
Die kleine Karo wünscht sich, dass der Liebe Gott die zerrüttete Ehe ihrer Eltern kitten möge. In einem sozial auffälligen, etwas verwahrlosten älteren Nachbarn meint sie den Schöpfer erkannt zu haben. Weil die Kleine gar so hartnäckig an ihn glaubt, erteilt ihr der Alte notgedrungen weise Ratschläge wie "lass dia ned auf den Kopf scheissen" und freundet sich ein bisschen mit ihr an. Wohl wissend, dass die Beziehung, erführe jemand davon, nur auf geringes Verständnis stoßen würde. Als aber der liebe Gott krank wird, passiert genau das.
Eine phantastisch angehauchte, einfühlsam erzählte Geschichte über den Umgang mit Verlusten macht den anvisierten Dreikäsehoch-Zuschauer mit spezifisch österreichischem schwarzen Humor vertraut, wenn das Mädchen auf der Sinnsuche mit einem grantelnden Penner eines der bemerkenswerteren Buddy-Teams dess jüngeren deutschsprachigen Films formt. Die Eltern hinterlassen einen hilflosen, egozentrischen Eindruck (ganz wie vielleicht oft im wirklichen Leben), doch die frohe Botschaft (hilf dir selbst, dann hilft dir Gott) kapieren Kinder auch ohne deren Hilfe.