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Junebug

Einer der Hits des Sundance Film Festival 2005: Tragikomödie über eine Kunsthändlerin, die die Südstaaten-Familie ihres Ehemanns kennenlernt und mit ihrem Besuch die Familiendynamik ins Schwanken bringt.


Junebug

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Erhältlich seit:
01.04.2010

Drama/ Komödie

USA 2004
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Amy Adams
Embeth Davidtz
Benjamin McKenzie

Regie: Phil Morrison
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Einer der Hits des Sundance Film Festival 2005: Tragikomödie über eine Kunsthändlerin, die die Südstaaten-Familie ihres Ehemanns kennenlernt.

Madeleine verhandelt mit einem Künstler (Foto: Arsenal) Großansicht

Madeleine verhandelt mit einem Künstler (Foto: Arsenal)

Die frisch mit dem attraktiven und etwas geheimnisvollen George (Alessandro Nivola) verheiratete Kunsthändlerin Madeleine (Embeth Davidtz) will einen Deal mit einem zurückgezogen lebenden Maler abschließen und ihn deshalb in seinem Heimatdorf in North Carolina besuchen. Ehemann George erklärt sich bereit, Madeleine auf dem Trip zu begleiten und sie endlich seiner in der Nähe lebenden Familie vorzustellen.

Das Erscheinen des verlorenen Sohnes und seiner kultivierten Ehefrau sorgt dafür, dass lange verborgene Ängste und Verbitterungen zum Vorschein kommen und die mühselig im Lot gehaltene Familienbalance ins Wanken bringen.

Madeleine und George machen einen kleinen Road Trip (Foto: Arsenal) Großansicht

Madeleine und George machen einen kleinen Road Trip (Foto: Arsenal)

Familienfest, aber anders

"Junikäfer" ist eine der Entdeckungen des Sundance Film Festival 2005, wo Amy Adams für ihre sensationelle Darstellung einer resoluten, hochschwangeren Südstaaten-Schönheit eine Auszeichnung als beste Schauspielerin erhielt. Die ungewöhnliche Tragikomödie variiert die bekannte Geschichte vom Familienfest und anderen Schwierigkeiten.

Im Look zurückgenommen, konzentrieren sich Regisseur Phil Morrison und sein Autor Angus MacLachlan auf die Zeichnung ihrer Figuren, deren Gefühle und Ängste stets echt und nachvollziehbar sind. Ein beeindruckender Independentfilm.

Junebug

Kosmopolitische Städter und das bibeltreue Landvölkchen sind die Antipoden, deren Reibung Motor für eine skurrile, warmherzige Anatomie einer dysfunktionalen Südstaatenfamilie wird.

Die zwei disparaten Gesichter der USA - das kosmopolitische Großstadtleben und das antiintellektuelle, zurückgebliebene Landmilieu - treffen weit harmonischer aufeinander, als die nach Kulturschock klingende Prämisse vermuten lässt. Auch wenn sich die beiden Welten unvereinbar wieder trennen. Um einen Künstler zu gewinnen, reist die Chicagoer Galeristin Madeleine (Embeth Davidtz) nach North Carolina. Ihr frisch angetrauter Mann George (Alessandro Nivola) fährt mit, um ihr seine in unmittelbarer Nachbarschaft lebende Familie vorzustellen. Aber im sittenstrengen Bible Belt ticken nicht nur die Uhren anders. George scheint der einzige normale einer nicht gerade angenehm verschrobenen Familie.

Sein Bruder Johnny (Ben McKenzie) ist eine grenzdebile Dumpfbacke, die nur Verachtung und kalte Wut für seine Mitmenschen übrig hat. Unsympathischer wurde selten eine Figur gezeichnet. Seine hochschwangere Frau Ashley hat sich mit neurotischer Überdrehtheit gegen den ekelhaften Vollverlierer abgeschottet und wähnt sich hyperaktiv plappernd in einer heilen Welt. Ihr gelten alle Sympathien. Amy Adams stellt die naive werdende Mutter in einer tragikomischen oscarnominierten Performance dar. Auch die Eltern sind ernsthaft gestörte Typen, deren Erfahrungswelt hinter der Ortskirche endet. Selbst der Künstler stellt sich als verschrobenes, judenfeindliches Unikum heraus, das obszöne Kriegsbilder pinselt. Ein Menschenschlag von verstörender Schlichtheit - reinstes "Borat"-Terrain. Dennoch: Der zentrale Konflikt liegt bei Madeleine, die zwischen ihrer Aufgabe als Kunsthändlerin und der Familie wählen muss.

Phil Morrison führt seine Figuren nicht vor oder ergreift eindeutig Partei. Er nimmt sich viel Zeit für genaue Charakterzeichnungen und poetische Impressionen. Sein lakonisch-langsamer Erzählgestus lässt viel geschehen, beobachtet dabei genau und spart nicht an leisen komischen Szenen. Das handgemachte Independent-Kino ohne Politur entpuppt sich nachgerade als Musterexemplar des zuletzt erstarkten "Sideway"-Genres - ein aus dem Leben geschnittener "Meet the Parents". Dass Johnnys krass asoziales Verhalten freilich keinerlei Konsequenzen nach sich zieht, ist wohl die eigentliche Überraschung dieser politisch ganz schön unkorrekten Americana, die diese Familie trotz all ihrer Tücken umarmt. tk.

Junebug

Auf einer beruflichen Reise macht die frisch verheiratete Kunsthändlerin Madeleine mit ihrem Mann George einen Abstecher zu seiner Familie auf dem Land. Doch obwohl sich die Familie viel Mühe gibt, das Leben der Großstädterin zu verstehen, tritt Madeleine ein in eine Welt, die niemals mit der ihren zu vereinbaren sein wird.

Quelle: Studiocanal

Alle Arthaus-Collections im Überblick; Booklet mit exklusiven Texten zum Film

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Amy Adams   als Ashley Adams
  Embeth Davidtz   als Madeleine
  Benjamin McKenzie   als Johnny Johnsten
  Alessandro Nivola   als George Johnsten
  Frank Hoyt Taylor   als David Wark
  Celia Weston   als Peg Johnsten
  Scott Wilson   als Eugene Johnsten
 
Regie:  Phil Morrison  
Buch:  Angus MacLachlan  
Kamera:  Peter Donahue  
Produzent:  Mindy Goldberg  
  Mike S. Ryan  
 

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