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Kabale und Liebe

Leander Haußmanns TV-Adaption von Friedrich Schillers Drama um eine tragische Liebe.


Kabale und Liebe

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Erhältlich seit:
19.10.2007

Drama

Deutschland/Österreich 2005
Laufzeit: 100 Min.
FSK: nicht geprüft

Paula Kalenberg
August Diehl
Götz George

Regie: Leander Haußmann
helikon harmonia mundi

Bild 1 von 2

Filmbewertung


(2 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik



 
Leander Haußmanns Film-Adaption von Friedrich Schillers Drama über eine tragische Liebe.

Eine junge, unerwünschte Liebe (Foto: Delphi) Großansicht

Eine junge, unerwünschte Liebe (Foto: Delphi)

Die junge Liebe zwischen Major Ferdinand von Walter (August Diehl) und der 17-jährigen Luise (Paula Kalenberg) soll verhindert werden. Ferdinands Vater (Götz George), durch blutige Intrigen zum Präsidenten am Hofe eines deutschen Fürsten geworden, ist herzlos gegenüber seinem Sohn und brutal gegenüber Andersdenkenden.

Am Liebsten würde er Ferdinand mit Lady Milford (Katja Flint), der "Favoritin des Fürsten", verheiraten. Luises Vater (Ignaz Kirchner) ist ebenfalls gegen die Verbindung, weil er seine Tochter bereits dem Sekretär des Präsidenten, Wurm (Detlev Buck), versprochen hat. So wird ein perfider Plan geschmiedet, der Ferdinand glauben machen soll, Luise hätte sich jemand anderem hingegeben.

Luise weiß nicht, wie ihr geschieht (Foto: Delphi) Großansicht

Luise weiß nicht, wie ihr geschieht (Foto: Delphi)

Tragisch nah am Geschehen

Durch Leander Haußmanns Bearbeitung wurde der Film fast mehr noch als im Original eine tragische Liebesgeschichte, die durch die filmischen Mittel eine eigene Kraft und Dichte erhält. Die Kamera von Tilmann Büttner ist lebendig und nah dran an Geschehen. Der stärkste Trumpf ist jedoch das hervorragende Schauspielerensemble.

Kabale und Liebe

"Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es seinem bösen Nachbarn nicht gefällt" - kein Zitat aus diesem Schiller-Stück zwar, doch das Thema ist das Gleiche: Machtmissbrauch, Missgunst und Eigensucht haben es darauf abgesehen die Reinheit der Liebe zu zerstören.

Glaubt Luise Millerin, Hauptperson in Friedrich Schillers "Kabale & Liebe", noch an die Unüberwindbarkeit der von Gott gesetzten Standesgrenzen, stehen in der Bearbeitung (das Stück wurde von dreieinhalb Stunden auf 101 Minuten gekürzt) von Leander Haußmann die Widrigkeiten und Intrigen im Zentrum, die die Liebe zwischen Major Ferdinand von Walter (August Diehl) und der 17-jährigen Luise (Paula Kalenberg) verhindern. Ferdinands Vater (Götz George), durch blutige Intrigen zum Präsident am Hofe eines deutschen Fürsten geworden, herzlos gegenüber seinem Sohn und brutal gegenüber Andersdenkenden (er lässt, um sich abzureagieren, mal eben einen libertinen Franzosen hängen), möchte Ferdinand mit Lady Milford (Katja Flint), der "Favoritin des Fürsten" verheiraten. Luises Vater (Ignaz Kirchner) möchte die Verbindung nicht, weil er seine Tochter bereits dem Sekretär des Präsidenten, Wurm (Detlev Buck) versprochen hat. So wird ein perfider Plan geschmiedet, der Ferdinand glauben machen soll, Luise hätte sich jemand anderem hingegeben.

Durch Leander Haußmanns Bearbeitung wurde der Film fast mehr noch als das Original eine tragische Liebesgeschichte, die durch die filmischen Mittel eine eigene Kraft und Dichte erhält und die verdeutlicht, warum Theater heutzutage einen schweren Stand hat. Man fühlt sich durch den Film ins 18. Jahrhundert versetzt. Die Kostüme, die Ausstattung, die Bauten (gedreht wurde in Retz in Österreich), das Flackern der Kerzen in dunklen Räumen, die Warze auf Detlev Bucks Nase, das Strahlen oder Traurigsein von Paula Kalenberg - alles wirkt so echt und wahrhaftig.

Leander Haußmanns Inszenierung ist meisterhaft. Die Kamera von Tilmann Büttner ist lebendig und nah dran an Geschehen und Personen. Viele Szenen sind mit kaum gekannter Emotionalität gedreht, so jene, in der Luise den falschen Liebesbrief schreiben muss und Brief, sie und Wurm ätherisch von unten durch die gläserne Schreibauflage ihres Sekretärs zu sehen sind. Doch ohne sein, auf den Punkt besetztes Schauspielerensemble, zu dem auch noch Katharina Thalbach als Luises Mutter gehört, wäre der Film seines stärksten Trumpfes beraubt. Selten findet man ein visuell und schauspielerisch so opulentes Fernsehspiel. stei.

Kabale und Liebe

Ein deutscher Klassiker liefert den Stoff, ein kongenialer Regisseur findet die richtige Form und ein glänzend aufgelegtes Star-Ensemble spielt mit solcher Leidenschaft, dass Friedrich Schiller seine Freude daran gehabt hätte. Mit seiner Verfilmung von "Kabale und Liebe" beweist Leander Haußmann, dass ein klassisches Drama das Zeug zu bester Kinounterhaltung für alle hat. Die herausragende Paula Kalenberg, 18 Jahre jung und in ihrer Rolle äußerlich die Inkarnation der Unschuld und Reinheit, verführt das Publikum gemeinsam mit August Diehl als Ferdinand zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle.
Götz George als atemlos dominanter Vater Ferdinands gibt dem Präsidenten von Walter das Profil eines Raubtierkarrieristen; Detlev Buck ist sein Oberintrigant Wurm, der die Kabale erfindet, weil er von der Liebe verschmäht wird; und Katja Flint ist Lady Milford, deren mondäne Schönheit zu Perückenpuder zerfällt, als Luise ihr begegnet und sie einsehen muss, dass ihr standesdünkeliges Rollenspiel dieser Liebe nichts entgegenzusetzen hat. Katharina Thalbach und Ignaz Kirchner geben Luises Eltern Miller und Millerin mit viel Witz beides: Aufrichtigkeit und Tumbheit des kleinbürgerlichen Standes.

Quelle: harmonia mundi

Darsteller:  Paula Kalenberg   als Luise Miller
  August Diehl   als Ferdinand von Walter
  Götz George   als Präsident von Walter
  Katja Flint   als Lady Milford
  Katharina Thalbach   als Frau Miller
  Ignaz Kirchner   als Herr Miller
  Detlev Buck   als Wurm
  Georg Friedrich   als von Kalb
  Annika Kuhl   als Sophie
  Johann Adam Oest   als Kammerdiener
  Torsten Michaelis   als Delinquent
 
Regie:  Leander Haußmann  
Buch:  Leander Haußmann  
  Boris Naujoks  
Kamera:  Tilmann Büttner  
Produzent:  Claus Boje  
  Detlev Buck  
 

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