DVD (Deluxe Edition) Kaufvideo

Kaliber

Schwarze Krimikomödie über einen verkorksten Raubüberfall mit unerwartetem Ausgang.


Kaliber (Deluxe Edition)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
05.12.2000

Originaltitel: Kaliber Deluxe

Thriller

Deutschland/Österreich 1999
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 16

Marek Harloff
Jürgen Hentsch
Annelise Hesme

Regie: Thomas Roth
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Kaliber (Deluxe Edition)

Im Auftrag des an den Rollstuhl gefesselten Novak überfällt ein Gaunertrio ein Wettbüro und erbeutet neben den Tageseinnahmen auch noch den Geldkoffer des Gangsterchefs Honcek. In einem abgelegenen Ferienhaus suchen die Banditen Unterschlupf - nicht ahnend, dass sich im ersten Stock der Lebenskünstler Dean nebst Geliebter aufhält. Während die Polizei und Honceks Killer fieberhaft nach den Gaunern suchen, heckt Dean einen Plan aus, wie er die drei Männer im Erdgeschoss gegeneinander ausspielen kann...

Genre-Vorbilder wie "Fargo" oder "Reservoir Dogs" lassen grüßen bei dieser tiefschwarzen Kriminalkomödie mit unerwartetem Ausgang. Präzise verknüpft Regisseur und Drehbuchautor Thomas Roth die verschiedenen Handlungsstränge miteinander, steigert stetig das Tempo und baut überaus geschickt Spannung auf. Gut das aus Newcomern (Marek Harloff, Frank Giering) und Routiniers (Dieter Pfaff, Jürgen Tarrach) zusammengesetzte Ensemble, etwas unnötig der Hang zu unnötig expliziter Gewalt. Fazit: Eine geglückte deutsch-österreichische Co-Produktion, die im Kino weit unter Wert geschlagen wurde.

Kaliber (Deluxe Edition)

Nach Tarantino-Manier überfällt ein Gaunertrio ein Wettbüro und vermasselt alles, eliminieren sich zwei Ganovenbanden, während ein Naivling, der nichts mit der Sache zu tun hat, im Hintergrund die Fäden zieht. Der Österreicher Thomas Roth setzt auf schwarzen Humor und die Figur des unfreiwilligen einsamen Helden. Trotz amerikanischer Stilmittel läßt er eine eigene Handschrift spüren.

Am Drehbuch arbeitete u.a. der amerikanische Skriptdoktor Martin Daniel, sein Einfluss ist unverkennbar, auch wenn Thomas Roth die letzte Fassung allein anfertigte. Der Startschuss zu dem Projekt fiel im Spätsommer 1998 mit Unterstützung des FFF Bayern. Der Regisseur bezeichnet den Überfall in "Kaliber DeLuxe" als "sehr österreichisches Verbrechen" und auch in den Bösewichten schlägt das Herz der Alpenrepublik. Es sind eigentlich ganz nette Typen, die da in einem Wettbüro nicht nur die Kasse leeren, sondern gleichzeitig einem Kunden den Geldkoffer stibitzen. Und damit einen Stein ins Rollen bringen. Denn leider ist dessen Eigentümer kein Nobody, sondern ein eiskalter und berüchtigter Gangsterchef. Und der läßt nicht mit sich spaßen. Während zwei der Diebe und ihr Chef (charismatisch Jürgen Hentsch aus "Der Totmacher") in einem Ferienbungalow hoch in den Bergen Unterschlupf suchen, ist der dritte, der im Eifer des Gefechts einen Polizisten umlegte, samt Koffer noch auf der Flucht. Das Trio befindet sich aber nicht allein im Ferienhaus, der verhinderte Krimiautor und als Verwalter jobbende Dean hat nach einer Liebesnacht mit einer charmanten französischen Psychologiestudentin im noch unvermieteten Domizil verschlafen und stellt mit Schrecken fest, dass sein Leben keinen Pfifferling mehr wert ist, wenn die kriminelle Kohorte ihn entdeckt. In Todesangst entwickelt er einen genialen Plan, versucht die Killer gegeneinanderauszuspielen. Alles mit ein paar Anrufen vom Handy...

Zwar kann man sich relativ schnell das Ende vorstellen, aber bis zum Showdown in einsamer Bergwelt gibt es dennoch einige überraschende Twists und Action-Sequenzen. Zwischen seinen amerikanischen Vorbildern, den Coen-Brüdern, David Lynch oder Martin Scorsese und dem sprichwörtlichen Wiener Schmäh pendelt Roth manchmal etwas unschlüssig hin und her, auf einige brutale Szenen hätte man verzichten können. Seine Figuren sind ur-österreichisch in ihrem Verhalten, auch wenn sie durch Schauspieler wie Jürgen Tarrach als nervöser Gangsterkarikatur, Frank Giering als abgebrühtem Revolvertypen und Marek Harloff als naiv-durchtriebenen Träumer mit Sehnsucht nach attraktiver Gefährtin und Insel im Südpazifik astreines hochdeutsch parlieren. Ob das Publikum nach all den enttäuschenden deutschen Filmen der letzten Zeit diesen Thriller aus Nachbarlanden akzeptiert, ist allerdings nicht sicher. mk.

Audiokommentar von Regisseur Thomas Roth, Interview, Trailer

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Marek Harloff   als Dean
  Jürgen Hentsch   als Ed Novak
  Annelise Hesme   als Romy
  Dieter Pfaff   als Paul Honcek
  Jürgen Tarrach   als Alex
  Frank Giering   als Rochus
  Herbert Fritsch   als Toby
  Bela B. Felsenheimer   als Chris
 
Regie:  Thomas Roth  
Buch:  Thomas Roth  
  Robert Treichler  
  Martin Daniel  
Musik:  Lothar Scherpe  
Kamera:  Helmut Pirnat  
Produzent:  Danny Krausz  
  Dr. Kurt Stocker  
 

Kaliber (Deluxe Edition) in der Fotoshow

 

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Features

 

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Dieter Pfaff

Seit Dieter Pfaff in der erfolgreichen Krimiserie "Der Fahnder" dem skurril-liebenswerten Polizisten Otto zu Kultstatus verhalf, ging es mit...

 

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Jürgen Tarrach

Er gehört zu den Spezialisten für Schräges, geht mit robusten Nerven durch die absurdesten Situationen, hat Sinn für Groteskes und...