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Kaufvideo
Erhältlich seit:
03.02.2011
Originaltitel: Capitalism: A Love Story
Dokumentarfilm/ Wirtschaft
USA 2009
Laufzeit: 127 Min.
FSK: ab 6
Regie: Michael Moore
Concorde Home Entertainment

Michael Moore klärt wieder auf und prangert an - und das in seiner ihm typischen unterhaltsamen Weise. Nach der Waffenindustrie ("Bowling for Columbine"), der Politik gegen den Terror ("Fahrenheit 9/11") und dem Gesundheitssystem ("Sicko") geht der umtriebige Regisseur nun der Bankenkrise auf den Grund.
Die Fakten und Hintergründe, die Moore zur globalen Finanzkrise präsentiert, mögen nicht neu sein, auch neuerste Entwicklungen sind noch nicht verarbeitet. Aber der Filmemacher versteht es auf seine unnachahmliche Weise, das komplexe Thema zu einem für jedermann verständlichen, emotional ansprechenden und oft auch witzigen Einblick herunterzu brechen. Natürlich wird nur eine Meinung dazu transportiert und das vielleicht auch mit dem Holzhammer, eben "Capitalism according to Mr. Moore", aber das so witzig und unterhaltsam, wie es Agitprop selten ist. In seiner Art, zu klotzen statt zu kleckern, eröffnet Moore sein Pamphlet gegen den Kapitalismus mit Szenen aus dem Römischen Reich, das vom Untergang bedroht ist. Einen Lacher fordert er ein mit einem Video, in dem Katzen die Klospülung drücken, mit dem Kommentar, dass so etwas doch nicht etwa von den Menschen als Errungenschaft in Erinnerung bleiben sollte. Später wird das Wirtschaftssystem von den von ihm befragten Kirchenmännern als nichts weniger als eine Sünde bezeichnet. Und eine Abgeordnete des Senats erklärt die Art und Weise, wie es zur Vergabe von staatlichen Hilfen in Milliardenhöhe an die Investmenthäuser kam, die mit ihren Produkten letztendlich die Krise auslösten, als Coup d'Etat. Als besonders drastisches Beispiel für die Ungeheuerlichkeit des Systems führt Moore auf, dass selbst mit dem Tod von Mitarbeitern spekuliert würde. Spätestens dann hat Moore selbst die im Publikum auf seiner Seite, die anfangs noch zurückhaltend reagiert haben auf die von Moore interviewte Familie, die mit Tränen in den Augen berichtet, wie sie ihr Haus verloren hat.
Einen erschöpfenden Einblick darf man sich allerdings nicht erwarten. Als Moore etwa einen Finanzexperten um eine Erklärung für Derivate bittet, lässt er ihn des Effekts willen mehrfach stottern. Und auch eine Alternative zum verhassten Kapitalismus kann Moore nicht aufführen. Doch seine Weltverbesserer-Überzeugung, die er seit 20 Jahren mit seinen Filmen kultiviert, in denen er hartnäckig seinen Finger auf die Übel der Gesellschaft richtet, nimmt man ihm immer noch ab. Er glaubt daran, dass Menschen sich ändern können, eine Revolution selbst herbeiführen können. So zeigt er auch eine von Community und Medien unterstützte, erfolgreiche Hausbesetzung und eine Firma, in der jeder Mitarbeiter Anteile hat und das gleiche verdient. Mag die Machart seiner Filme mittlerweile bekannt sein und nicht mehr so originell wie in seinen Anfangszeiten wirken, erfrischenden Witz und Frechheit beweist er in diversen Szenen allemal, unbedingt vor allem in den letzten, in denen er die Gebäude der großen Investmenthäuser in Manhattan mit gelbem Crime-Scene-Band umwickelt. Und auch sein Gespür für die perfekte, natürlich auch bekannte Musikuntermalung und die passenden und starken Archivaufnahmen hat er sich erhalten. Lustige Werbeclips ebenso wie Roosevelts ernste Rede zu den nicht mehr umgesetzten zusätzlichen Rechten auf Bildung und einen adäquaten Arbeitsplatz finden ihren Platz. Und sein Debüt "Roger & Me" eine adäquate Fortsetzung. hai.
