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Julie & Julia

Komödie mit einer hinreißenden Meryl Streep als Starköchin Julia Child und Amy Adams als Bloggerin, die Childs Rezepte und Leben bewundert.


Julie & Julia

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Erhältlich seit:
11.03.2010

Drama/ Biographie

USA 2009
Laufzeit: 118 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Meryl Streep
Amy Adams
Stanley Tucci

Regie: Nora Ephron
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Julie & Julia

Zwei Frauen in unterschiedlichen Zeitaltern und Situationen, die ihre Liebe zum Essen und ihren Ehemännern verbindet: 1949 entdeckt Julia Child, Frau eines nach Paris versetzten amerikanischen Regierungsangestellten, ihre neue Berufung als Köchin und schließlich auch als Autorin, die viele Jahre an ihrem berühmtesten Buch über die französische Küche arbeitet. Dessen 524 Rezepte will Julie Powell 2004 in New York innerhalb eines Jahres nachkochen, dokumentiert diese Mammutaufgabe in einem Blog und wird dadurch berühmt.

Zwei Bestseller adaptierte Autorin-Regisseurin Nora Ephron zu ihrem besten Film seit "Schlaflos in Seattle". Ohne verkrampfte romantische Verwicklungen zeigt sie Parallelen in der Biografie zweier Frauen auf, die mit ihrer Kochleidenschaft ihr Leben veränderten. Ergebnis ist eine unbeschwerte, unschematische Komödie mit einer hinreißenden Meryl Streep, die mit überdrehter Stimme das Vorbild Julia Child perfekt imitiert und sich an der Seite der zauberhaften Amy Adams für eine weitere Oscarnominierung empfiehlt.

Julie & Julia

Wie man light und trotzdem schmackhaft unterhalten kann, zeigt Nora Ephrons Komödie mit Meryl Streep als amerikanische Koch-Göttin.

Auf der Basis von Julia Childs Memoiren "My Life in France" und Julie Powells Bestseller "Julie und Julia", verknüpft Autorin-Regisseurin Ephron das Leben zweier Frauen, die die Liebe zum Essen und zu ihren Ehemännern verbindet. 1949 entdeckt Child (Meryl Streep), die Frau eines nach Paris versetzten US-Regierungsangestellten, an der Seine ihre neue Berufung: das Kochen. Mit naiver Verwegenheit setzt sie sich im Umfeld von Profiköchen und gegen die Arroganz ihrer Kochschuldirektorin durch, wird Mitautorin eines voluminösen Kochbuchs über die Französische Küche, das sich nach jahrelangem Kampf um einen Verleger zum Bestseller entwickelt. Über 50 Jahre später, im New York des Jahres 2002, bricht auch Julie Powell (Amy Adams) in ein neues Leben auf. Tagsüber arbeitetet sie als telefonische Kummertante für die Company, die mit dem Neuaufbau von Ground Zero beauftragt ist. In ihrer Freizeit versucht sie, alle 524 Rezepte des Kochbuchs ihres Idols Julia Child innerhalb eines Jahres nachzukochen, ohne Job, Nerven oder Mann zu verlieren. Diese Mammutaufgabe dokumentiert sie in einem Blog, der sie berühmt und zur Star-Autorin macht.

