  Mauricio Moreno   als José
  Kevin Kilner   als Jonny
  Ezra Buzzington   als George
  Roger Cudney   als Frank
  Eugene Byrd   als Leon
  Sandro Kopp   als Marcus
 
Regie:  Erick Zonca  
Buch:  Erick Zonca  
  Aude Py  
Kamera:  Yorick Le Saux  
Produzent:  François Marquis  
  Bertrand Faivre  
 

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Über 15 Jahre war sie die Gallionsfigur der englischen Avantgarde, Muse des britischen Regisseurs Derek Jarman und erklärter Liebling...