Mit Humor und Empörung erkundet Michael Moores KAPITALISMUS: EINE LIEBESGESCHICHTE ein Tabuthema: Welchen Preis zahlt Amerika für seine Liebe zum Kapitalismus? Vor vielen Jahren schien diese Liebe so unschuldig zu sein. Heutzutage allerdings gleicht der amerikanische Traum mehr einem Albtraum. Moore nimmt uns mit zu den Menschen, deren Leben komplett auf den Kopf gestellt wurde und sucht dabei nicht nur in Washington, D.C. nach Erklärungen. Was er findet sind die nur allzu bekannten Symptome einer Liebesgeschichte auf Abwegen: Lügen, Missbrauch, Betrug ... und 14.000 Arbeitsplätze, die jeden Tag gestrichen werden.
Quelle: Concorde
Ausführliche Interviews / Entfallene Beiträge: Harvard-Professorin Elizabeth Warren: "Wie die Wall Street ungestraft davongekommen ist."; "Sorry, Immobilienhaie und Banken - Ihr seid in Flint, Michigan, erledigt!"; U.S. Kongressabgeordneter Elijah Cummings wagt es, das Unaussprechliche auszusprechen; Pulitzer-Preisträger und NY-Times-Reporter Chris Hedges über "Kapitalismus: Der Killer";Pater Dick Preston: "Warum die Reichen sich keinen Platz im Himmel kaufen können."; Was, wenn wir 1979 auf Jimmy Carter gehört hätten?; U.S.-Food-Philosoph Michael Pollan ("The Omnivore's Dilemma") über Menschen, die Lebensmittel ohne Gewinnstreben erzeugen; Gelebte Demokratie bei der Taxi-Union in Madison, Wisconsin; Der Gedanke hinter einem arbeitnehmergeführten Unternehmen; Hier eine Idee: Die "Volksbank" von North Dakota; "Miami-Max hat ein Haus für Dich."; Kinotrailer: Deutscher Kinotrailer, Original-Kinotrailer
Quelle: Concorde
| Darsteller: | Michael Moore | ||
|---|---|---|---|
| Regie: | Michael Moore | ||
| Buch: | Michael Moore | ||
| Musik: | Jeff Gibbs | ||
| Kamera: | Daniel Marracino | ||
| Jayme Roy | |||
| Produzent: | Michael Moore | ||
| Anne Moore | |||
Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,78/1080p
Extras: Hintergrundinfo, Interviews, Entfallene Szenen, Trailer
Ausführliche Interviews / Entfallene Beiträge: Harvard-Professorin Elizabeth Warren: "Wie die Wall Street ungestraft davongekommen ist."; "Sorry, Immobilienhaie und Banken - Ihr seid in Flint, Michigan, erledigt!"; U.S. Kongressabgeordneter Elijah Cummings wagt es, das Unaussprechliche auszusprechen; Pulitzer-Preisträger und NY-Times-Reporter Chris Hedges über "Kapitalismus: Der Killer";Pater Dick Preston: "Warum die Reichen sich keinen Platz im Himmel kaufen können."; Was, wenn wir 1979 auf Jimmy Carter gehört hätten?; U.S.-Food-Philosoph Michael Pollan ("The Omnivore's Dilemma") über Menschen, die Lebensmittel ohne Gewinnstreben erzeugen; Gelebte Demokratie bei der Taxi-Union in Madison, Wisconsin; Der Gedanke hinter einem arbeitnehmergeführten Unternehmen; Hier eine Idee: Die "Volksbank" von North Dakota; "Miami-Max hat ein Haus für Dich."; Kinotrailer: Deutscher Kinotrailer, Original-Kinotrailer
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Michael Moore
Er ist einer der originellsten Dokumentarfilmer der Geschichte. Der schwergewichtige und von Witz, Sarkasmus und Selbstironie sprühende...
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