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K-Pax - Alles ist möglich

Gefühlvolle Charakterstudie, in der ein Psychiatriepatient behauptet ein Außerirdischer vom Planeten K-Pax zu sein.


K-Pax - Alles ist möglich

Leihvideo

Erhältlich seit:
13.05.2003

Originaltitel: K-Pax

Drama/ Science Fiction

USA 2001
Laufzeit: 115 Min.
FSK: ab 12

Kevin Spacey
Jeff Bridges
Mary McCormack

Regie: Iain Softley
Universum Film

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Iain Softleys gefühlvoller Ausflug in die Metaphysik zeigt Oscar-Preisträger Kevin Spacey und Jeff Bridges in absoluter Höchstform.

Dr. Powell zeigt sich durch seinen seltsamen Patienten irritiert Großansicht

Dr. Powell zeigt sich durch seinen seltsamen Patienten irritiert

Einige der berühmtesten Hollywoodschauspieler vollbrachten schon grandiose darstellerische Leistungen als Anstaltspatienten. Ob Jack Nicholson in "Einer flog über das Kuckucksnest", Brad Pitt in "12 Monkeys" oder Angelina Jolie in "Durchgeknallt", sie alle rüttelten durch die faszinierende Interpretation ihrer Charaktere an den Grundfesten der "normalen" Zivilisation.

Nun folgt Kevin Spacey (Oscars für "American Beauty" und "Die üblichen Verdächtigen") seinen Kollegen, der sich für die Rolle in "K-Pax" gewaltig ins Zeug legt. Als Fremdling namens Prot findet man ihn eines Tages umgeben von seltsamem Licht in der New Yorker Central Station.

Da er behauptet, vom Planeten K-Pax zu stammen, schafft man ihn unversehens in die Psychiatrie. Dort aber zeigt der sanftmütige Patient keinerlei Wirkung selbst auf stärkste Psychopharmaka, weshalb der namhafte Psychiater Powell (Jeff Bridges) hinzugezogen wird.

Auch auf seine Mitpatienten übt Prot eine unerklärliche Faszination aus Großansicht

Auch auf seine Mitpatienten übt Prot eine unerklärliche Faszination aus

Als sich herausstellt, dass Prot nicht nur UV-Licht wahrnehmen kann, sondern auch über ungewöhnliches Astrophysik-Wissen verfügt, müssen sich seine Betreuer existenzielle Fragen stellen. Vor Prots angekündigter Rückkehr nach K-Pax kommt es schließlich zu dramatischen Ereignissen.

Gene Brewers gleichnamiger Roman diente als Vorlage für das gelungene Werk des ehemaligen Videoclip-Regisseurs Iain Softley, auf dessen Konto die mit vier Oscar-Nominierungen bedachte Henry-James-Adaption "Die Flügel der Taube" geht.

Prof macht den aufgeklärten Psychiater auf dessen Probleme aufmerksam Großansicht

Prof macht den aufgeklärten Psychiater auf dessen Probleme aufmerksam

Für seinen neuesten Regiestreich holte er sich ein hochkarätiges Spitzenduo vor die Kamera. Wie in "König der Fischer" macht der großartige Jeff Bridges darin Bekanntschaft mit einem faszinierenden Sonderling, der ihn mit universellen Weisheiten und Lehren konfrontiert.

Sympathisch spielt Bridges den abgebrühten Wissenschaftler, dessen rationale Weltsicht auf einen Schlag vollkommen ins Frage gestellt wird. Sein "Messias" Kevin Spacey überzeugt wie schon so oft mit einer lange nachwirkenden Performance als brillanter, wenn auch irritierender Zeitgenosse.

Regisseur Softley verzichtete für seine faszinierende Psychostudie auf Sci-Fi-Schnickschnack und Technikspielereien. Stattdessen schafft er durch den Einsatz raffinierter Farbspielereien eine Atmosphäre der Übersinnlichkeit, die das ungewöhnliche Drama nicht nur für Alien-Fans sehenswert macht.

K-Pax - Alles ist möglich

Die Darstellung von angeschlagen-zynischen Heldenfiguren mit Bedarf an spiritueller Erneuerung ist mittlerweile zur Spezialität des zweifachen Oscargewinners Kevin Spacey ("American Beauty") geworden. In dieses Schema passt nun auch seine Rolle in der gefühlvollen Charakterstudie "K-Pax", in der er einen enigmatischen Psychiatriepatienten darstellt, der behauptet ein Außerirdischer vom Planeten K-Pax zu sein. Sein Arzt, gespielt von Jeff Bridges, ist hin- und hergerissen in dieser Mischung aus "Starman" und "Einer flog übers Kuckucksnest": Soll er ihm glauben oder ihn für den "besten Spinner" halten, der ihm jemals begegnet ist.

