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K-Pax - Alles ist möglich

Gefühlvolle Charakterstudie, in der ein Psychiatriepatient behauptet ein Außerirdischer vom Planeten K-Pax zu sein.


K-Pax - Alles ist möglich (Deluxe Edition)

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Erhältlich seit:
15.09.2003

Originaltitel: K-Pax

Drama/ Science Fiction

USA 2001
Laufzeit: 115 Min.
FSK: ab 12

Kevin Spacey
Jeff Bridges
Mary McCormack

Regie: Iain Softley
Universum Film

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Kevin Spacey ("American Beauty") behauptet, ein Alien zu sein. Nur Jeff Bridges kann das Geheimnis des Mannes, der vom Himmel fiel, lüften.

Dr. Powell (J. Bridges) braucht Informationen vom Astronomen

Dr. Powell (J. Bridges) braucht Informationen vom Astronomen

Er materialisiert sich aus dem Nichts. In einem Lichtstrahl, der durch ein Fenster der Grand Central Station bricht. Millionen haben New Yorks Verkehrsknoten schon durchströmt.

Prot (Kevin Spacey) aber ist einzigartig. Behauptet mit kosmischer Gelassenheit, vom 1000 Lichtjahre entfernten Planeten K-Pax zu stammen. Mit dieser Heimatadresse ist seine Reise natürlich nicht beendet. So landet er im Krankenhaus, in den Händen eines Psychiaters, der ein galaktisches Rätsel zu knacken versucht.

Jeff Bridges, einst selbst ein "Starman", spielt diesen Arzt, der seinen offensichtlich schizophrenen Patienten zu dem Punkt zurückführen will, an dem er in die Identität eines Spacetouristen flüchtete. Prot aber lässt jede seiner Seelenexpeditionen mit einer Überzeugungskraft abprallen, dass schließlich auch der Arzt Zweifel an der eigenen Theorie bekommt. Vielleicht ist dieser in sich ruhende Exot, der schwierigste Astronomiefragen mühelos beantworten und vor Wissenschaftlern sein komplexes Sternensystem aus der Erinnerung zeichnen kann, wirklich ein Ausserirdischer, vielleicht aber auch nur ein Verrückter der Superlative.

Der Psychater (J. Bridges) und sein ungewöhnlicher Patient (K. Spacey)

Der Psychater (J. Bridges) und sein ungewöhnlicher Patient (K. Spacey)

Iain Softley ungewöhnlicher, humaner und sympathisch versponnener Film spielt bis zum Ende mit beiden Optionen. Aber während man rätselt, wird deutlich, dass nicht Herkunft oder Reise, sondern Ankunft und Wirkung dieses Mannes im Mittelpunkt stehen. Mit kindlicher Unschuld und selbstverständlicher Akzeptanz des Andersseins wird Prot zum neuen Impulsgeber. Für seine Mitpatienten, aber auch seinen Arzt, der sein Leben mehr zu schätzen lernt.

Spacey und Bridges sind ein glänzendes Team, halten diesen originellen Stoff in der Balance zwischen Komik und Dramatik und lassen ein geographisches, aber auch ein moralisches Fragezeichen zurück, über das sich leidenschaftlich diskutieren lässt.

K-Pax - Alles ist möglich (Deluxe Edition)

Die Darstellung von angeschlagen-zynischen Heldenfiguren mit Bedarf an spiritueller Erneuerung ist mittlerweile zur Spezialität des zweifachen Oscargewinners Kevin Spacey ("American Beauty") geworden. In dieses Schema passt nun auch seine Rolle in der gefühlvollen Charakterstudie "K-Pax", in der er einen enigmatischen Psychiatriepatienten darstellt, der behauptet ein Außerirdischer vom Planeten K-Pax zu sein. Sein Arzt, gespielt von Jeff Bridges, ist hin- und hergerissen in dieser Mischung aus "Starman" und "Einer flog übers Kuckucksnest": Soll er ihm glauben oder ihn für den "besten Spinner" halten, der ihm jemals begegnet ist.