Zwischen diesen beiden Zeitebenen springt der Film, Ephrons bester seit "Schlaflos in Seattle", hin und her, zeigt Parallelen in zwei Leben auf, verzichtet aber auf eine kitschige Zusammenführung der beiden Frauen, die möglich gewesen wäre, starb doch Child erst 2004. Mehr als von Dialogwitz lebt "Julie und Julia" von zurückhaltender Situationskomik, von einer unschematischen Dramaturgie, die ohne berechenbare verkrampfte romantische Verwicklungen auskommt, einer unbeschwerten Grundstimmung, die auf überflüssige Konflikte verzichtet, und vor allem von seinen beiden Hauptfiguren. Julie und Julia tragen diese Komödie mit hohen Sympathiewerten, nicht zuletzt, weil Ephron Eindrücke, die sich aus den beiden Büchern ergaben, mit einer idealisierten Vorstellung von beiden Figuren vermischte. So ist Powell, im Originalblog und ihrem Bestseller eine Neudreißigerin mit leicht vulgärer Rhetorik, im Film süße Sanftmut, Child ausschließlich eine komische Heilige mit großer Güte. Für beide Rollen fand Ephron ideale Darstellerinnen. Amy Adams besetzt wie gewohnt ihre Nische "niedlich", "zauberhaft" und "emotional", Streep ist hinreißend überdreht, dehnt jedes zweite Wort in andere Vokalgalaxien, imitiert Child in Stimme und Körpersprache perfekt. Womit sich für sie die obligatorische Frage stellt: Being Julia - getting Oscar? kob.

Julie & Julia

Eine legendäre Köchin bietet einer frustrierten Sekretärin ein neues Lebensrezept. Julie & Julia erzählt zwei wahre Geschichten: die von Julia Child (Meryl Streep), Autorin eines französischen Kochbuch-Klassikers, und die von Julie Powell (Amy Adams), die beschließt, sämtliche 524 Rezepte des Buchs in 365 Tagen nachzukochen und darüber einen Blog zu führen, um eine neue Generation in die Geheimnisse der französischen Kochkunst einzuweihen. Stanley Tucci (Der Teufel trägt Prada) spielt Julies Ehemann unter der Regie von Nora Ephron in dieser köstlichen Komödie voller Lebensfreude, Besessenheit und Butter. Bon appétit!

Quelle: Sony Pictures

Geheime Zutaten: die Entstehung von Julie & Julia
Kommentar von Regisseurin/Drehbuchautorin Nora Ephron

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Meryl Streep   als Julia Child
  Amy Adams   als Julie Powell
  Stanley Tucci   als Paul Child
  Chris Messina   als Eric Powell
  Linda Emond   als Simone Beck
  Helen Carey   als Louisette Bertholle
  Mary Lynn Rajskub   als Sarah
  Jane Lynch   als Dorothy McWilliams
  Joan Juliet Buck   als Madame Brassart
  Crystal Noelle   als Ernestine
  George Bartenieff   als Max Bugnard
  Vanessa Ferlito   als Cassie
  Casey Wilson   als Regina
 
Regie:  Nora Ephron  
Buch:  Nora Ephron  
Musik:  Alexandre Desplat  
Kamera:  Stephen Goldblatt  
Produzent:  Laurence Mark  
  Nora Ephron  
  Amy Robinson  
  Eric Steel  

Oscar-Nominierungen: "Avatar"-Dreikampf, "Das weiße Band" und Christoph Waltz

Blau ist zwar an der Kinokasse die absolut dominante Farbe, bei den Nominierungen zum wichtigsten Filmpreis gibt's aber einen harten Konkurrenten.

Von der Academy neun Mal gewürdigt: "Avatar - Aufbruch nach Pandora (Foto: Fox) Großansicht

Von der Academy neun Mal gewürdigt: "Avatar - Aufbruch nach Pandora (Foto: Fox)

Bei uns war das Irakkriegs-Drama "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" zwar nur mäßig erfolgreich, aber bei den Oscars ist es mit neun Nominierungen der große Rivale des SciFi-Krachers "Avatar - Aufbruch nach Pandora", der ebenfalls neun Oscar-Chancen hat. Damit kommt es bei der Verleihung am 8. März zum Showdown eines Ex-Ehepaars: "Avatar"-Regisseur James Cameron und "Kommando"-Macherin Kathryn Bigelow waren einst verheiratet und sind nun beide für den besten Film und die beste Regie nominiert.

In die Suppe spucken könnte ihnen allerdings Academy-Querulant Quentin Tarantino, dessen "Inglourious Basterds" mit acht Oscar-Chancen dicht dahinter liegt. Auch Tarantino ist in den Königskategorien Bester Film und Beste Regie nominiert. Wie von allen Experten vorhergesagt, ist dabei auch Christoph Waltz als bester Nebendarsteller berücksichtigt worden - sein Sieg gilt als ziemlich sicher.

