
In einer Vorstadt von München lassen sich vier Paare durch ein ritualisiertes Leben treiben. Marie ist mit Erich liiert, Paul schläft mit Helga, Peter lässt sich von Elisabeth aushalten, Rosy geht für Geld mit Franz. Sie treffen sich, gehen ins Wirtshaus, hängen herum. Als der Gastarbeiter Jorgos, ein "Griech' aus Griechenland" eintrifft, bringt erdie Verhältnisse ins Wanken. Marie geht mit ihm. Die Männer schlagen ihn zusammen. Erich geht zur Bundeswehr. Die Zukunft von Marie und Jorgos bleibt offen.
Der nach eigenem Bühnenstück entstandene zweite Spielfilm von Rainer Werner Fassbinder (1946 - 1982) zeigt alle Eigenarten seines frühen Stils und Stilwillens. Er nimmt das Geschehen um Sprachlosigkeit, ritualisierte Umgangsformen, Gruppenzwang und Außenseiter in streng kadrierten Schwarzweißbildern auf. Leitmotivisch kehren in ungeschnittenen Einstellungen die Spaziergänge wechselnder Männer-und Frauenpaare in einem Hinterhof vor Garagen wieder. RWF spielt selbst den Jorgos, sein Star Hanna Schygulla ist die Marie.