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Leihvideo
Erhältlich seit:
21.06.2005
Originaltitel: Ae Fond Kiss
Großbritannien/Italien/Deutschland/Spanien/Belgien 2004
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 6
Atta Yaqub
Eva Birthistle
Shamshad Akhatar
Regie: Ken Loach
Legend Home Entertainment

Aus der Zusammenarbeit zwischen Regisseur Ken Loach und Drehbuchautor Paul Laverty entstand nach "My Name is Joe" und "Sweet Sixteen" erneut eine wunderbare Geschichte über das Leben in Glasgow. Die Beziehung zwischen einer irischen Musiklehrerin und einem pakistanischstämmigen DJ zerbricht fast an Vorurteilen und Fundamentalismus von Christen und Moslems. Wie die Liebenden sich gegen alle Betonköpfe behaupten, wird zu einer erfrischend unprätentiösen und dennoch rührenden Love-Story mit gesellschaftlichem Hintergrund.
Der Originaltitel lautet "Ae Fond Kiss" und bezieht sich auf ein Lied von Robert Burns, dessen Werke die junge Lehrerin Roisin in der katholischen Messe nicht singen lassen darf, weil der Nationaldichter wegen seines Lebenswandels im 18. Jahrhundert als schlechtes Vorbild gilt. Doch es kommt noch dicker. Als sie den Bangra-DJ Casim Khan trifft, Migrantensohn in zweiter Generation, sprühen die Funken, naiv genießen sie die erste Verliebtheit. Doch der junge Mann steht wenige Wochen vor der arrangierten Hochzeit mit einer ihm unbekannten Cousine und weiß nicht, wie er seinen Eltern die neue Situation erklären soll. Während die im Garten eifrig Erdreich planieren, um dem zukünftigen Paar im schnuckeligen Anbau ein Nest samt Kinderzimmer zu bieten, versucht Casim den Spagat zwischen Liebe und Familienloyalität. Er schafft es nicht, den streng gläubigen Eltern die Wahrheit zu sagen. Dass er mit einer weißen "Goree" zusammenleben will, würden sie nicht verkraften. Aber Intoleranz gibt es auch auf der anderen Seite. Roisin verliert ihren Job als Musiklehrerin in der katholischen Schule, weil der Pfarrer ihr das notwendige "Unbedenklichkeitszeugnis" zur Festanstellung verweigert, er akzeptiert keine geschiedene Frau, und schon mal gar keine, die mit einem Nicht-Katholiken in "wilder Ehe" Bett und Tisch teilt. Die Entscheidung Casims für Roisin am Ende bedeutet keine Lizenz zum Glücklichsein, aber immerhin ein Hoffnungsschimmer.
"Just a Kiss" gehört zu den hinreißendsten und zärtlichsten Liebesfilmen dieses Jahres mit einer für Ken Loach ungewohnten Sinnlichkeit. Da geht uns das Herz auf, wenn die beiden gegen den Rest der Welt an ihren Gefühlen festhalten. In seiner Leichtigkeit erinnert das Meisterwerk an "East is East" und "Kick it like Backham", geht aber einen Schritt weiter, zeigt den Konflikt der Kulturen in verschiedenen Facetten. So lebt ein Freund Casims schon seit Jahren heimlich mit seiner weißen Freundin zusammen, die Hochzeit von Casims älterer Schwester wird aufgrund der "Schande" von der Familie ihres zukünftigen Bräutigams abgesagt, während die jüngere die Gelegenheit beim Schopfe packt und sich vom Elternhaus abnabelt. Eindringlich vermittelt der zu seinen Protagonisten überaus zärtliche Film wie Moslems und Katholiken sich weigern, Brücken zu schlagen und Vorurteile abzubauen. Loach, der mit "My Name is Joe", "Sweet Sixteen" und "Just a Kiss" keine zusammenhängende Trilogie drehen wollte, sondern drei "repräsentative Filme über das Leben im Westen Schottlands", verharrt nicht einen Moment beim politischen Botschaftskino, sondern erzählt heiter von der Mühsal mit Tradition, Religion und Familie. Und von einer ganz großen und zarten Liebe, die sich beweisen muss. mk.
| Darsteller: | Atta Yaqub | als Casim Khan | |
|---|---|---|---|
| Eva Birthistle | als Roisin Hanlon | ||
| Shamshad Akhatar | als Sadia Khan | ||
| Ghizala Avan | als Rukhsana Khan | ||
| Shabana Bhaksh | als Tahara Khan | ||
| Pasha Bocarie | als Amar | ||
| Gerard Kelly | als Priester | ||
| Ahmad Riaz | als Tariq Khan | ||
| John Yule | als Direktor | ||
| Gary Lewis | als Danny | ||
| David McKay | als Wee Roddie | ||
| Raymond Mearns | als Big Roddie | ||
| Regie: | Ken Loach | ||
| Buch: | Paul Laverty | ||
| Musik: | George Fenton | ||
| Kamera: | Barry Ackroyd | ||
| Produzent: | Rebecca O'Brien | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 1:1,85/16:9
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