Für das Drehbuch wurde der gleichnamige Roman von Gene Brewer adaptiert, wobei in den USA bereits Fragen laut wurden, ob nicht womöglich der argentinische Film "Rantes - Der Mann, der nach Süden schaut" (1986) von Eliseo Subiela als ungenannte Vorlage diente. Auch in dieser Parabel über Himmel und Hölle geht es um einen Patienten in einer Nervenheilanstalt, der von sich behauptet, außerirdischer Herkunft zu sein. Regisseur Iain Softley ("Die Flügel der Taube") nutzt die gleiche Prämisse, verstärkt aber den Subtext, was wohl passieren würde, wenn Jesus Christus ein zweites Mal auf die Erde käme. Er beginnt sein mit religiösen Motiven durchsetztes Mysterienspiel damit, den Protagonisten (Spacey) inmitten von New Yorks Central Station, in geheimnisvolles Licht gebadet, unvermittelt auftauchen zu lassen. Da der seltsame Fremde namens Prot angibt, von einem anderen Planeten zu kommen, wird er umgehend in eine Nervenheilanstalt verfrachtet. Da er auf hohe Dosen von Medikamenten nicht reagiert, gelangt er in die Obhut des renommierten Psychiaters Dr. Mark Powell (Bridges). Der ist von seinem neuen Patienten alsbald fasziniert, da er nicht nur UV-Licht wahrnehmen kann, sondern auch - in einer Parabel auf das Neue Testament - eine Gruppe von Astrophysikern mit seinem fundierten Wissen von unpublizierten Fakten verblüfft. Der gute Doktor vernachlässigt seine Familie noch mehr als zuvor, ein Umstand, auf den ihn sein messianischer Patient unverblümt aufmerksam macht. Bald ist auch die versammelte Mannschaft von Mitpatienten - die im Stil von "Zeit des Erwachens" allesamt als liebenswerte Exzentriker ohne gravierende Geistesstörungen dargestellt werden - von Prot in den Bann gezogen. Wie Jack Nicholson in "Einer flog übers Kuckucksnest" übt Prot einen positiven Einfluss auf sein gesamtes Umfeld aus. Kurz vor dem Datum, das Prot für seine Rückkehr zum Heimatplaneten angekündigt hat, macht Dr. Powell eine erschütternde Entdeckung.

Die detaillierte Psychostudie kommt trotz des Science-Fiction-Kontexts ohne genretypische Spezialeffekte aus. Stattdessen macht sich Regisseur Softley Regenbogenfarbene Lichtprismen zunutze, um der erdgebundenen Atmosphäre einen Hauch von kosmischem Mysterium zu verleihen. Kevin Spacey liefert als undurchschaubarer Protagonist erneut eine schauspielerische Glanzleistung, indem er mit der scheinbar mühelosen Projektion von distanzierter Überlegenheit und kindlicher Unschuld eine nachgerade heilige Figur kreiert. Bridges, der vor zwei Dekaden für seine durchaus verwandte "Starman"-Darstellung eine Oscar-Nominierung erhielt - übernimmt die Rolle der Identifikationsfigur, die die urchristliche Wichtigkeit des Familiennukleus erkennen und damit eine wichtige Lektion lernen darf. Das Ende, das manche Zuschauer als verwirrend empfinden könnten, bietet Gesprächsstoff und lässt Raum für eigene Interpretationen. ara.

Darsteller:  Kevin Spacey   als Prot
  Jeff Bridges   als Dr. Mark Powell
  Mary McCormack   als Rachel Powell
  Alfre Woodard   als Dr. Claudia Villars
  David Patrick Kelly   als Howie
  Saul Williams   als Ernie
  Peter Gerety   als Sal
  Celia Weston   als Mrs. Archer
  Ajay Naidu   als Dr. Chakraborty
  Tracy Vilar   als Maria
  Melanee Murray   als Bess
  John Toles-Bey   als Russell
  Kimberly Scott   als Joyce Trexler
  Conchata Ferrell   als Betty McAllister
  Vincent Laresca   als Navarro
  Mark Cristopher Lawrence   als Simms
  Brian Howe   als Dr. Steve Becker
  Mary Mara   als Abby
  Tess McCarthy   als Natalie Powell
  Natasha Dorfhuber   als Gabby Powell
  Brandon Michael Depaul   als Josh (10)
  Aaron Paul   als Michael Powell (21)
  William Lucking   als Sheriff
  Kelly Connell   als Walter Fleen
  Peter Maloney   als Duncan Flynn
  Lance E. Nichols   als David Patel
  Paul Linke   als Stuart Hessler
  Christopher Jason Brown   als Danny Trexler
  Greg Lewis   als Dominic McAllister
  Moet   als Jennifer
 
Regie:  Iain Softley  
Buch:  Charles Leavitt  
Musik:  Edward Shearmur  
Kamera:  John Mathieson  
Produzent:  Lawrence Gordon  
  Lloyd Levin  
  Robert F. Colesberry  
 

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