In der Kategorie Bester Film wurden erstmals seit 1939 wieder statt fünf nun zehn Filme nominiert. So fanden neben "Avatar", "Tödliches Kommando" und den "Inglourious Basterds" auch kleinere Filme wie das Liebesdrama "An Education", das recht Experimentelle SciFi-Juwel "District 9" und mit "Oben" sogar ein Animationsfilm Berücksichtigung. Außerdem sind nominiert das Football-Drama "Blind Side - Die große Chance", "Up in the Air" mit George Clooney, die harte Romanverfilmung "Precious - Das Leben ist kostbar" sowie der neue Coen-Film "A Serious Man".

Bei den Hauptdarstellern ist Jeff Bridges in der Rolle als versoffener Country-Sänger in "Crazy Heart" der klare Favorit. Sein härtester Gegner ist wohl George Clooney als vielfliegender Entlassungsexperte auf Sinnsuche in "Up in the Air". Der sensible Film heimste insgesamt sechs Nominierungen ein - diese aber alle in wichtigen Kategorien wie Bester Film, Regie (Jason Reitman) und Hauptdarsteller. Dazu sind außerdem gleich beide Nebendarstellerinnen Vera Farmiga und Anna Kendrick nominiert. Ansonsten haben bei den Herren Jeremy Renner aus "Tödliches Kommando", Colin Firth als schwuler Professor in "A Single Man" und Morgan Freeman als der große Nelson Mandela in "Invictus - Unbezwungen" Chancen.

 
Bilder und Trailer der Oscar-Nominierten

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Großen Jubel gab's in den Sälen der Academy über die Nominierung von Sandra Bullock als beste Hauptdarstellerin im Football-Drama "Blind Side - Die große Chance". Gabourey 'Gabby' Sidibe spielt im Drama "Precious - Das Leben ist kostbar" als misshandelte übergewichtige Schwarze groß auf und gilt ebenfalls als aussichtsreiche Kandidatin. Wie immer ist auch Meryl Streep unter den Oscar-Anwärterinnen, ihr Auftritt als Koch-Ikone in "Julie & Julia" könnte ihr auch tatsächlich den nächsten Goldjungen bescheren. Außenseiterchancen dürfen sich Carey Mulligan als 16-Jährige machen, die in der Nick-Hornby-Verfilmung "An Education" einem wesentlich älteren Liebhaber verfällt, sowie Helen Mirren in der Tolstoi-Hommage "Ein russischer Sommer".

Erneut zeigt sich, wie wichtig der Academy die Regie-Arbeit ist, denn alle nominierten Filmemacher wurden auch in der Königskategorie Bester Film berücksichtigt: Cameron für "Avatar", Bigelow für "Tödliches Kommando", Reitman für "Up in the Air", Tarantino für "Inglourious Basterds" und Lee Daniels für "Precious - Das Leben ist kostbar".

Als bester Animationsfilm wird wohl "Oben" ausgezeichnet werden, der vier weitere Nominierungen einheimsen konnte - erstaunlicherweise auch die als Bester Film, was ein absolutes Oscar-Novum darstellt! Die Konkurrenten "Der fantastische Mr. Fox", "Coraline", "Küss den Frosch" (hier sind gleich zwei Songs nominiert) und "The Secret of Kells" werden daher wohl das Nachsehen haben.

Michael Haneke darf nach dem Triumph bei den Filmfestspielen in Cannes mit "Das weiße Band" auch auf den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film hoffen. Schärfster Konkurrent ist vermutlich die französische Eingabe "Ein Prophet".

Verkündet hat die Nominierungen mit viel Charme und Witz Anne Hathaway, die Verleihung selbst wird am 8. März von Steve Martin und Alec Baldwin moderiert - zum ersten Mal seit 1987 gibt es also wieder ein Duett, wenn es heißt: "And the Oscar goes to..."

 

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