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Jump - Sprung in die Ewigkeit

An Fakten orientiertes Drama über einen österreichischen Justizskandal der Zwanzigerjahre, der einen später berühmten Fotografen ein Leben lang belastete.


Jump - Sprung in die Ewigkeit

Leihvideo

Erhältlich seit:
20.11.2008

Originaltitel: Jump

Drama

Großbritannien/Österreich 2007
Laufzeit: 115 Min.
FSK: ab 12

Ben Silverstone
Patrick Swayze
Martine McCutcheon

Regie: Joshua Sinclair
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Jump - Sprung in die Ewigkeit

1954, beim Shooting mit Marilyn Monroe, wird Philippe Halsman, legendärer Starfotograf des "Life Magazine", von einer Journalistin um biografische Einblicke gebeten. Seine Schwester enthüllt schließlich sein Trauma. 1928 soll er bei einem Ausflug in den Bergen seinen Vater ermordet haben, den er nach eigenen Aussagen abgöttisch geliebt haben will. Halsman beteuert seine Unschuld und holt sich einen jüdischen Staranwalt als Verteidiger, doch die Gerechtigkeit wird von fragwürdigen Indizien und antisemitischer Stimmung behindert.

Etwas bieder und dramaturgisch ungelenk präsentiert sich das Kinoregiedebüt von Joshua Sinclair, der die Branche seit über 37 Jahren als Darsteller, Autor ("Der Fall Lucona") und Produzent kennt. Als Erinnerung an ein dunkles Kapitel der österreichischen Geschichte macht sich "Jump" - der Titel weist auf die Jump-Fotografie hin, mit der Philippe Hausman weltberühmt wurde - aber verdient. Und Sinclairs Besetzung, die Patrick Swayze und Wolfgang Fiereck vor der Kamera zusammenführt, ist so verwegen wie unvergesslich.

Jump - Sprung in die Ewigkeit

Auf Tatsachen beruhendes Drama über einen Justizskandal der Zwanzigerjahre, der einen später weltberühmten Fotografen fast das Leben kostete.

Philippe Halsman hat Hitchcock mit Zigarre und Vogel, die Monroe und andere VIPs als in die Luft springende Gelegenheitsakrobaten posen lassen. Diese "Jump"-Fotografien, in Halsmans Hausmagazin "Life" und 1959 auch als Buch veröffentlicht, stehen für Facetten, die hinter Fassaden durch Konzentration auf die Bewegung sichtbar werden. 1928 war Halsman selbst Mittelpunkt einer Dynamik zwischen Schein und Sein, stand in Österreich vor Gericht, weil er bei einer Bergwanderung den Vater ermordet haben soll. Vor der Fassade, Recht zu sprechen, wurde dieses tatsächlich gebeugt, weil Antisemitismus und fragwürdige Indizien einen fairen Prozess unmöglich machten. Diese Tragödie eines Mannes, die jene Europas vorwegnimmt, war Gegenstand mehrerer Bücher, blieb der breiten Öffentlichkeit aber weitgehend unbekannt. Somit leistet das Kinoregiedebüt von Joshua Sinclair, der als Mediziner, Darsteller, Produzent und Autor ("Der Fall Lucona") selbst eine erstaunliche Vita vorweisen kann, populäre Aufklärungsarbeit. Die an österreichischen Schauplätzen in englischer Sprache gedrehte Produktion beginnt und endet 1954 in Manhattan mit Halsmans Monroe-Shooting, das so artifiziell wirkt wie gelegentlich auch der Film. Eingeklammert davon sind farbveränderte Rückblicke auf den Vater-Sohn-Ausflug und den Prozess, in dem Halsman (Ben Silverstone) von einem jüdischen Staranwalt (Patrick Swayze) verteidigt wird. Sinclair versucht das Mysterium zu wahren, inwieweit der sanfte Sohn in den Tod des Despoten (Heinz Hoenig) involviert war, deutet durch die Blicke dubioser Berggesellen aber Raubmord als alternative Interpretation der Ereignisse an. Das Vater-Sohn-Verhältnis bleibt ähnlich verschwommen, weil für die behauptete Zuneigung, die es wirklich komplex machen würde, kaum Bilder geliefert werden. Auch wenn Dialoge und Dramaturgie den Sprung in diese im Grunde spannende Story manchmal erschweren, macht sich "Jump" als Mahnung verdient. So kann ein in bewegten Bildern noch nie thematisierter Skandal nicht in Vergessenheit geraten, zumal man sich auch an die Besetzung, die Patrick Swayze und Wolfgang Fiereck zusammenführt, immer erinnern wird. kob.

Darsteller:  Ben Silverstone   als Phillippe Halsman
  Patrick Swayze   als Richard Pressburger
  Martine McCutcheon   als Liuba Halsman
  Heinz Hoenig   als Morduch Halsman
  Stefanie Powers   als Katherine Wilkins
  Richard Johnson   als Richter Larcher
  Anja Kruse   als Ita Halsman
  Wolfgang Fierek   als Leopold Zipperer
  Christoph Schobesberger   als Siegfried Hohenleitner
  Adi Hirschal   als Dr. Stein
  Sybil Danning   als Anna Gruber
  Heinz Trixner   als Emil Groeschel
  Cornelia Albrecht   als Marilyn Monroe
 
Regie:  Joshua Sinclair  
Buch:  Joshua Sinclair  
  Ryan James  
Musik:  Kevin Kaska  
Kamera:  Gianlorenzo Battaglia  
Produzent:  Joshua Sinclair  
  Lilly Berger  
 

Fassungen

 

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Features

 

Star

Patrick Swayze

Seine Karriere war von Höhen und Tiefen geprägt wie kaum eine in der jüngeren Hollywood-Geschichte. Mal Spezialist für romantische Rollen...

 

Star

Heinz Hoenig

Dominiert mit seiner physischen Präsenz die Szene, geht wuchtig seinen Weg und verbirgt hinter dem bulligen Aussehen eines Raubeins Klugheit...