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Kein Himmel über Afrika

Packender Event-Zweiteiler über eine tragische Beziehung in Afrika, die um ein Haar in der Todeszelle endet - nach der gleichnamigen Autobiografie von Kerstin Cameron.


Kein Himmel über Afrika (2 DVDs)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
25.02.2005

Drama

Deutschland/Frankreich 2005
Laufzeit: 186 Min.
FSK: ab 12

Veronica Ferres
Jean-Hugues Anglade
Enrico Mutti

Regie: Roland Suso Richter
Warner Home Video Germany

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Unschuldig hinter Gittern - Veronica Ferres erlebt die Hölle auf Erden.

Für den Abenteurer Gordon hat Catherine ihren Mann verlassen (Foto: Warner) Großansicht

Für den Abenteurer Gordon hat Catherine ihren Mann verlassen (Foto: Warner)

Catherine (Veronica Ferres) lebt mit ihrem Ehemann Roberto, einem Safariunternehmer, in einem komfortablen Haus in Tansania. Als sie sich in den Piloten Gordon (Jean-Hugues Anglade) verliebt, lässt sie ihre sichere Existenz hinter sich und zieht mit ihrem neuen Partner auf eine Farm.

Bald wird Catherine schwanger - das Glück scheint perfekt. Doch dann passiert eine Katastrophe: Bei einer Notlandung tötet Gordon vier Massai-Kinder.

Der Unfall verändert ihn grundlegend: Er sucht Trost im Alkohol und beginnt Catherine zu schlagen. Als eine Ernte ausfällt und Gordons finanzielle Probleme immer drückender werden, eskaliert die Situation.

Volltrunken greift er Catherine an, die flüchten kann. Es fällt ein Schuss, Gordon bricht zusammen. Obwohl die Polizei von Selbstmord ausgeht, beschuldigen Gordons Eltern Catherine des Mordes und lassen sie inhaftieren. Ihr droht die Todesstrafe …

Gordons Eltern sorgen dafür, dass Catherine ins Gefängnis muss (Foto: Warner) Großansicht

Gordons Eltern sorgen dafür, dass Catherine ins Gefängnis muss (Foto: Warner)

Faszinierendes Schicksal

"Wenn ich an einen Stoff glaube, entwickle ich eine besondere Energie", erklärt Veronica Ferres ihr Engagement für "Kein Himmel über Afrika".

Das Schicksal der Deutschen Kerstin Cameron, die über ein Jahr unter verheerenden Bedingungen in einem afrikanischen Gefängnis verbrachte, hat die Schauspielerin derart berührt, dass sie sich die Rechte an Camerons Biografie sicherte und einen packenden TV-Zweiteiler produzierte.

Regieprofi Roland Suso Richter ("Der Tunnel") schuf ein hochemotionales Liebesdrama, das - neben einer großartigen Veronica Ferrres - mit einer nicht minder hervorragenden internationalen Besetzung glänzt. Das Making of auf DVD begleitet den Dreh vor der atemberaubenden Kulisse Südafrikas.

Kein Himmel über Afrika (2 DVDs)

Diese Kreativen bürgen für Qualität und Quote: Teamworx-Produzent Nico Hofmann verfilmte mit Regisseur Roland Suso Richter und den Hauptdarstellern Veronica Ferres und Jean-Hugues Anglade den Fall Kerstin Cameron, der vor drei Jahren für Schlagzeilen sorgte, als sie in der Todeszelle eines Gefängnisses in Tansania saß.

Ganz in Weiß kommt die Witwe zur Beerdigung - ein Affront, meinen Freunde und Familie des Verstorbenen. Ohnehin wollen sie zum Schlag gegen die Ehefrau ausholen: ihr Mann, der tatkräftige Buschpilot Gordon hätte niemals Selbstmord verübt. Wenig später wird Kerstin Cameron (im Film Catherine Coburn, gespielt von Veronica Ferres) verhaftet, die Anklage lautet auf Mord. Tatsächlich war das Zusammenleben des Paares nicht immer harmonisch. Gordon (Jean-Hugues Anglade) war Alkoholiker, er schlug und betrog seine Frau, wie Roland Suso Richter in dem Zweiteiler "Kein Himmel über Afrika - Nach der Lebensgeschichte von Kerstin Cameron" aufzeigt.

