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Kaufvideo
Erhältlich seit:
30.09.2010
Dokumentarfilm/ Sport
Deutschland 2009
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 6
Dieter Deventer
Walter Strasser
Quirin Rohleder
Regie: Björn Richie Lob
Prokino Filmverleih GmbH

Mit der fabelhaften Szene-Doku über Münchens Fluss-Surfer ist Björn Richie Lob ein begeisterndes Portrait von sechs Sportfanatikern gelungen.
Die Beach Boys der Voralpenstadt haben "Surfing I.S.A.R." zum Lebensmotto deklariert und auf einem winzigen Nebenarm des Flusses - dem Eisbach direkt am Englischen Garten -, ihr kleines Paradies eingerichtet, um auf einer stehenden Welle im flachen, aber reißenden Wasser fast ganzjährig auf dem Surfbrett zu stehen. Vor 35 Jahren zog es die ersten Verrückten in die Strömung und Björn Richie Lob rekonstruiert die Historie der Subkultur anhand von sechs gestählten Recken des circa 20 Mann umfassenden harten Kerns unentwegter Boarder. Dass der Regisseur selbst dort surft, hat ihm erst ermöglicht, einen umfassenden Einblick in eine verschworene, von außen fast unzugängliche "Familie" zu erhalten, die erstmals offenherzig Auskunft über Passion und Privatleben gibt, gewürzt mit famosen Surf-Aufnahmen.
Unterlegt mit einem klasse Soundtrack folgt die rasant montierte Doku den Sportlern auf der Suche nach dem Kick, den schon mal die Polizei auf der offenen, Hochwasser führenden Isar bei lebensgefährlichen Strudeln beenden muss. Denn nichts und niemand kann die Leidenschaft zügeln und Lob versteht es blendend, diese Energie an die Zuschauer weiterzugeben. Sechs Lebensentwürfe, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch vereint sind in der Liebe, um nicht zu sagen, Sucht nach jener Freiheit und Lebenslust, die gut gelaunte Surfsongs besingen. Schnell, aber nie hektisch sind die Interviews sätzeweise aneinander montiert, um übergangslos thematisch tief in die Szene, ihre Mentalität, Denkweise und Ansichten einzudringen. Rotstichige Super-8-Filme beleuchten die Pionierzeit, als "Brettl fahren" noch ein Geheimtipp war. Heute sind bis zu 200 Regulars dabei und wenn die internationale Surf-Elite mit viel Medien-Tamtam aufkreuzt, um auf der extrem schwer zu reitenden Welle jämmerlich baden zu gehen, feixen die Lokalmatadoren, die eifersüchtig ihren Turf verteidigen. Schließlich hat Walter, der "Hausmeister vom Eisbach" und heutiger Didgeridoo-Baumeister (!) vor vielen Jahren in einer Guerilla-Aktion auf eigene Faust eine Schiene installiert, um ganzjährig die perfekte Welle nutzen zu können. Dort führen die Surfer ihren Tanz auf der nassen Bühne vor Zuschauern auf, eingedenk dessen, dass sie alle schon fast mal ertrunken wären. So informativ, unterhaltsam, mitreißend und auch wehmütig geht es zu, dass "Keep Surfing" den Zuschauerpreis beim Filmfest München einheimste und problemlos ein breites Publikum begeistern sollte. tk.
Bereits vor 35 Jahren stürzte sich der erste Wahnsinnige mit seinem Surfbrett in eine Flusswelle. Frei nach dem Motto "People are more interested in people than anything else" stehen bei KEEP SURFING neben atemberaubenden Surf-Aufnahmen vor allem die ausgefallenen Lebensentwürfe seiner Protagonisten im Mittelpunkt, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Dabei vermittelt KEEP SURFING fast nebenbei, dass die Stadt München viel mehr ist als nur die Heimat wohlhabender Bier- und Brezelliebhaber. Der Film wirft einen Blick auf das anarchistische Herz der Stadt, zeigt sie als einen Ort, von dem aus diese Jungs in die weite Welt aufbrechen. Trotz aller Gegensätze führt sie die Welle im Herzen Münchens immer wieder zusammen.
Quelle: Prokino
| Darsteller: | Dieter Deventer | ||
|---|---|---|---|
| Walter Strasser | |||
| Quirin Rohleder | |||
| Florian Kummer | |||
| Gerry Schlegel | |||
| ELi Mack | |||
| Regie: | Björn Richie Lob | ||
| Buch: | Björn Richie Lob | ||
| Benjamin Quabeck | |||
| Musik: | Lee Buddah | ||
| Kamera: | Lars Liebold | ||
| Björn Richie Lob | |||
| Produzent: | Björn Richie Lob | ||
| Tobias N. Siebert | |||
Keep Surfing in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Entfallene Szenen, Making of, Interviews
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