Für das Drehbuch wurde der gleichnamige Roman von Gene Brewer adaptiert, wobei in den USA bereits Fragen laut wurden, ob nicht womöglich der argentinische Film "Rantes - Der Mann, der nach Süden schaut" (1986) von Eliseo Subiela als ungenannte Vorlage diente. Auch in dieser Parabel über Himmel und Hölle geht es um einen Patienten in einer Nervenheilanstalt, der von sich behauptet, außerirdischer Herkunft zu sein. Regisseur Iain Softley ("Die Flügel der Taube") nutzt die gleiche Prämisse, verstärkt aber den Subtext, was wohl passieren würde, wenn Jesus Christus ein zweites Mal auf die Erde käme. Er beginnt sein mit religiösen Motiven durchsetztes Mysterienspiel damit, den Protagonisten (Spacey) inmitten von New Yorks Central Station, in geheimnisvolles Licht gebadet, unvermittelt auftauchen zu lassen. Da der seltsame Fremde namens Prot angibt, von einem anderen Planeten zu kommen, wird er umgehend in eine Nervenheilanstalt verfrachtet. Da er auf hohe Dosen von Medikamenten nicht reagiert, gelangt er in die Obhut des renommierten Psychiaters Dr. Mark Powell (Bridges). Der ist von seinem neuen Patienten alsbald fasziniert, da er nicht nur UV-Licht wahrnehmen kann, sondern auch - in einer Parabel auf das Neue Testament - eine Gruppe von Astrophysikern mit seinem fundierten Wissen von unpublizierten Fakten verblüfft. Der gute Doktor vernachlässigt seine Familie noch mehr als zuvor, ein Umstand, auf den ihn sein messianischer Patient unverblümt aufmerksam macht. Bald ist auch die versammelte Mannschaft von Mitpatienten - die im Stil von "Zeit des Erwachens" allesamt als liebenswerte Exzentriker ohne gravierende Geistesstörungen dargestellt werden - von Prot in den Bann gezogen. Wie Jack Nicholson in "Einer flog übers Kuckucksnest" übt Prot einen positiven Einfluss auf sein gesamtes Umfeld aus. Kurz vor dem Datum, das Prot für seine Rückkehr zum Heimatplaneten angekündigt hat, macht Dr. Powell eine erschütternde Entdeckung.

Die detaillierte Psychostudie kommt trotz des Science-Fiction-Kontexts ohne genretypische Spezialeffekte aus. Stattdessen macht sich Regisseur Softley Regenbogenfarbene Lichtprismen zunutze, um der erdgebundenen Atmosphäre einen Hauch von kosmischem Mysterium zu verleihen. Kevin Spacey liefert als undurchschaubarer Protagonist erneut eine schauspielerische Glanzleistung, indem er mit der scheinbar mühelosen Projektion von distanzierter Überlegenheit und kindlicher Unschuld eine nachgerade heilige Figur kreiert. Bridges, der vor zwei Dekaden für seine durchaus verwandte "Starman"-Darstellung eine Oscar-Nominierung erhielt - übernimmt die Rolle der Identifikationsfigur, die die urchristliche Wichtigkeit des Familiennukleus erkennen und damit eine wichtige Lektion lernen darf. Das Ende, das manche Zuschauer als verwirrend empfinden könnten, bietet Gesprächsstoff und lässt Raum für eigene Interpretationen. ara.

Darsteller:  Kevin Spacey   als Prot
  Jeff Bridges   als Dr. Mark Powell
  Mary McCormack   als Rachel Powell
  Alfre Woodard   als Dr. Claudia Villars
  David Patrick Kelly   als Howie
  Saul Williams   als Ernie
  Peter Gerety   als Sal
  Celia Weston   als Mrs. Archer
  Ajay Naidu   als Dr. Chakraborty
  Tracy Vilar   als Maria
  Melanee Murray   als Bess
  John Toles-Bey   als Russell
  Kimberly Scott   als Joyce Trexler
  Conchata Ferrell   als Betty McAllister
  Vincent Laresca   als Navarro
  Mark Cristopher Lawrence   als Simms
  Brian Howe   als Dr. Steve Becker
  Mary Mara   als Abby
  Tess McCarthy   als Natalie Powell
  Natasha Dorfhuber   als Gabby Powell
  Brandon Michael Depaul   als Josh (10)
  Aaron Paul   als Michael Powell (21)
  William Lucking   als Sheriff
  Kelly Connell   als Walter Fleen
  Peter Maloney   als Duncan Flynn
  Lance E. Nichols   als David Patel
  Paul Linke   als Stuart Hessler
  Christopher Jason Brown   als Danny Trexler
  Greg Lewis   als Dominic McAllister
  Moet   als Jennifer
 
Regie:  Iain Softley  
Buch:  Charles Leavitt  
Musik:  Edward Shearmur  
Kamera:  John Mathieson  
Produzent:  Lawrence Gordon  
  Lloyd Levin  
  Robert F. Colesberry  
 

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