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Karla

DEFA-Film, in dem Junglehrerin Jutta Hoffmann durch ihre Erziehungsideale auf Ablehnung stößt.


Karla

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Erhältlich seit:
15.03.2007

Drama

DDR 1965
Laufzeit: 128 Min.
FSK: ab 6

Jutta Hoffmann
Jürgen Hentsch
Hans Hardt-Hardtloff

Regie: Herrmann Zschoche
ICESTORM Entertainment

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Junglehrerin Karla tritt voller Enthusiasmus ihre erste Stelle an einem kleinstädtischen Gymnasium an und hat sich vor allem ein Ziel gesetzt: aus ihren Schülern kritisch und selbständig denkende Menschen zu machen. Während sie mit ihren Ansätzen bei den Jugendlichen auf Verwunderung stößt, verhalten sich ihre Kollegen und der linientreue Direktor Hirte ablehnend gegenüber dieser Verletzung sozialistischer Erziehungsziele. Die Schulbehörde wird eingeschaltet, und dort wird Karlas Beziehung zu einem "ausgestiegenen" Journalisten als weiteres Manko angesehen.

DEFA-Film von Herrmann Zschoche ("Sieben Sommersprossen"), der hier zum ersten Mal mit Autor Ulrich Plenzdorf zusammenarbeitete. Im Mittelpunkt steht der immer neue Konflikt zwischen den Idealen junger Menschen und den gesellschaftlichen Zwängen. In der Rolle der engagierten Junglehrerin überzeugt Jutta Hoffmann. "Karla" zählte zu den Filmen, die 1965 aufgrund der in ihnen entdeckten Förderung "schädlicher ideologischer Erscheinungen" vom Zentralkomitee der SED verboten wurden und gelangte erst 1990 zur öffentlichen Aufführung.

Karla Blum kommt frisch von der Universität und soll in einer Kleinstadt eine 12. Klasse in Deutsch und Geschichte unterrichten. Voller Enthusiasmus will die junge Lehrerin ihre Schüler zu selbständigen und kritischen Denkern erziehen. Doch bei allen - Jugendlichen, Kollegen, Direktor wie Schulrätin - stößt sie auf Unverständnis; ihr unkonventionelles Verhalten steht im Widerspruch zu den staatlich verordneten Prinzipien. Wenig förderlich für Karlas Ansehen ist zudem ihre Liebesbeziehung zu dem Journalisten Kaspar, der Stalins Verbrechen aufdecken sollte, dann doch nicht durfte und später aus Protest seinen Beruf an den Nagel hängte. Nach einer Niederlage resigniert Karla vorübergehend, bis sie doch wieder aufbegehrt und am Ende des Schuljahres zwangsversetzt wird. Doch ein kleiner Erfolg ihr vergönnt, denn einige Schüler und der Direktor haben inzwischen ihre Denkweise übernommen.

Wie zahlreiche Filme der Jahresproduktion 1965/66 fiel auch "Karla" dem 11. Plenum des ZK der SED zum Opfer. Zunächst wurden einzelne Szenen herausgeschnitten, letztlich der ganze Film verboten. Erst im Juni 1990 konnte die Premiere im Berliner Kino International gefeiert werden. Die Geschichte der Karla Blum, von Jutta Hoffmann charakterstark und voller Esprit dargestellt, zeugt von Universalität: Damals wie heute reiben sich junge Menschen mit ihren Idealvorstellungen an gesellschaftlichen Schranken.

Quelle: Icestorm

Darsteller:  Jutta Hoffmann  
  Jürgen Hentsch  
  Hans Hardt-Hardtloff  
  Inge Keller  
  Rolf Hoppe  
  Jörg Knoche  
 
Regie:  Herrmann Zschoche  
Buch:  Herrmann Zschoche  
  Ulrich Plenzdorf  
Musik:  Karl-Ernst Sasse  
Kamera:  Günter Ost  
Produzent:  Gert Golde  
 

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