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Kalmans Geheimnis

Feinfühlige Familiengeschichte um das Leben nach dem Holocaust von Regiedebütant und Schauspieler Jeroen Krabbé.


Kalmans Geheimnis

Leihvideo

Erhältlich seit:
17.02.2000

Originaltitel: Left Luggage

Drama

Niederlande/Belgien/USA 1997
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 12

Laura Fraser
Isabella Rossellini
Maximilian Schell

Regie: Jeroen Krabbé
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Kalmans Geheimnis

Die junge Studentin Chaja arbeitet in Antwerpen als Kindermädchen bei den Kalmans, strenge chassidische Juden. Obwohl sie selbst jüdischer Abstammung ist, kommt sie mit den traditionellen Ritualen und Bräuchen nicht besonders gut zurecht. Dafür kann sie mit Simca, dem fünfjährigen Spross der Familie, umso mehr anfangen. Durch diese innige Freundschaft gelingt es den beiden, die Hindernisse ihrer grundverschiedenen Welten zu überwinden. Doch ein tragischer Unfall wird Chajas Leben für immer verändern.

Sensibles Regiedebüt des holländischen Schauspielers Jeroen Krabbé ("Der Herr der Gezeiten"), der seine Familiengeschichte über das Leben nach dem Holocaust als Plädoyer für Toleranz angelegt hat. Das ebenso faszinierende wie feinfühlige Drama, das auf internationalen Festivals zahlreiche renommierte Preise gewinnen konnte, wartet mit einer hochkarätigen Besetzung auf: Neben Krabbé selbst brillieren eine gegen den Strich besetzte Isabella Rossellini sowie Marianne Sägebrecht und Maximilian Schell. Vor allem für das aufgeschlossenere Publikum ist dieses inhaltlich wie schauspielerisch anspruchsvolle Werk sehenswert.

Kalmans Geheimnis

Das Regiedebüt des holländischen Schauspielers Jeroen Krabbé, der durch Paul Verhoevens "Der vierte Mann" bekannt wurde und international sowohl als Bond- und "Auf der Flucht"-Bösewicht wie auch als Charakterdarsteller ("Herr der Gezeiten", "Scandal") präsent ist. Krabbé geht in seiner ungewöhnlichen Liebesgeschichte zwischen einer Studentin und einem knuddeligen fünfjährigen Sohn aus der Familie orthodoxer Juden in Antwerpen 1972 behutsam und feinfühlig vor und gewinnt im Jahre vier nach "Schindlers Liste" durch eine unspektakuläre Zeichnung des Lebens nach dem Holocaust Aspekte, die den Zusammenhang zwischen Vergangenheitsmacht, einer Vater-Tochter-Geschichte, dem Leben im modernen Ghetto und dem Akzeptieren von Geschichte reflektieren und darin neue Wege bestreiten.

Die flotte Studentin Chaja, spontan und unreflektiert, gewinnt durch die Arbeit als Kindermädchen in der Familie Kalman (Krabbé und die gegen den Strich besetzte Isabella Rossellini), chassidische Juden mit strengem Verhaltenskodex, Erfahrungen, die ihr Toleranzspektrum erweitern. Vor allem der noch bettnässende fünfjährige Simcha hat es ihr angetan. In dem Maße, wie sie den Kleinen verwöhnt, versteht sie ihren eigenen Vater (Maximilian Schell), der im umgestalteten Antwerpen beharrlich nach zwei Koffern mit Erinnerungsstücken sucht und sie wohl niemals finden wird. Der Tod Simchas, plötzlich und schockierend, setzt dieses Mosaik endgültig zusammen und weist Chaja den Weg.

Die Ernsthaftigkeit des Anliegens entspricht Krabbés oft zu zurückhaltender Inszenierung, die voll auf die Schauspieler setzt, sorgfältige Szenenübergänge schafft und das Plädoyer für Verständnis zwischen den Generationen und Ethnien in den Vordergrund rückt. Etwas mehr Mut wäre dem Film aber zu wünschen gewesen, der es wegen seiner Thematik im Kino schwer haben dürfte und auf seine disziplinierte internationale Besetzung angewiesen ist, um Aufmerksamkeit zu gewinnen. ger.

Darsteller:  Laura Fraser   als Chaja
  Isabella Rossellini   als Frau Kalman
  Maximilian Schell   als Chajas Vater
  Jeroen Krabbé   als Herr Kalman
  Marianne Sägebrecht   als Chajas Mutter
  David Bradley   als Concierge
  Adam Monty   als Simcha
  Chaim Topol   als Herr Apfelschnitt
  Miriam Margolyes   als Frau Goldman
  Lex Goudsmit   als Herr Goldman
  Benjamin Broekaert   als Dov
  Ben Glanz   als Avrom
  Heather Weeks   als Sofie
 
Regie:  Jeroen Krabbé  
Buch:  Edwin de Vries  
Musik:  Henny Vrienten  
Kamera:  Walther vanden Ende  
Produzent:  Ate de Jong  
  Hans Pos  
  Dave Schram  
 

Fassungen

 

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Features

 

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