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Kaufvideo
Erhältlich seit:
08.09.2005
Deutschland 2004
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 12
Matthias Schweighöfer
Jessica Schwarz
Jan-Gregor Kremp
Regie: Hendrik Hölzemann
Highlight Communications (Deutschland)

Eine Geschichte von Liebe und Tod erzählt Hendrik Hölzemann, Autor von Benjamin Quabecks "Nichts bereuen", in seinem beachtenswerten Regiedebüt, das auf den letzten Hofer Filmtagen Premiere hatte. Mit Jessica Schwarz und Matthias Schweighöfer, zwei von Deutschlands vielversprechendsten Jungschauspielern, bestens besetzt, handelt "Kammerflimmern" von einem desillusionierten Sanitäter, der bei einem Einsatz der Frau seiner Träume über den Weg läuft. Trotz der düsteren Grundstimmung könnte das Drama dank sehenswerter darstellerischer Leistungen und seiner innovativen Erzählstruktur in ausgewählten Häusern ansprechende Kinokasse machen.
Uschi Reich, ihres Zeichens Produzentin millionenschwerer Kinderfilme wie das Kästner-Remake "Das fliegende Klassenzimmer" oder die beiden "Bibi Blocksberg"-Abenteuer, gibt auch immer wieder Regienovizen wie zuletzt Marco Petry ("Schule") eine Chance. Nun realisierte sie auf Vermittlung von Regisseurin und Dozentin Franziska Buch, die Hölzemann an der Ludwigsburger Filmakademie betreute, dessen Abschlussarbeit, obwohl auch sie den Plot "fast ein bisschen zu düster fand." Doch die herausragende Qualität des Drehbuchs überzeugte sie schließlich.
Im Zentrum der in Köln angesiedelten Story steht der 26-jährige Crash (Matthias Schweighöfer), der als Kind seine Eltern bei einem Autounfall verloren hat und nun als Sanitäter Leben rettet. Sein eigenes Dasein hat der traumatisierte junge Mann allerdings nicht im Griff. Obwohl seine Kollegen Fido (Jan Gregor Kremp) und Richie (Florian Lukas) ständig versuchen, seine beinahe autistische Verschlossenheit aufzubrechen, flüchtet sich Crash immer wieder in Tagträume oder nimmt auf seinem Skateboard Reißaus. Doch die Begegnung mit der hochschwangeren November (Jessica Schwarz, war schon bei "Nichts bereuen" mit an Bord) ändert sein Leben von Grund auf. Zum ersten Mal hat er das Gefühl, zu lieben und geliebt zu werden. Das Glück ist indes nur von kurzer Dauer. Als eines Tages plötzlich die Wehen einsetzen und das junge Paar im Rettungswagen Richtung Krankenhaus rast, scheint sich für Crash das Schicksal zu wiederholen.
Hendrik Hölzemann weiß, wovon er spricht, hat er doch seinen Zivildienst als Sanitäter abgeleistet. Und so wirken seine Figuren wie dem wirklichen Leben entsprungen - etwa der abgebrühte Fido, der zwischen den Einsätzen ein Nümmerchen mit Notärztin "Dr. Tod" (Bibiana Beglau) schiebt, oder der quirlige Richie, der seine Sinne mit dem Chemikalien-Arsenal aus der Krankenhaus-Apotheke vernebelt. Dennoch ist "Kammerflimmern", der nicht ganz den makabren Humor von Wolf Hass' "Komm, süßer Tod" und auch nicht die totale Hoffnungslosigkeit von Scorseses "Bringing out the Dead - Nächte der Erinnerung" besitzt, keineswegs die abgefilmte Biografie des Regisseurs. Hölzemann nutzt vielmehr seine Kenntnisse und Erfahrungen, um seine ungewöhnliche Love Story vorantreiben zu können. Dabei verlässt er immer wieder die lineare Erzählstruktur, wirbelt die Zeitebenen ebenso durcheinander wie Sequenzen von Traum und Realität (ähnlich dem medizinischen Kammerflimmern, bei dem die einzelnen Herzmuskelfasern auch nur noch chaotisch zucken). Trotzdem weiß der Betrachter immer, woran er ist, mehr noch - er lernt so seine Protagonisten - Schwarz und Schweighöfer harmonieren ganz ausgezeichnet miteinander - immer besser kennen. Dass die Sorgfalt des Drehbuchs sich auch bei Kameraarbeit und Produktionsdesign fortsetzt, versteht sich bei diesem sehenswerten Erstling beinahe von selbst. Jetzt muss sich nur noch der Zuschauer auf das düstere Thema, das aber am Ende auch viel Hoffnung bereit hält, einlassen.lasso.
Der 26-jährige Crash (Matthias Schweighöfer) verlor als Kind bei einem Autounfall seine Eltern.
Heute ist er Rettungsassistent und versucht Tag für Tag auf Kölns Straßen Leben zu retten, Hilfe
und Trost zu spenden. Doch Crash kommt mit der harten Realität nicht gut klar. Um ihr zu
entkommen, flüchtet er sich immer wieder in Tagträume, die am Ende immer eine Sache
gemeinsam haben: das lächelnde Gesicht einer jungen, geheimnisvollen Frau. Als Crash eines
Nachts bei einem Einsatz auf November (Jessica Schwarz) trifft, kann er seinen Augen nicht
glauben: Es ist die Frau aus seinen Träumen! Langsam beginnt zwischen den beiden eine zarte
Liebesbeziehung und zum ersten Mal spürt Crash so etwas wie Glück. Doch dann scheint sich
das schreckliche Schicksal zu wiederholen ...
Quelle: Highlight
| Darsteller: | Matthias Schweighöfer | als Crash | |
|---|---|---|---|
| Jessica Schwarz | als November | ||
| Jan-Gregor Kremp | als Fido | ||
| Florian Lukas | als Richie | ||
| Bibiana Beglau | als Dr. Tod/Frau Neumann | ||
| Rosel Zech | als Oma Crash | ||
| Volker Spengler | als Hundemann | ||
| Ulrich Noethen | als Prof. Olivari | ||
| Carlo Ljubek | als Tommy | ||
| Johanna Gastdorf | als Mutter des Mädchens | ||
| Regie: | Hendrik Hölzemann | ||
| Buch: | Hendrik Hölzemann | ||
| Kamera: | Lars Liebold | ||
| Produzent: | Uschi Reich | ||
Kammerflimmern in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts, Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Englisch, Spanisch
Bildformat: 1:1,77/16:9
Extras: Interviews, Making of, Filmografien
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Jessica Schwarz
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