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Leihvideo
Erhältlich seit:
03.06.2004
Originaltitel: Calendar Girls
Großbritannien 2003
Laufzeit: 104 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Julie Walters
Helen Mirren
Penelope Wilton
Regie: Nigel Cole
Walt Disney Studios Home Entertainment

Auf einer wahren Geschichte beruht der zweite Spielfilm von Nigel Cole, der sich als eine Art "Full Monty" für Frauen effektiv aller Feelgood-Elemente erfolgreicher Brit-Comedys der letzten Jahre bedient. Ganz in der Tradition von "Lang lebe Ned Devine", "Billy Elliot" oder eben "Ganz oder gar nicht" verbinden sich hier skurril-trockener britischer Humor, bissiger Wortwitz und ein ehrliches Anliegen für soziale Belange zu einem sympathischen Underdog-Film über einen Kalender mit Nacktfotos von Frauen im besten Alter, den man nicht zuletzt dank der Leistungen von Helen Mirren und Julie Walters gern sieht.
Der Sieg kleiner Leute über die Unwägbarkeiten des Alltags steht stets im Mittelpunkt dieser längst ein eigenes Subgenre umfassenden Gattung von Film, was sie von den übermäßig saccharinen Komödien aus der Traumfabrik anenehm abhebt. Die Geschichte der Frauen des Women's Institute von Rylstone klingt nun schon in der Realität, als sei sie von Brit-Comedys beeinflusst: Nach dem Leukämietod ihres Ehemanns konfrontierte Angela Baker ihre Trauer mit Hilfe ihrer besten Freundin Tricia, indem sie einen Nacktkalender initiierte, um etwas Geld für das örtliche Krankenhaus zu sammeln: Die Fotos zeigten die älteren Damen bei ganz alltäglichen Tätigkeiten - und kamen wider Erwarten so gut an, dass Zeitungen auf der ganzen Welt über die mutigen Ladys berichteten, die schließlich sogar zu Jay Lenos Talkshow nach Los Angeles eingeladen wurden, während sie bis heute knapp 600.000 Pfund an Krebseinrichtungen überweisen konnten.
Nigel Cole, dessen Erstling "Grasgeflüster" ebenfalls von einer nicht mehr ganz jungen Dame handelte, die sich über Konventionen und gute Gepflogenheiten hinwegsetzt, um eine nicht gekannte Freiheit in ihrem Leben zu entdecken, greift die Geschichte nur leicht variiert (Namen und Orte wurden fiktionalisiert) auf. Im Zusammenspiel von Julie Walters ("Billy Elliot") als leidgeprüfte und doch niemals entmutigte oder verbitterte Hausfrau und Helen Mirren ("Gosford Park") als ihre leicht elitäre Freundin entwickelt sich aber soviel Witz und Charme, dass "Calendar Girls" schon schnell seine anfangs etwas episodische und gar biedere Form hinter sich lässt: Je weiter sich die Geschichte entwickelt, je mehr auch den Randfiguren eine Chance gegeben wird, an Tiefe und Charakter zu gewinnen, desto selbstsicherer drückt der Regisseure all die dramaturgischen Knöpfe, die Geschichten dieser Art nötig haben. Dabei ist nicht Vorhersehbarkeit das Problem, dass "Calendar Girls" plagt, sondern der Drang, auf jedes noch so komplexe Problem eine einfache und befriedigende Antwort zu geben. Natürlich ist es erfreulich, dass die Mitwirkung an dem Kalender einer unterdrückten und betrogenen Ehefrau soviel Selbstvertrauen und Courage gegeben haben soll, ihren Mann und dessen Geliebte nicht nur zu konfrontieren, sondern auch noch erhobenen Hauptes aus dieser Auseinandersetzung hervorzugehen. Das hat vielleicht die gewünschte Wirkung beim Publikum und unterstreicht den Glauben der Filmemacher an der Solidarität der Frauen, von der hier wirklich Allheilwirkung ausgeht.
Überzeugender ist da schon die drohende Entzweiung der Protagonistinnen dargestellt , die sich ausgerechnet im Moment ihres Triumphes in Los Angeles ankündigt, als man sich für Ruhm und Glitter oder den Glauben an sich selbst entscheiden muss. Dass sich auch hier der "Lilo & Stitch"-Grundsatz, Familie bedeute, dass man niemanden zurücklässt, bewahrheitet, dürfte in diesem Film, der so überzeugend den Balanceakt zwischen Tragik und Humor, Triumph und Niederlage wagt, allerdings niemanden wundern. Und das ist gut so. ts.
| Darsteller: | Julie Walters | als Annie | |
|---|---|---|---|
| Helen Mirren | als Chris | ||
| Penelope Wilton | als Ruth | ||
| Annette Crosbie | als Jessie | ||
| Celia Imrie | als Celia | ||
| Linda Bassett | als Cora | ||
| Georgie Glen | als Kathy | ||
| Angela Curran | als May | ||
| Rosalind March | als Trudy | ||
| Ciarán Hinds | als Rod | ||
| John Alderton | als John | ||
| Philip Glenister | als Lawrence | ||
| John-Paul Macleod | als Jem | ||
| Geraldine James | als Marie | ||
| Marc Pickering | als Gaz | ||
| George Costigan | als Eddie | ||
| Graham Crowden | als Richard | ||
| John Fortune | als Frank | ||
| John Sharian | als Danny | ||
| Regie: | Nigel Cole | ||
| Buch: | Tim Firth | ||
| Juliette Towhidi | |||
| Musik: | Patrick Doyle | ||
| Kamera: | Ashley Rowe | ||
| Produzent: | Nick Barton | ||
| Suzanne Mackie | |||
Kalender Girls in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: Dolby Surround
Bildformat: 1:2,35
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Julie Walters
Sie ist die schlagfertigste und mit Abstand beste "Kodderschnauze" des britischen Kinos und Fernsehens und in der Heimat seit der...
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Helen Mirren
Die englische Charakterdarstellerin, die mit 19 Jahren die jüngste je in die ehrwürdige "Royal Shakespeare Company" aufgenommene Schauspielerin...
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