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Erhältlich seit:
25.08.2008
Originaltitel: KDD - Kriminaldauerdienst (02. Staffel, 8 Folgen)
Deutschland 2008
Laufzeit: 506 Min.
FSK: ab 12
Götz Schubert
Manfred Zapatka
Barnaby Metschurat
Regie: Edward Berger, ...
Universum Film

Als das ZDF vor gut einem Jahr die Krimiserie "KDD - Kriminaldauerdienst" startete, waren die Reaktionen derart überwältigend, als hätten Sender und Produktionsfirma das Genre völlig neu erfunden. Gemessen an den üblichen Freitagsgemächlichkeiten ("Der Alte") wirkten Handlung und Machart in der Tat revolutionär: Wo sonst kantenlose und moralisch über jeden Zweifel erhabene Kommissare ermittelten, tummelten sich nun verkrachte Existenzen, die zum Teil selbst von dem Sumpf profitieren, den sie doch eigentlich trocken legen sollen. Hinzu kam eine verwirrende dramaturgische Konstruktion, weil auf mehreren Ebenen gleichzeitig erzählt wurde. Gleichzeitig gab es aber auch eine durchgehende Geschichte.
Die Quotenentwicklung war eine einzige Talfahrt (von 4,6 auf 2,9 Millionen, "Der letzte Zeuge" hat fast doppelt so viele Zuschauer), aber da es Preise hagelte (unter anderem Deutscher Fernsehpreis, Adolf Grimme Preis), gibt's nun die Fortsetzung. Erneut setzen die Autoren (Lars Kraume, Edward Bergener und Orkun Ertener) auf die Mischung aus sinistrem Kapitalverbrechen und ergreifender Menschelei, so dass die Folgen mitunter aussehen, als hätte sich das Ensemble aus dem "Großstadtrevier" an den Schauplatz des Sat.1-Mehrteilers "Blackout" verirrt. Die Fäden aus der ersten Staffel, die mit einem Hinterhalt am Berliner Gendarmenmarkt endete, werden wieder aufgegriffen: Nach wie vor sind ranghöchste Kreise in mafiöse Strukturen verstrickt. Immer wieder hinkt Jürgen Vogel durchs Bild, der als Kronzeuge die Hintermänner auffliegen lassen will, deshalb zum Abschuss freigegeben wird und schließlich in einer quälend realistisch inszenierten Aktion den Gangsterboss (André Hennicke) ertränkt. Allerdings tritt die Geschichte auch etwas auf der Stelle; genau genommen geht alles wieder von vorne los.
Die Mischung allerdings ist ohne Frage reizvoll: hier Korruption, Politik und Mafia, dort alltägliche Geschichten wie die Beschwerde einer Frau, die sich durch einen Kollegen belästigt fühlt, familiäre Dramen wie der Tod einer lebensmüden Mutter, die vor den Augen ihrer Kinder vom Balkon stürzt, oder der tragische Irrtum einer Polizistin, die einen Wodka-Diebstahl für eine Bagatelle hält; bis die Diebe ihren Kollegen erschießen. Die Inszenierungen imponieren erneut durch herausragende Leistungen der überwiegend treffend besetzten Darsteller (hervorzuheben: Götz Schubert und Manfred Zapatka), auch wenn gerade einige der jüngeren Schauspieler in ihrem Eifer mitunter übers Ziel hinausschießen. Aber die Regisseure (Edward Berger, Andreas Prochaska, Züli Aladag) pflegen nach wie vor diesen entfesselten Stil, der auch dann noch Dynamik suggerieren soll, wenn eigentlich gar nichts passiert. Einfache Gespräche werden durch eine Vielzahl von Schnitten in lauter kleine Partikel zerhackt. Die ständig wechselnden Positionen der zudem permanent schwenkenden und zoomenden Kamera verraten zwar eine immense Hingabe bei der Bildgestaltung (zum Auftakt: Jens Harant), doch zur Wahrheitsfindung trägt der ganze Aufwand nur wenig bei. tpg.
"Die für mich schönste Besonderheit der Serie ist das, was sie geworden ist: ein echtes Lebensmosaik."
Kathrin Breininger (Produzentin)
"KDD" ist eine Serie über das Leben. Über das Leben von sechs oder sieben Leuten in einer Berufsbeziehung; in einem Job, der an Grenzen führt - im beruflichen Alltag und in der eigenen Psyche. Die Beamten des Kriminaldauerdienstes ermitteln in jeder Straftat, die über ein Verkehrsdelikt hinausgeht - um bei der Verifizierung des eigentlichen Deliktes oder am Ende ihrer Schicht den Fall an die zuständigen Dezernate abzugeben.
Das heißt oft Frustration pur, denn oft wissen sie nicht, ob die Schuldigen jemals gefasst oder ob diejenigen, die sie für schuldig halten, wirklich überführt werden. Aber die Beamten des KDD haben auch ein Privatleben - und das mit einem Beruf zu vereinbaren, der immer wieder aufs Neue an die eigenen Grenzen führt, ist nicht leicht.
Die vom KDD müssen sich jeden Tag aufs Neue die Frage stellen: Was heißt denn schon "Leben"?
Quelle: Universum Film
| Darsteller: | Götz Schubert | als Helmut Enders | |
|---|---|---|---|
| Manfred Zapatka | als Jan Haroska | ||
| Barnaby Metschurat | als Leo Falckenstein | ||
| Melika Foroutan | als Sylvia Henke | ||
| Saskia Vester | als Kristin Bender | ||
| Billey Demirtas | als Mehmet Kilic | ||
| Jördis Triebel | als Maria Hernandez | ||
| Daniel Zillmann | als Stefan Mahler | ||
| Jürgen Vogel | als Han | ||
| Michael Rotschopf | als Karsten Stieglitz | ||
| Bernhard Schütz | als Vize-Polizeipräsident Wolfgang Jacobi | ||
| Alma Leiberg | als Karen Mornau | ||
| André Hennicke | als Aoun | ||
| Johanna Gastdorf | als Sabine Enders | ||
| Anna Fischer | als Maren Enders | ||
| Edin Hasanovic | als Enes | ||
| Jürgen Tarrach | |||
| Monika Hansen | |||
| Tobias Oertel | |||
| Devid Striesow | |||
| Regie: | Edward Berger | ||
| Andreas Prochaska | |||
| Züli Aladag | |||
| Buch: | Lars Kraume | ||
| Oliver Hein | |||
| Edward Berger | |||
| Orkun Ertener | |||
| Kamera: | Jens Harant | ||
| David Slama | |||
| Bernhard Jasper | |||
| Benjamin Dernbecher | |||
| Produzent: | Kathrin Breininger | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 1:1,78/16:9
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Götz Schubert
Der Schauspieler Götz Schubert machte zunächst in verschiedenen Berliner Theaterinszenierungen auf sich aufmerksam. Seit Ende der 80er-Jahre...
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Manfred Zapatka
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