Dabei sind die zwei Teile des TV-Events sehr unterschiedlich gelagert: während Teil eins mit Anklängen an Kinofilme wie "Jenseits von Afrika" die große Liebesgeschichte erzählt, schlägt der zweite Teil mit Gordons Tod, der Mordanklage und dem Gerichtsprozess düsterere Töne an. Für Spannung sorgt der Kniff des Drehbuchautors Heiko Schier, den Tathergang in drei verschiedenen Versionen erst gegen Ende des zweiten Films zu erzählen. Auf ausführliche Gefängnisszenen wurde - vielleicht in Hinblick auf Ferres' TV-Erfolg "Für immer verloren" - jedoch verzichtet.

Getragen wird "Kein Himmel über Afrika" von seinen vorzüglichen Hauptdarstellern. Veronica Ferres - in ihrer zweiten Zusammenarbeit nach "Sterne leuchten auch am Tag" mit Roland Suso Richter - hat den Mut zu einer mit Impulsivität gepaarten Dünnhäutigkeit, die sie mit einem passend-verkniffenen Zug um den Mund versieht. Sie selbst sicherte sich mit ihrem Mann und der gemeinsamen Firma Bella Vita Film die Rechte an der Lebensgeschichte von Kerstin Cameron, beide fungieren nun neben Degeto-Chef Hans-Wolfgang Jurgan und EOS-GF Jan Mojto als Producer. Um das Budget von 5,3 Mio. Euro zu stemmen, kam letztlich eine Produktion von Teamworx in Koproduktion mit Bella Vita Film und ARD Degeto, in Zusammenarbeit mit EOS Entertainment, dem ORF, GMT Productions und France 2, im Auftrag des Ersten, gefördert von der Filmstiftung NRW, dem MEDIA Plus Programm der EU, dem FFF Bayern und dem Medienboard Berlin-Brandenburg zustande.

Ein Augenschmaus für den Zuschauer ist der französische Leinwand-Star Jean-Hugues Anglade, der den Charakter Gordons in all seiner Widersprüchlichkeit auszuloten weiß. Anglade und Ferres werden eindrucksvoll unterstützt durch die Charakterschauspieler Matthias Habich und Elisabeth Trissenaar (als Catherines Eltern) sowie Pierre Vaneck (als Gordons Vater). Das Ensemble wird komplettiert u.a. durch Enrico Mutti, Nikolai Kinski und den Richter-Regular Götz George, die ebenfalls vom Regisseur zu guten Leistungen gebracht werden. Eine weitere Hauptrolle spielt natürlich Afrika. Da es in Tansania keine ausreichende Film-Infrastruktur gibt, wurde die Koproduktion mit Hilfe der Two Oceans Production im südafrikanischen Kapstadt und Durban gedreht. Ob die malerisch gelegene Farm des Ehepaars Coburn, der nahegelegene Busch oder ein Zuludorf - Kameramann Busso von Müller befriedigt das Fernweh der Zuschauer, ohne die Handlung aus den Augen zu verlieren. Das "Fernseherlebnis mit Kinoqualität" (so Hans-Wolfgang Jurgan) dürfte durch den pittoresken Drehort, die Bekanntheit des Themas und die Quoten-Queen Veronica Ferres für einen hohen Zuschauerzuspruch sorgen. Umd Roland Suso Richter beweist in dieser neuen Zusammenarbeit mit Teamworx Produzent Nico Hofmann knapp vier Jahre nach dem preisgekrönten TV-Erfolg "Der Tunnel" erneut eindrucksvoll, dass er zur ersten Riege der deutschen Regisseure gehört. sw.

Darsteller:  Veronica Ferres   als Catherine
  Jean-Hugues Anglade   als Gordon Coburn
  Enrico Mutti   als Roberto
  Nikolai Kinski   als Duncan Coburn
  Katharina Meinecke   als Helen Allistair
  Michaela Rosen   als Megan
  Elisabeth Trissenaar   als Ingrid
  Matthias Habich   als Richard
  Catherine Sola   als Margret Coburn
  Pierre Vaneck   als Ian Coburn
  Götz George   als Larry
  Anele Matoti   als Jimmy
 
Regie:  Roland Suso Richter  
Buch:  Heiko Schier  
Musik:  Stefan Schulzki  
Kamera:  Busso von Müller  
Produzent:  Prof. Nico Hofmann  
  Joachim Kosack  
  Barbara Thielen  
 

Fassungen

 

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Features

 

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