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Kaufvideo
Erhältlich seit:
24.02.2005
Originaltitel: Kama Sutra: A Tale of Love
Drama/ Erotik
Indien 1996
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 16
Indira Varma
Sarita Choudhury
Ramon Tikaram
Regie: Mira Nair
Universal Pictures Germany

Sex und Sinnlichkeit sind im Nebeneinander möglich, führen im Miteinander aber zur höchsten Stufe körperlichen Glücks. Wer im wahren Leben diesen Erkenntnissprung noch nicht geleistet hat, kann sich im Kino von der 39-jährigen Inderin Mira Nair instruieren lassen - in ihrem optisch mitunter betörenden, dramaturgisch des öfteren störenden Märchen über das Wesen der Liebeskunst. Da die Sexualforschung zeigt, daß der Reifeprozeß dahingehend längst nicht abgeschlossen ist, sollte sich eine entsprechend motivierte Zuschauerklientel finden lassen, ihren Nachholbedarf im Kino zu stillen.
Falsche Vorstellungen sind dabei allerdings unangebracht. Weder Watsjajanas "Kamasutra" aus dem vierten Jahrhundert noch dieses davon inspirierte Melodram sind Leitfäden sexueller Akrobatik. Schließlich steckt im Kern der Erkenntnis nicht der Akt, sondern Takt. Obwohl in Nairs Heimatland die Zensur zürnte, wird die eher dezent ins Bild gerückte nackte Haut in Europa niemanden erschüttern. Die Kluft zwischen Liebe und Lust, Herz und Unterleib illustriert Nair ("Salaam Bombay!") mit einem magischen Viereck der unterschiedlichsten Persönlichkeiten und emotionalen Dispositionen. Tara (Sarita Choudhury, Denzel Washingtons Partnerin aus Nairs "Mississippi Masala"), egoistische Prinzessin eines kleinen Königreichs im Indien des 16.Jahrhunderts, ist vermögend und mächtig, in der Kunst der Verführung aber hilflos. Maya (bezaubernd: Newcomerin Indira Varma), ihre gutmütige Dienerin, ist arm, aber reich an Anmut und Aussstrahlung. Als Tara einen König (Naveen Andrews, Juliette Binoches Liebe in "Der englische Patient") heiratet, der nur seinem Harem, nicht aber der Politik zugeneigt ist, revanchiert sich Maya für jahrelange Erniedrigungen und verführt den Monarchen noch vor Taras erster Liebesnacht. Des Königs Gewinn an Lust muß Maya mit Frust büßen. Sie wird verbannt, verliebt sich aber in den Hofbildhauer (Ramon Tikaram), dessen Skulptur von ihr wiederum die Hormone des Königs neuentflammt. Trotz Nairs symbolhafter Ausrichtung des Plots bleibt "Kama Sutra" inhaltlich eine Marginalie, die dramaturgisch auch die Grenze zum Kitsch überschreitet und dabei auch von gelegentlich unfreiwillig komischen Dialogen unterstützt wird. Stilistisch, in der Komposition von Kostümen, Bauten, Dekor, Natur und schönen Menschen, ist dieser Film hingegen Glück für die Augen, eine etwas aufgesetzt wirkende, aber nichtsdestotrotz betörende Orgie der Sinnlichkeit, bei der man dem Verstand trotz anfänglicher Gegenwehr schließlich doch eine Ruhepause gönnt. kob.
| Darsteller: | Indira Varma | als Maya | |
|---|---|---|---|
| Sarita Choudhury | als Tara | ||
| Ramon Tikaram | als Jai | ||
| Naveen Andrews | als Raj Singh | ||
| Devi Rekha | als Rasa | ||
| Regie: | Mira Nair | ||
| Buch: | Helena Kriel | ||
| Mira Nair | |||
| Musik: | Mychael Danna | ||
| Kamera: | Declan Quinn | ||
| Produzent: | Lydia Dean Pilcher | ||
| Mira Nair | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 4:3
Extras: Trailer
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