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Kaufvideo
Erhältlich seit:
15.09.2003
Originaltitel: K-Pax
USA 2001
Laufzeit: 115 Min.
FSK: ab 12
Kevin Spacey
Jeff Bridges
Mary McCormack
Regie: Iain Softley
Universum Film

Die Darstellung von angeschlagen-zynischen Heldenfiguren mit Bedarf an spiritueller Erneuerung ist mittlerweile zur Spezialität des zweifachen Oscargewinners Kevin Spacey ("American Beauty") geworden. In dieses Schema passt nun auch seine Rolle in der gefühlvollen Charakterstudie "K-Pax", in der er einen enigmatischen Psychiatriepatienten darstellt, der behauptet ein Außerirdischer vom Planeten K-Pax zu sein. Sein Arzt, gespielt von Jeff Bridges, ist hin- und hergerissen in dieser Mischung aus "Starman" und "Einer flog übers Kuckucksnest": Soll er ihm glauben oder ihn für den "besten Spinner" halten, der ihm jemals begegnet ist.
Für das Drehbuch wurde der gleichnamige Roman von Gene Brewer adaptiert, wobei in den USA bereits Fragen laut wurden, ob nicht womöglich der argentinische Film "Rantes - Der Mann, der nach Süden schaut" (1986) von Eliseo Subiela als ungenannte Vorlage diente. Auch in dieser Parabel über Himmel und Hölle geht es um einen Patienten in einer Nervenheilanstalt, der von sich behauptet, außerirdischer Herkunft zu sein. Regisseur Iain Softley ("Die Flügel der Taube") nutzt die gleiche Prämisse, verstärkt aber den Subtext, was wohl passieren würde, wenn Jesus Christus ein zweites Mal auf die Erde käme. Er beginnt sein mit religiösen Motiven durchsetztes Mysterienspiel damit, den Protagonisten (Spacey) inmitten von New Yorks Central Station, in geheimnisvolles Licht gebadet, unvermittelt auftauchen zu lassen. Da der seltsame Fremde namens Prot angibt, von einem anderen Planeten zu kommen, wird er umgehend in eine Nervenheilanstalt verfrachtet. Da er auf hohe Dosen von Medikamenten nicht reagiert, gelangt er in die Obhut des renommierten Psychiaters Dr. Mark Powell (Bridges). Der ist von seinem neuen Patienten alsbald fasziniert, da er nicht nur UV-Licht wahrnehmen kann, sondern auch - in einer Parabel auf das Neue Testament - eine Gruppe von Astrophysikern mit seinem fundierten Wissen von unpublizierten Fakten verblüfft. Der gute Doktor vernachlässigt seine Familie noch mehr als zuvor, ein Umstand, auf den ihn sein messianischer Patient unverblümt aufmerksam macht. Bald ist auch die versammelte Mannschaft von Mitpatienten - die im Stil von "Zeit des Erwachens" allesamt als liebenswerte Exzentriker ohne gravierende Geistesstörungen dargestellt werden - von Prot in den Bann gezogen. Wie Jack Nicholson in "Einer flog übers Kuckucksnest" übt Prot einen positiven Einfluss auf sein gesamtes Umfeld aus. Kurz vor dem Datum, das Prot für seine Rückkehr zum Heimatplaneten angekündigt hat, macht Dr. Powell eine erschütternde Entdeckung.
Die detaillierte Psychostudie kommt trotz des Science-Fiction-Kontexts ohne genretypische Spezialeffekte aus. Stattdessen macht sich Regisseur Softley Regenbogenfarbene Lichtprismen zunutze, um der erdgebundenen Atmosphäre einen Hauch von kosmischem Mysterium zu verleihen. Kevin Spacey liefert als undurchschaubarer Protagonist erneut eine schauspielerische Glanzleistung, indem er mit der scheinbar mühelosen Projektion von distanzierter Überlegenheit und kindlicher Unschuld eine nachgerade heilige Figur kreiert. Bridges, der vor zwei Dekaden für seine durchaus verwandte "Starman"-Darstellung eine Oscar-Nominierung erhielt - übernimmt die Rolle der Identifikationsfigur, die die urchristliche Wichtigkeit des Familiennukleus erkennen und damit eine wichtige Lektion lernen darf. Das Ende, das manche Zuschauer als verwirrend empfinden könnten, bietet Gesprächsstoff und lässt Raum für eigene Interpretationen. ara.
| Darsteller: | Kevin Spacey | als Prot | |
|---|---|---|---|
| Jeff Bridges | als Dr. Mark Powell | ||
| Mary McCormack | als Rachel Powell | ||
| Alfre Woodard | als Dr. Claudia Villars | ||
| David Patrick Kelly | als Howie | ||
| Saul Williams | als Ernie | ||
| Peter Gerety | als Sal | ||
| Celia Weston | als Mrs. Archer | ||
| Ajay Naidu | als Dr. Chakraborty | ||
| Tracy Vilar | als Maria | ||
| Melanee Murray | als Bess | ||
| John Toles-Bey | als Russell | ||
| Kimberly Scott | als Joyce Trexler | ||
| Conchata Ferrell | als Betty McAllister | ||
| Vincent Laresca | als Navarro | ||
| Mark Cristopher Lawrence | als Simms | ||
| Brian Howe | als Dr. Steve Becker | ||
| Mary Mara | als Abby | ||
| Tess McCarthy | als Natalie Powell | ||
| Natasha Dorfhuber | als Gabby Powell | ||
| Brandon Michael Depaul | als Josh (10) | ||
| Aaron Paul | als Michael Powell (21) | ||
| William Lucking | als Sheriff | ||
| Kelly Connell | als Walter Fleen | ||
| Peter Maloney | als Duncan Flynn | ||
| Lance E. Nichols | als David Patel | ||
| Paul Linke | als Stuart Hessler | ||
| Christopher Jason Brown | als Danny Trexler | ||
| Greg Lewis | als Dominic McAllister | ||
| Moet | als Jennifer | ||
| Regie: | Iain Softley | ||
| Buch: | Charles Leavitt | ||
| Musik: | Edward Shearmur | ||
| Kamera: | John Mathieson | ||
| Produzent: | Lawrence Gordon | ||
| Lloyd Levin | |||
| Robert F. Colesberry | |||
K-Pax - Alles ist möglich (Deluxe Edition) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Englisch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar, Behind the Scenes, Bildergalerie, Interviews, Making of, Original Kinotrailer, Alternatives Ende
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